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Leeni

Katzenforum Neuling

  • »Leeni« ist weiblich
  • »Leeni« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 30

Wohnort: Berlin

Katzen: 1

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1

Donnerstag, 10. April 2008, 13:08

Sehr scheue und überängstliche Katze

Hallo :)

Ich bin vor knapp 2 Monaten zu Hause ausgezogen. Da ich schon von klein auf mit Katzen aufgewachsen bin, war von anfang an klar, dass ich auch in meiner neuen Wohnung wieder mindestens eine eigene Katze haben möchte, wenn es das Geld zulässt besser zwei. Seit 2 Wochen lebt nun auch eine Katze bei mir, wegen der ich euch allerdings um Rat fragen wollte.

Ich habe früher auf dem Land gewohnt und habe dort immer wieder Streuner aufgelesen oder krarnke kleine Katzenkinder gefunden und mit nach Hause genommen, es waren auch ziemlich scheue Tiere dabei, die sich aber allesamt nach einiger Zeit eingewöhnt haben und zutraulich wurden. Insgesamt hatte ich schon 6 Katzen jeglichen Alters.

Nun war ich bei einem kleinen Verein, der Katzen in Not hilft, und habe dort vor 2 Wochen meine Smilla mit nach Hause genommen. Laut der vermittelnden Person wurde sie gefunden, niemand kennt ihre Vorgeschichte. Sie ist etwa 2-3 Jahre alt. Diese Person meinte auch, dass sie zwar scheu wäre, sich allerdings wohl früher wahrscheinlich hat anfassen lassen ("Wie sonst hätten die Leute, die sie abgegeben haben, sie in den Karton bekommen sollen?"), nur eben in dieser Pflegestelle, wo sie mit 20 anderen Katzen lebte und ziemliches Chaos herrschte, zog sie sich angeblich eher zurück.
Bei mir zu Hause durfte sie zunächst nur ins Wohnzimmer einziehen, die ersten Tage - klar - versteckte sie sich nur unter dem Sofa. Nach einiger Zeit zeigten sich kleine Erfolge, erstmal, dass sie überhaupt fraß, dann kam sie sogar schon zum Fressen heraus, wenn man im Zimmer war. Wenn man abends beim Fernsehen saß, traute sie sich sogar schon, ein wenig im Zimmer herumzuhüpfen und hat sich vor unseren Augen geputzt. Nach einiger Zeit ließen wir dann auch die Türe zum Schlafzimmer offen, was sie dann auch für nächtliche Erkundungen nutzte.
Wenn sie oben auf einem Regal sitzt und den Menschen nicht in seiner vollen Größe, sondern nur Kopf und Schulterpartie sehen konnte, hat sie sogar schon Käserollis aus der Hand gefressen und sich ein wenig streicheln lassen und das auch sichtlich genossen.

Das Problem ist nur, dass ich bei dieser Katze bis hierhin und nicht weiter zu kommen scheine, weil sie so überängstlich ist. Jede andere scheue Katze konnte ich bisher durch Spielen animieren, aber Smilla ist so ängstlich, dass sie sogar vor einer Schnur Angst hat, statt mit ihr zu spielen, von Fellmäusen etc ganz zu schweigen. Bei jedem auch nur halblauten Geräusch zuckt sie richtig zusammen, wenn ich das Zimmer fegen will (staubsaugen kommt natürlich erst garnicht in Frage) zwängt sie sich unter das Sofa in die letzte Ecke und dreht fast durch. Andererseits ist sie auch manchmal richtig neugierig, aber die Angst überwiegt eben einfach und sobald sie irgendetwas ein wenig erschreckt, ist sie für Stunden unter dem Sofa verschwunden. Fand sie zum Beispiel den Platz auf einem Bücherregal zwischen den Büchern immer ganz toll, änderte sich das schlagartig, als sie mal aus Versehen ein paar Bücher umstieß und die mit lautem Knall zu Boden fielen. Seitdem (1,5 Wochen her) macht sie einen Riesen Bogen um die Ecke des Zimmers, in der das Regal steht.
Seit ich vor 2 Tagen den Fehler gemacht habe, meine Hände in die Luft zu strecken um an einen Ordner im Regal zu kommen (sie saß nur 1 Regal weiter) ist es auch mit dem Anfassen vorbei, sie fühlte sich davon wohl sehr bedroht und seitdem faucht sie mich nur noch an.
Es ist aber nicht etwa so, dass diese Katze nach draußen möchte und das Leben in einer Wohnung schlimm findet - im Gegenteil, frische Luft findet sie wohl absolut entsetzlich, sobald eine Türe oder ein Fenster einen Spalt breit geöffnet ist, kommt sie überhaupt nicht mehr aus ihrem Versteck, bis es wieder zugemacht wird (in unserer Wohnung sind Fenster und Balkon katzensicher, keine Sorge).

In den seltenen Momenten, in denen sie sich mal was traut, blüht sie hingegen richtig auf. Dann ist sie munter und springt herum und wirkt richtig entspannt und glücklich - bis sie eben wieder vor irgendetwas erschrickt und der Spaß vorbei ist.

Ich wollte hier eben fragen, ob jemand mir bei diesem Problem weiterhelfen kann. Ich bin kein Katzenanfänger und habe mir auch schon genügend Ratschläge zur Eingewöhnung einer scheuen Katze durchgelesen, die mir alle nichts neues verraten haben, nur habe ich hier eben das Gefühl, dass bei ihr das Problem nicht die Scheu vor Menschen ist, sondern die Angst vor allem und jedem. Eine Tierärztin hat mir feliway empfohlen, vielleicht hat hier schon mal jemand damit Erfahrungen gemacht? Dass Bachblüten helfen sollen, habe ich auch gehört, aber mit Bachblüten habe ich null Erfahrung.
Oder meint ihr, sie braucht einfach viel mehr Zeit? Ich hatte schon scheue Katzen, aber eben keine, bei der die Angst so extrem war, dass sie sich durch Spielzeug etc nicht ein bisschen hätte animieren lassen.

Vielen Dank schon einmal für eure Antworten!

steffime

Eroberer

  • »steffime« ist weiblich

Beiträge: 840

Wohnort: Werther NRW

Katzen: 4 - 3 + 1 Terrorkobold-Teufel

Katzenrasse: BKH, EHK, MC

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2

Donnerstag, 10. April 2008, 13:48

Bachblüten könnten bestimmt helfen. Wir haben auch so ein Katerle zu Hause. Ich hatte ihn früher immer betüddelt wenn er Angst hatte und gemerkt dass das falsch ist. Besser ist zu ignorieren und nicht in der Angst zu bestätigen. Einfach alles normal weitermachen, auch wenn geknurrt oder gefaucht wird. Unser Kater hat immer Phasen, in denen er mal total zugänglich ist, ein paar Momente später wieder verschüchtert und ängstlich durch die Gegend schleicht und beim kleinsten Geräusch zusammenzuckt. Außerdem kann das noch einige Monate dauern, bis Smilla etwas mehr auftaut. Überleg Dir mal eine zweite Katze/Kater dazuzuholen, die zutraulich ist. Vielleicht guckt sich Dein Kätzchen auch ein paar Sachen ab. Viel Glück und Erfolg auf jeden Fall!

ddewis

Jungspund

  • »ddewis« ist weiblich

Beiträge: 539

Wohnort: Berlin

Katzen: 2

Katzenrasse: Hauskatze, Maine-Coon-Mix

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3

Donnerstag, 10. April 2008, 14:31

Ich denke auch, 2 Wochen ist einfach noch zu früh. Die wird schon auftauen mit der Zeit. Meine Loui lebt jetzt seit ca. 2 Monaten bei mir und traut mir immer noch nicht 100%ig über den Weg. Wenn ich mich zu schnell bewege setzt sie gleich ihren komischen Gesichtsausdruck auf, so als würde sie mich gleich anspringen :8

Zu Feliway kann ich nur sagen, mal ausprobieren. Manchmal hilft's, manchmal nicht. Ich hatte es für meine beiden genommen in der Eingewöhnungsphase, kann aber nicht sagen, ob es wirklich geholfen hat. Ich habe nur gemerkt, dass Mini, wenn sie sich durch Loui bedroht gefühlt hat, auf das Spray reagiert hat (ich hatte Spray und Stecker) und irgendwie ruhiger wurde dadurch und immer wenn's heftig wurde zwischen den beiden hab ich etwas in die Luft gesprüht.

Auch Bachblüten könnten helfen. Ich bilde mir ein, dass sich die Lage zwischen meinen beiden etwas entspannt hat seitdem ich sie verabreiche. Ein Versuch wäre es doch wert. Ansonsten bleibt nur noch gaaaanz viel Geduld....

Taboo

Katzenforum Neuling

  • »Taboo« ist weiblich

Beiträge: 6

Wohnort: NRW

Katzen: 1

Katzenrasse: Hauskatze

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4

Donnerstag, 10. April 2008, 19:46

Bei uns war es recht ähnlich am Anfang mit unserem Kater, es hat echt lange gedauert und Macken hat er immer noch (mag nicht schmusen).

Und er wollte erst absolut nicht nach draußen, wir haben dann im Sommer viel Zeit im Garten verbracht und da kam er immer mit und blieb. :-)
Zurzeit will er eher nur nachts raus.

Und er ist total arrogant und Chef im Haus. Eine zeitlang wollte er testen, wie oft wir für ihn aufstehen und die Tür aufmachen. Es waren zwar super nervige Abende, aber seinem Selbstbewusstsein hat es geholfen. :-)

Will dir nur Mut machen, dass mit der Zeit wirklich Erfolge sichtbar werden.

Evi

Mitglied

  • »Evi« ist weiblich

Beiträge: 112

Wohnort: Augsburg

Katzen: 3+1

Katzenrasse: Hauskatze

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5

Donnerstag, 10. April 2008, 20:17

Es braucht einfach viel Zeit und vor allem Geduld, Geduld, Geduld. Wir haben fast ein Jahr gebraucht bis Lilly sich hat mal anfassen lassen. Dann nur links, da ist sie blind. Es ist auch heute noch so, fast 21/2 Jahre nach ihrem Einzug bei uns, das wenn, man sie von rechts streicheln will, sie plötzlich die Flucht ergreift. Man kann sie nach wie vor nicht hoch nehmen. Sie geht aber jeden Tag mit ins Bett und steht erst auf, wenn auch ich aufstehe. Wenn es dunkel ist darf sie sogar mein Mann streicheln. Wie freuen uns über jeden noch so kleinen Erfolg. Uns ist bewusst das sie nie eine Schoßkatze sein wird, aber das macht nichts. Hauptsache sie fühlt sich wohl. Ich würde es mal mit Bachblüten versuchen, man kann ja damit nichts falsch machen. Rede viel mit ihr und gib ihr einfach Zeit. Ich finde auch Feliway gut, bei uns hat es eine beruhigende Wirkung.

Liebe Grüße
Evi
cat_play

peddy

Jungspund

  • »peddy« ist weiblich

Beiträge: 252

Wohnort: Köln

Katzen: 4 + 1 Sternenkater

Katzenrasse: Stubentiger + BKH

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6

Donnerstag, 10. April 2008, 20:56

Wir haben auch eine mittlerweile fast 13 jährige sehr scheue Straßenkatze (mit ca. 5 Monaten habe ich sie damals bekommen) und ich kann eigentlich nur sagen: Geduld - Geduld - Geduld !! Wenn sie so weit sind, kommen sie von ganz alleine....

Ich weiß allerdings nicht, ob es eher normal ist oder eher nicht. Unsere Trixi ist auch nach so langer Zeit, die sie nun bei uns ist, immer noch sehr scheu und läßt sich nur dann mal ein bisschen kraulen, wenn ihr danach ist.... eusa_snooty
LG Bettina-Trixi-Maja-Kiko-Sammy
und Sternenkater Tommy :XXsunsmile:

Auf leisen Pfoten kommen sie wie Boten der Stille, und sacht, ganz sacht, schleichen sie in unser Herz und besetzen es für immer mit aller Macht. :love: Eleonore Gualdi

Camillekatze

Katzenforum Neuling

  • »Camillekatze« ist weiblich

Beiträge: 36

Wohnort: Schwarzwald

Katzen: 2 und 1 Sternchen

Katzenrasse: EKH

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7

Dienstag, 29. April 2008, 20:31

Liebe Leeni,
wir haben vor 6 Wochen auch eine Katze wie deine Smilla aufgenommen. Sie ist immer zusammengezuckt, ist geflohen und streicheln war echt schwierig. Am Anfang dachte ich auch, dass es ewig geht. Da hat man dann so was Süßes und kommt nicht ran. Mit der Zeit wurde sie weniger nervös, ist nicht immer gleich geflohen und hat angefangen mit mir zu sprechen. Der Tierazt meinte, dass sie eine richtige Schmusekatze wird, wenn sie Vertrauen hat. Inzwischen ist klar, dass sie sich mich als Bezugsperson ausgesucht hat. Wir haben inzwischen auch die Angst vor der Hand ganz gut abgebaut - mit konsequentem Streicheltraining. Ich habe ja den Verdacht, dass sie geschlagen wurde. Vor jedem Streicheln zuckt sie erstmal zusammen.
Auch ihren Bauch darf ich hin und wieder kraulen.
Wenn Besuch da ist, versteckt sie sich nicht, sondern begutachtet diesen.
Wir machen jeden Tag kleine Fortschritte. Seit ein paar Tagen besucht sie mich auf dem Schreibtisch. Und heute saß sie beim Spielen sogar auf meinem Schoß.
Diese Fortschritte habe ich jedoch erst in den letzten Wochen erzielt. Du musst Geduld haben und darfst nichts erzwingen.
Bei einem bin ich mir aber sehr sicher. Leela wäre heute längst nicht so zahm, wenn sie unseren Kater nicht als Lernobjekt hätte. Sie beobachtet genau, was er macht und was wir mit ihm machen. Durch ihn hat sie ihre Angst relativ schnell abgelegt, ist viel sicherer geworden und hat viel von ihm gelernt- natürlich auch Sachen, die man nicht machen soll.

Also Kopf hoch! Das wird! Ich weiß, es ist schwer und dabei hatte ich meinen Kater zum Kuscheln.
Überleg dir doch mal, ob du nicht noch eine 2. Mietz nehmen willst. Das würde deiner Smilla gut tun.
Katzen sitzen immer an der falschen Seite einer Tür.
Lässt man sie raus, wollen sie rein - lässt man sie rein, wollen sie raus.
Yolanda

QuincyXY

Katzenforum Neuling

Beiträge: 47

Katzen: Zwei Ex-Wildlinge

Katzenrasse: EKH

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8

Dienstag, 29. April 2008, 20:47

Hallo Leeni,
ich habe zwei solche Angstkatzen aus dem TH mitgenommen. Uns wurden sie auch als etwas scheu vermittelt; tatsächlich waren es vom Menschen völlig verschrekcte Wildlinge. Sie hatten noch nie ein Haus von innen kennengelernt und sanfte Hände wohl auch nicht.
Beide sind Geschwister und es war sehr von Vorteil, dass sie in den ersten Monaten einander hatten.
Wir sind anfangs auch auf Zehenspitzen durchs Haus, keine laute Musik und jeden Lärm von außen haben wir verflucht, weil sich die Katzen dann verzogen haben.
Auch ich kann nur sagen: GEDULD!
Heute, nach knapp 5 Jahren kommen sie gerne und lassen sich streicheln, verwöhnen... Aber alles freiwllig; nichts geht mit Zwang. Ein Horror, zum TA zu müssen. Deshalb haben wir auch angefangen, homöopathisch zu behandeln. ( Sie sind Schnupfenvirusträger )

In der Anfangszeit und auch wenn Streß ins Haus stand/steht ( Bauarbeiten usw. ) gebe ich eine Bachblütenmischung namens Angst in Globuli-Form ins Trinkwasser oder zum Futter. Sie sind dann etwas ausgeglichener.

Denke doch bitte wirklich über eine/n Gefährten/in für Smilla nach!

Ich wünsche Euch alles Gute und vor allem - Geduld! :-)
Liebe Grüße, Quincy und die Ex-Wilden