Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Original von Toaster2406
      Also ich hatte mich vohrer auch bei meinem Vermieter erkundigt weil bei uns im Mietvertrag ebenfalls steht, dass Haustiere Genehmigungspflichtig sind.

      Allerdings gab es keine Probleme. Ich hab die Zusage für die Haltung von zwei Katzen. Schriftlich als Anlage zum Mietvertrag.

      Ohne diese Genehmigung hätte ich mir keine zugelegt. Das wäre mir zu heikel gewesen. Knall auf Fall kann man sich kaum ne neue Wohnung suchen.


      Dem kann ich mich absolut anschließen. Ich habe ebenso eine Anlage zum Mietvertrag an meinen Vermieter geschickt, mit der Bitte um Erlaubnis für Katzenhaltung. Ich warte zwar seit einer Woche schon auf Antwort, aber das is ne andere Sache :roll

      Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, mir einfach zwei Tiere ins Haus zu holen... das wäre mir auch zu heikel. Sollte ich eine Absage vom Vermieter bekommen, ziehe ich aus, das ist schon klar. Ich hab gänzlich keine Lust auf Ärger.

      In deinem Fall würde ich wirklich nochmal versuchen, mit der Vermieterin zu sprechen.... auch wenn es aussichtslos erscheint. Die Gesetzte, ob die Katze zu Kleintieren gehört und ob sie grundsätzlich genehmigungsfrei ist, sind ja nun doch sehr schwammig.... ich wäre da sehr vorsichtig.
      Liebe Grüße von der Sari


      Wie beginnt der Tag eines Katzenbesitzers? Um 4.45Uhr aufstehen, Mageninhalte wegräumen und 2h trösten bis der Wecker klingelt.

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Hallo Kugelblitz,

      ich habe von dem Urteil gelesen, BGH VIII ZR 340/06, wo Kleintiere wie Kleinst-Hunderassen, zu denen auch Katzen gehören, generell erlaubt sind, selbst wenn im Mietvertrag das Gegenteil steht.

      Was sollte auch dagegen sprechen? Wenn Katzen tatsächlich Dreck und Gerüche verströmen, dann nur durch die nicht artgerechte Haltung des Besitzers. Ich habe mal eine junge Frau im Rollstuhl besucht, die hatte in ihrer Wohnung 3 Katzen, die ich erst gar nicht bemerkt hatte, so sauber und liebevoll war ihre Wohnung eingerichtet. Allerdings mußte sie ihre Wohnungstür immer ganz schnell schließen, damit keines ihrer Katzen auf den Hausflur lief, da sich die Nachbarn daran arg störten.

      Übrigens, hat du zwei ganz süße, bildhübsche Miezen. :p

      Ich wünsche dir viel Glück. :up

      Rita
      Das Problem ist doch, dass die wenigsten Menschen überhaupt wissen, was artgerechte Haltung ist.
      Die kennen das Wort nicht einmal.

      Klar, 100% artgerecht halte ich meine Katzen auch nicht, dazu fehlt alleine schon der Freigang, aber ich verstehe unter artgerecht zumindst Verantwortungsbewusstsein -- und das fehlt viel zu vielen.

      Ich kann Vermieter verstehen, wenn sie sich dagegen sträuben, und selbst wenn sie mit solchen "laschen" Aussagen kommen.

      Auch wenn sich das seltsam anhört, aber ich hab schon einige davon überzeugen können, dass Katzen bei weitem nicht den Vorurteilen entsprechen, die so weit verbreitet sind.
      Eine davon ist meine jetzige Vermieterin.

      Die hat am Anfang auch ganz schön seltsam geschaut, denn kein anderer im Haus hat überhaupt Haustiere. Sie hat mir strikt untersagt, die Katzen frei laufen zu lassen, was ich sowieso nicht machen würde und wir haben uns eine zeit lang unterhalten über die Haltung.
      Am Ende hat sie dem zugestimmt und ich denke, dass das eben auch der Knackpunkt ist.

      Wenn nicht nur der Mieter, sondern auch der Vermieter gesprächsbereit sind, dann klappen solche Dinge auch meistens, allerdings muss man immer die Nerven bewahren und argumentieren können.

      Und wenn man jemanden mit nem Brett vorm Kopf hat, würde ich mir sowieso 3-mal überlegen, ob ich da einziehe!
      cat_wag [color=purple] ~~ Wer keine Tassen hat, kann auch nicht über den Tellerrand schauen! ~~ [/color] cat_wag
      Ich kenne beide Seiten, sowohl Mieter als auch Vermieter, und kann manche Vermieter schon verstehen. Wir haben eine unserer Wohnungen auch vermietet (natürlich mit Erlaubnis zur Haustierhaltung, aber auch mit der Klausel "solange es die Nachbarn nicht stört") und es ist klar, dass wenn unsere Mieter Haustiere hätten eventuell Renovierungsarbeiten auf uns zukommen würden wenn sie die Wohnung verlassen, die wir ohne Haustiere nicht hätten. Andererseits haben unsere Mieter aber keine Haustiere sondern ein Kleinkind und ich glaube das kann genauso viel wenn nicht mehr Schaden anrichten als eine Katze/kleiner Hund und von daher finde ich diese Regelung mit dem Katzenverbot eh besch...eiden, denn Katzen darf man verbieten, Kinder aber nicht. Ich bin jetzt absolut NICHT dafür Kinder in Mietverträgen verbieten zu können aber dann sollten die Juristen wenigstens so logisch sein und auch generell die Haltung von kleinen, auch freilaufenden Haustieren zu genehmigen... :roll

      Im Endeffekt läuft es ja eh darauf hinaus, dass der Zustand beim Verlassen der Wohnung mit dem bei Bezug der Wohnung verglichen wird und dann über die Reparatur der eventuell vorhandenen Schäden diskutiert wird. Warum also überhaupt erst der ganze Firlefanz vorher? Liegen Schäden vor die bei Einzug nicht da waren, muss der Mieter dafür aufkommen und basta. Egal von wem sie verursacht wurden (Kind oder Haustier).

      Viele liebe Grüsse
      Christel
      Es gibt keine bösartigen, falschen, hinterlistigen Tiere, nur vom Menschen fehlinterpretierte Verhaltensformen...

      Lust auf Katzenschmuck? Mehr Infos per PN... ;)
      Original von Christel
      Kinder aber nicht. Ich bin jetzt absolut NICHT dafür Kinder in Mietverträgen verbieten zu können aber dann sollten die Juristen wenigstens so logisch sein und auch generell die Haltung von kleinen, auch freilaufenden Haustieren zu genehmigen... :roll

      Im Endeffekt läuft es ja eh darauf hinaus, dass der Zustand beim Verlassen der Wohnung mit dem bei Bezug der Wohnung verglichen wird und dann über die Reparatur der eventuell vorhandenen Schäden diskutiert wird. Warum also überhaupt erst der ganze Firlefanz vorher? Liegen Schäden vor die bei Einzug nicht da waren, muss der Mieter dafür aufkommen und basta. Egal von wem sie verursacht wurden (Kind oder Haustier).

      Viele liebe Grüsse
      Christel


      Nicht die Juristen verbieten etwas, sondern der Gesetzgeber. Wir haben hier Gewaltenteilung. Wenn Kinder mit Tieren gleichgesetzt werden sollen, kannst Du und jeder andere, den die hiesige Gesetzgebung stört, Parteien wählen, die unser Grundgesetz entsprechend ändern würden. Noch steht in unserem Grundgesetz drin, dass die Familie grundrechtlich geschützt ist, und noch steht im BGB, dass Tiere "Sachen" sind. Kinder sind keine "Sache". Die Tierhaltung fällt unter die allgemeine Handlungsfreiheit, die aber genau da ihre Grenzen findet, wo die allgemeine Handlungsfreiheit der Nachbarn und das Eigentum des Vermieters anfängt. Die Familie ("Kinderhaltung") kennt diese Schranken nicht. Das war eine enthische Wertung, die die Mehrheit in diesem Land durch Wählen (oder Nichtwählen) getroffen hat. Die Juristen müssen mit den bestehenden Gesetzen umgehen.

      Leider kann man als Eigentümer nie vorher wissen, ob man es mit einem vernünftigen Menschen zu tun hat, oder mit einem, der seine Katzen/Tiere nicht vernünftig halten wird. Und ebensowenig kann man vorher mit Sicherheit dafür sorgen, dass die Mieter die von ihnen oder ihren Katzen verursachten Schäden begleichen werden. Insbesondere bei den von mir eingangs erwähnten Intarsien reden wir auch über unersetzbare unwiederbringliche mehrere hundert Jahre alte Kunst, die nicht "renoviert" bzw. wiederhergestellt werden kann.

      Wenn man von der Grundannahme eines vernünftigen, ehrlichen, solventen Mieters ausgeht, habe ich keine Probleme mit Tierhaltung. Leider falle selbst ich aber zuweilen auf Nomaden oder insolvente, unvernünftige, unehrliche Mieter herein. Die sind es, die der "Masse" der Katzenfreunde den Ruf in dieser Hinsicht verderben können und die dafür gesorgt haben, dass ich überhaupt Gerichte mit Katzenhaltung und Miete beschäftigen müssen.

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Original von Rita03
      ich habe von dem Urteil gelesen, BGH VIII ZR 340/06, wo Kleintiere wie Kleinst-Hunderassen, zu denen auch Katzen gehören, generell erlaubt sind, selbst wenn im Mietvertrag das Gegenteil steht.


      Rita


      Vorsicht, das steht da NICHT drin. Bitte nicht blind mit Urteilen um sich werfen und Trugschlüsse verbreiten. Zusammengefasst sagt der erkennende Senat nur, dass wer NUR Zierfische erlaubt, eine unwirksame Verbotsklausel im Vertrag hat, da auch Schildkröten nicht generell verboten werden dürfen, und wenn die Verbotsklausel unwirksam ist, DANN dürfen natürlich auch Katzen und Hunde ohne Erlaubnis gehalten werden:

      "Wie der Senat bereits entschieden hat, hält eine mietvertragliche Klausel, die das Halten von Haustieren ausnahmslos verbietet, der Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 BGB nicht stand, da das Verbot danach auch Tiere erfasst, deren Vorhandensein von Natur aus - wie es etwa bei Zierfischen im Aquarium der fall ist - keinen Einfluss auf die schuldrechtlichen Beziehungen zwischen Vermietr und Mieter von Wohnraum haben kann (Senatsurteil vom 20. Januar 1993 - VIII ZR 10/92).

      Nichts anderes gilt für eine Klausel, die, wie die hier in Rede stehende, durch das Erfordernis der Zustimmung des Vermieters zur Tierhaltung des Mieters ein Verbot mit Erlaubnisvorbehalt begründet. Auch eine solche Klausel benachteiligt den Mieter unangemessen, wenn sie keine Ausnahme für Haustiere vorsieht, deren Haltung zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache im Sinne von § 535 Abs. 1 BGB gehört, weil davon in der Regel - in Ausnahmefällen kann der Vermieter gemäß § 541 BGB auf Unterlassung klagen - Beeinträchtigungen der Mietsache und Störungen Dritter nicht ausgehen können.

      Das ist nicht nur bei den in der hier streitigen Klausel aufgeführten Ziervögeln und zierfischen, sondern auch bei anderen Kleintieren der Fall, die, wie etwa Hamster und Schildkröten, ebenfalls in geschlossenen Behältnissen gehalten werden.

      (Seite 11, 12) Fehlt es wie hier an einer wirksamen Regelung der Tierhaltung im Mietvertrag, ist allein die gesetzliche Regelung maßgebend. Insoweit ist in Rechtsprechung und Schrifttum streitig, ob - abgesehen von Kleintieren (vgl. dazu vorstehend ...) - die Haltung von Haustieren (im Folgenden nur: Haustiere), namentlich von Hunden und Katzen, in Mietwohnungen zum vertragsgemäßen Gebrauch im Sinne von § 535 Abs. 1 BGB gehört.

      Nach einer Meinung ist das zu bejahen (vgl. ....). Gemäß anderer Auffassung ist es dagegen zu verneinen; danach ist die Haltung von Haustieren nur mit der Erlaubnis des Vermieters zulässig, auf die kein Anspruch besteht, deren Versagung aber im Ausnahmefall treuwidrig sein kann (vgl. ...).

      Nach einer vermittelnden Ansicht ist die Frage der Zulässigkeit der Tierhaltung im Einzelfall unter Abwägung der beiderseitigen Interessen zu entscheiden (LG Hamburg, WuM 2002, 666; LG Freiburg, WuM 1997, 175; LG Düsseldorf, WuM 1993, 604; LG Mannheim, ZMR 1992, 545; Blank, NJW 2007, S. 731; Knops in Herrlein/Kandelhard, Mietrecht, 3. Aufl., § 535 Rdnr. 29; MünchKommBGB/Schilling, 4. Aufl., § 535 Rdnr. 93)..."

      Also ein klassischer Fall des "technischen K.O." - der Katzenfreund hat gewonnen, weil die Klausel im Vertrag zu eng war. Nicht etwa, weil man Katzenhaltung nicht untersagen darf.
      Original von KateUndKater
      Leider kann man als Eigentümer nie vorher wissen, ob man es mit einem vernünftigen Menschen zu tun hat, oder mit einem, der seine Katzen/Tiere nicht vernünftig halten wird.

      Ebensowenig weiß man als MIETER, ob man es bei dem Vermieter mit einem Vernünftigen Menschen zu tun hat, oder mit einem der übergriffig und handgreiflich wird, wenn man als Mieter auf den Schutz seiner Privatsphräre besteht und dem Vermiter den uneingeschränkten Zutritt zur Wohnung verwehrt

      Original von KateUndKater
      Und ebensowenig kann man vorher mit Sicherheit dafür sorgen, dass die Mieter die von ihnen oder ihren Katzen verursachten Schäden begleichen werden.
      .. naja, dafür hat der Mieter in der Regel eine kaution hinterlegt... und als Mieter kann man nie sicher sein, ob diese nach beendigung des Mietverhältnisses ordnungsgemäss abgerechnet und zeitnah ausgezahlt wird, oder ob der Vermieter versucht, alsschäden geltend zu machen und man als Mieter einen Rechtsstreit um die Kaution führen muss
      Original von KateUndKater
      Wenn man von der Grundannahme eines vernünftigen, ehrlichen, solventen Mieters ausgeht, habe ich keine Probleme mit Tierhaltung. Leider falle selbst ich aber zuweilen auf Nomaden oder insolvente, unvernünftige, unehrliche Mieter herein. Die sind es, die der "Masse" der Katzenfreunde den Ruf in dieser Hinsicht verderben können und die dafür gesorgt haben, dass ich überhaupt Gerichte mit Katzenhaltung und Miete beschäftigen müssen.


      Meine Güte... das hört sich an, als wären alle Mitnomaden katzenhalter oder umgekehrt..
      ICh denke, es gibt KEINEN zusammenhang zwischen Katzenhaltung und insolvenz oder Mitnomadentum (oder sollte es zumindest nicht geben)... abgesehen davon halten "Wandervögel" wenn überhaupt, eher Hunde...

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Hallo... :)

      Also meine Vermieter hatten dieselbe 'Ausrede'.... Katzen würden stinken und ich solle mir doch einen Hamster, Hasen oder ein Meerschweinchen zulegen! Frechheit :x
      Nachdem ich sie um 'Erlaubnis' gefragt hatte, habe ich im Mietvertrag nachgeschaut und dort stand überhaupt gar nichts zum Thema Tierhaltung. Naja und nach einigen Wochen ist dann unsere kleene Maja bei uns eingezogen :love:
      Ich hatte anfangs natürlich irgendwie schon ein schlechtes Gewissen und ständig Angst, dass sie etwas merken könnten.... Aber nun ist 1 Jahr vergangen und keiner hat unsere Süße bemerkt! Und das soll was heißen- immerhin wohnen unsere Vermieter unter uns!

      Vor zwei Wochen ist dann der Kleine Herr Nielsson zu uns gezogen und es klappt wunderbar! :8

      Und ich kann es nur nochmal betonen: Katzen stinken nicht! Solange man das Katzenklo täglich säubert wird sich das auch nicht ändern!!!

      Viele liebe Grüße
      cat_kitty Janine mit Maja und Herrn Nielsson

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Uiuiuiiii - KateundKater muss FachjuristIn sein...........
      Endlich mal jemand, der allen möchte-gerne-Urteils-Auslegern und Laien-Gesetzesverdrehern fundiert Paroli bietet. :D

      @Raupenmama: tut mir leid, da kommmste einfach nich gegen an........
      Liebe Grüße von Katerline - mit den beiden Schmusetanten :katze Emmi und :katzenkopf Pauline. :herz-pfeil

      Patin von Bienchen, beim Katzenschutzbund Köln
      :pfeil-rechts Der wilde Kennel-Thread

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Original von Katerline
      Uiuiuiiii - KateundKater muss FachjuristIn sein...........
      Endlich mal jemand, der allen möchte-gerne-Urteils-Auslegern und Laien-Gesetzesverdrehern fundiert Paroli bietet. :D

      @Raupenmama: tut mir leid, da kommmste einfach nich gegen an........


      man muss kein Fachjurist sein, wenn man sich - aus welchen Gründen auch immer- intensiv mit einem Thema auseinandersetzen muss, weiß man auch , wo die aktuellen Urteile zu finden sind... ( in der Regel ist die Suche danach die arbeit der Referendare- nicht die der Fachanwälte :D)
      Hallo Raupenmama,

      ich habe oben geschrieben dass meine Mieter Katzen halten dürfen. Ich bin die falsche Adresse fürs "böse Vermieter bashen". Da ich außerdem selbst immer schon ein Katzenmensch gewesen bin (mag nicht von "Besitzer" oder "Halter" sprechen), bin ich ebenfalls die falsche Adresse fürs "Katzenhasser bashen".

      Mietnomaden sind keine "Wandervögel", sondern Leute, die größten Schaden anrichten, die Wohnung oft vermüllt/zerstört zurücklassen und bis zum Ende eines Räumungsprozesses, im Zweifel also mehrere Jahre, ohne Miete zu zahlen hausen und den Vermieter auf einem Schuldenberg nebst Trümmerhaufen sitzen lassen. Man darf maximal 3 Monatsmieten (Nettokaltmieten) Kaution verlangen, fällig ist das aber erst bei Einzug (und dann hast Du den Schlüssel schon aus der Hand gegeben und keine Handhabe mehr, wenn das Geld nicht kommt), und die 1000-2000 EUR selbst wenn sie hinterlegt wurden, reichen bei Weitem nicht aus, die Schäden zu decken. Ich habe keine empirischen Daten darüber, inwieweit Mietnomadentum und Haustierhaltung korrelliert. In der Praxis konnte ich beobachten, dass insbesondere das Messie-Nomadentum oft mit Animal Hoarding einhergeht. Das ist dann auch für die Tiere nicht gerade schön. Die hausen im eigenen Kot und zwischen den Kadavern ihrer Vorgänger.

      Einige Vermieter verwenden daher bewusst Tierhaltungsklauseln. Wenn sie dann nämlich mal -wieder- einen Fehlgriff tun, gibt es einen juristischen Hebel mehr, um aus dem Vertrag rauszukommen und die Leute loszuwerden, oder um bestimmte Leute gar nicht erst anzulocken.

      Damit möchte ich aber keineswegs in den Raum stellen, dass jeder (oder auch nur viele) Katzen"besitzer" ein Nomade oder Messie ist. Siehe die ersten Zeilen dieses Postings. Ich habe aber Verständnis für Vermieter (gerade wenn sie im selben Haus leben, das ist nämlich für den Vermieter mindestens ebenso schlimm wie für den Mieter wenns dann Knatsch gibt), die möglichst auf Nummer sicher gehen wollen, und um allen Eventualitäten vorzubeugen, dann lieber ein Verbot aussprechen als zu riskieren, auch mal reinzufallen. Das sollte jeder respektieren und sich dann eben "passende" Vermieter suchen oder VORHER mit offenen Karten spielen und mit den Leuten eine Lösung finden.

      Wenn ich zB merken würde, dass da jemand wirklich gut argumentiert, dahintersteht und sich auskennt mit Katzen, dann hätte ich (wäre ich nicht sowieso mit Katzen einverstanden) spätestens dann durchaus keine Bauchschmerzen mehr, "ja" zu sagen. Wenn ich aber merken würde, ein Mieter belügt mich absichtlich, handelt absichtlich entgegen unserem Mietvertrag (Betonung auf VERTRAG = die Willenserklärung hat der Mieter auch abgegeben), und tönt womöglich noch irgendwo herum, ätsch meinem doofen Vermieter hab ichs mal gegeben da sch... ich drauf! - na schönen Dank. Wo ist die Grenze? Kann man so jemandem überhaupt noch in irgendetwas vertrauen? Hier gibts keine Wohnungsnot, es stehen viele Wohnungen leer und die Mieter haben freie Auswahl. Warum sich ohne Not die falsche Wohnung beim falschen Vermieter nehmen? Wer sowenig Einsatz bringt wenn es um die Wohnungssuche geht, wie hoch ist der Einsatz wenns um das Wohl der Katze geht? Wo ist die Grenze?

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Original von Rita03
      Hallo Kugelblitz,

      ich habe von dem Urteil gelesen, BGH VIII ZR 340/06, wo Kleintiere wie Kleinst-Hunderassen, zu denen auch Katzen gehören, generell erlaubt sind, selbst wenn im Mietvertrag das Gegenteil steht.

      Was sollte auch dagegen sprechen? Wenn Katzen tatsächlich Dreck und Gerüche verströmen, dann nur durch die nicht artgerechte Haltung des Besitzers. Ich habe mal eine junge Frau im Rollstuhl besucht, die hatte in ihrer Wohnung 3 Katzen, die ich erst gar nicht bemerkt hatte, so sauber und liebevoll war ihre Wohnung eingerichtet. Allerdings mußte sie ihre Wohnungstür immer ganz schnell schließen, damit keines ihrer Katzen auf den Hausflur lief, da sich die Nachbarn daran arg störten.

      Übrigens, hat du zwei ganz süße, bildhübsche Miezen. :p

      Ich wünsche dir viel Glück. :up

      Rita

      Vielen Dank!

      Wenn ich zB merken würde, dass da jemand wirklich gut argumentiert, dahintersteht und sich auskennt mit Katzen, dann hätte ich (wäre ich nicht sowieso mit Katzen einverstanden) spätestens dann durchaus keine Bauchschmerzen mehr, "ja" zu sagen. Wenn ich aber merken würde, ein Mieter belügt mich absichtlich, handelt absichtlich entgegen unserem Mietvertrag (Betonung auf VERTRAG = die Willenserklärung hat der Mieter auch abgegeben), und tönt womöglich noch irgendwo herum, ätsch meinem doofen Vermieter hab ichs mal gegeben da sch... ich drauf! - na schönen Dank. Wo ist die Grenze? Kann man so jemandem überhaupt noch in irgendetwas vertrauen? Hier gibts keine Wohnungsnot, es stehen viele Wohnungen leer und die Mieter haben freie Auswahl. Warum sich ohne Not die falsche Wohnung beim falschen Vermieter nehmen? Wer sowenig Einsatz bringt wenn es um die Wohnungssuche geht, wie hoch ist der Einsatz wenns um das Wohl der Katze geht? Wo ist die Grenze?

      Wenn im Mietvertrag steht, dass die Katzen nur mit Erlaubnis gehalten werden, gehe ich davon aus, dass diese Erlaubnis entweder gegeben wird
      oder aber im Falle eines Ablehnens eine gute Argumentation gegeben wird, die ich auch nachvollziehen kann. Die Vermieterin war beim Unterschreiben des Vertrages gar nicht dabei, also konnte man auch keinen fragen, ob sie eventuell Probleme mit der Katzenhaltung hat (wobei ich dachte, dass wenn man damit Probleme hat, vermerkt man dies mit einem Tierhaltungsverbot, außer Kleintiere, im Mietvertrag).
      Bei der Wohnungssuche hat man als Mieter garantiert keine freie Auswahl. Als ich mir eine passende Wohnung gesucht habe, herrschte in der Mehrzahl der Wohnungen ein Tierhaltungsverbot. In keiner der übrigen Wohnungen war Tierhaltung ohne weiteres erlaubt, d.h. man müsste ebenso um die Erlaubnis fragen.

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      Hallo Kugelblitz,

      also irgendwo finde ich dich ziemlich dreist.

      Zum einen sagst Du jetzt zwar, dass Du ausziehen würdest, würde deine Vermieterin dir kündigen.
      So ein bisschen zweifle ich einfach daran.
      So ein Umzug ist finanziell kein Papenstiel und wird auch nicht leicht sein, sollte dein neuer Vermieter mit deiner alten Vermieterin in Kontakt treten. Ich bin sicher, dass sie kaum ein gutes Haar an dir ließe.
      Insofern verbaust Du dir auch irgendwo was.

      Das Du dich dann auch noch so im Recht fühlst... na ja... Und deine Arrgumentation ist auch nicht besser, als die deiner Vermieterin.

      In unserer vorherigen Wohnung, war die Haltung von Tieren, laut Mietvertrag, untersagt.
      Die Mieter über uns hatten allerdings einen Hund.
      Nun gut, da ich auch mit Katzen aufwuchs, wollte ich natürlich irgendwann welche habe und wandte mich an meinen Vermieter.
      Da der selten da war, konnte das alles nur schriftlich von statten gehen.
      Anfangs war er dagegen, aber ich ließ mich nicht unterkriegen und schrieb ihm immer wieder. In meinen Briefen schrieb ich mein ganzes Wissen über Katzen, um ihm zu beweisen, dass sich gut um die Tiere gekümmert werden würde und welchen "Zweck" sie hatten. Ich teilte auch mit, dass sie kastriert würden und nicht zur Zucht gedacht sein. Gerne, würde ich ihm das auch mit dem Beleg einer Kastration beweisen. (Damals wusste ich noch nicht, dass ich zwei Kater haben würde ;) )
      Dann stimmte er zu, dass ich EINE Katze haben dürfe, aber da mein Freund und ich voll berufstätig waren, wusste ich, dass es unter Umständen Probleme mit der Einzelhaltung geben könnte.
      Also schrieb ich ihm wieder und listete alle Vorteile von zwei Katzen auf.
      Bald darauf stimmte er zu, aber eben nur ZWEI Katzen und keine mehr.

      Heute bin ich froh, dass wir das nur schriftlich gemacht haben.
      Am Telefon oder persönlich wären da schnell mal die Gefühle übergekocht, was sicherlich zu einem negativem Verlauf des Ganzen geführt hätte.

      Ich denke, dass Du deiner Vermieterin fairerweise vielleicht auch mal ganz in Ruhe einen Brief schreiben solltest, in dem Du deinen Wunsch nach Katzen nochmal erläuterst und ihr schriftlich vorlegst, dass Du für alle eventuellen Schäden aufkommen wirst.


      Wir sind jetzt in eine neue Wohnung gezogen und auch hier ist die Tierhaltung untersagt.
      Unseren Vermieter haben wir beim Besichtigen und dem unterschreiben des Vertrags nicht angetroffen, aber unser Makler hatte das mit ihm abgeklärt.
      Also kannst Du mir jetzt nicht erzählen, dass Du dich beim Einzug bzw. vorher darum hättest kümmern können.
      Da gibt es immer einen Weg.

      Und nur weil im Vertrag steht "nur mit Erlaubnis" heißt das NICHT, dass sie dir selbige geben MUSS.
      Vielleicht erlaubt sie einem anderen aus dem Haus Katzen und Dir nicht... wer weiß?
      Ich will dir nichts unterstellen, wirklich nicht...
      Aber vielleicht hat sie da einfach aus irgendwelchen Gründen kein gutes Gefühl bei Dir?
      Wer weiß das schon?
      Ich finde dein Verhalten einfach nur furchtbar.

      Sei froh, dass deine Vermieterin hier nicht angemeldet ist und das lesen könnte.
      Herzliche Grüße von Maika mit Loki :katzenkopf

      RE: Auf die Vermieterentscheidung bezüglich der Katzen gepfiffen

      So ein bisschen zweifle ich einfach daran. So ein Umzug ist finanziell kein Papenstiel und wird auch nicht leicht sein, sollte dein neuer Vermieter mit deiner alten Vermieterin in Kontakt treten. Ich bin sicher, dass sie kaum ein gutes Haar an dir ließe. Insofern verbaust Du dir auch irgendwo was.

      Ich habe schon geschrieben, dass ich in dieser Wohnung nicht ewig leben werde.

      Das Du dich dann auch noch so im Recht fühlst... na ja... Und deine Arrgumentation ist auch nicht besser, als die deiner Vermieterin.

      Das ist sie.

      Ich denke, dass Du deiner Vermieterin fairerweise vielleicht auch mal ganz in Ruhe einen Brief schreiben solltest, in dem Du deinen Wunsch nach Katzen nochmal erläuterst und ihr schriftlich vorlegst, dass Du für alle eventuellen Schäden aufkommen wirst.

      Mit ihr kann man nicht reden, das habe ich auch schon geschrieben.

      Wir sind jetzt in eine neue Wohnung gezogen und auch hier ist die Tierhaltung untersagt. Unseren Vermieter haben wir beim Besichtigen und dem unterschreiben des Vertrags nicht angetroffen, aber unser Makler hatte das mit ihm abgeklärt. Also kannst Du mir jetzt nicht erzählen, dass Du dich beim Einzug bzw. vorher darum hättest kümmern können.

      Ne, konnte ich nicht.

      Und nur weil im Vertrag steht "nur mit Erlaubnis" heißt das NICHT, dass sie dir selbige geben MUSS.

      Oben lesen.

      Vielleicht erlaubt sie einem anderen aus dem Haus Katzen und Dir nicht... wer weiß?

      Rechtlich nicht möglich. Dazu muss schon ein guter Grund vorliegen.

      Ich will dir nichts unterstellen, wirklich nicht... Aber vielleicht hat sie da einfach aus irgendwelchen Gründen kein gutes Gefühl bei Dir? Wer weiß das schon?

      Ja, ja, sie kennt mich ja auch so gut, wir haben uns schon tausendmal getroffen. Wenn ich ehrlich sein sollte, dann hat sie mich noch nicht einmal gesehen, denn sie hat ja keine Zeit (habe sie schon mehrmals eingeladen).

      Ich finde dein Verhalten einfach nur furchtbar.

      Klar. Im Tierheim ginge es den Katzen sicher besser. Übrigens zerstören sie hier momentan alles, ich werde sicher nichts bezahlen, denn ich bin furchtbar.

      Sei froh, dass deine Vermieterin hier nicht angemeldet ist und das lesen könnte.

      Auch wenn sie das wäre, hätte sie mich nicht erkannt, denn sie ist sicher nicht die einzige, die keine Erlaubnis für die Katzenhaltung gibt, und ich bin nicht die einzige, die Katzen ohne Erlaubnis hält.
    MietzMietz to go