Epilepsie, Levitieracetam und Unruhe!

    Bei Fragen rund um die Gesundheit Eurer Katze solltet Ihr immer einen Tierarzt befragen. Die hier geschilderten Erfahrungen und Empfehlungen stammen von Laien und Liebhabern und ersetzen niemals einen Tierarztbesuch.

      Epilepsie, Levitieracetam und Unruhe!

      Liebe Community,

      lange war ich nicht mehr hier - aber nun muss ich mich irgendwo loswerden.
      Vor einer Woche waren wir für 4 Tage verreist. Am Sonntag Abend kamen wir nach Hause und unser 2-jähriger Kater Bazi hatte plötzlich so einen "Aussetzer", er fing an zu sabbern, immer stärkeres Speicheln und zog die Nase kraus, seine Gesichtsmuskeln zuckten, der Speichel zog sich in Fäden nach unten und dann nach ca 30 Sekunden war plötzlich wieder alles normal. Das Gleiche zeigte er ca. 1,5 Stunden später noch einmal. Ich dachte an ein Zahnproblem, Übelkeit o.ä. und bin gleich am nächsten Tag mit ihm zum TA. Bis dahin zeigte er noch 2x solche Sabber-Anfälle, einen konnte ich aufnehmen und der TA zeigen - verdacht auf Zahnprobleme, Übelkeit weil etwas falsches gefressen oder möglicherweise ein fokaler epileptischer Anfall - diese Vermutung war schon etwas niederschmetternd.
      Bazi bekam eine Spritze gegen Übelkeit, das sollte mind. 24 Stunden wirken, doch schon 12 Stunden später fing er wieder an zu sabbern, diesmal nur ganz wenig und kurz. Den ganzen Dienstag war ich auf Google & Co. unterwegs, und die Symptome die er zeigte, inzwischen auch verändertes, ängstliches und schreckhaftes Verhalten, sowie tiefes Maunzen aus der Brust, übermäßiger Appetit und Unruhe lasen sich immer mehr wie die Symptome bei Epilepsie. Ich sah mir auf Youtube Videos von epileptischen Anfällen bei Katzen an und fand es furchtbar mitanzusehen. Abends als mein Mann zu Hause war passierte es - Bazi fing wieder an zu sabbern, aber es hörte nicht mehr auf, wurde schlimmer und plötzlich fiel er zur Seite um und krampfte am ganzen Körper. Es passierte, das was ich in den Videos gesehen hatte, es passierte wirklich gerade in diesem Moment. Ich versuchte so gut es ging ruhig zu bleiben, beruhigend zu Bazi durchzudringen und als er plötzlich wieder "da" war, ihm ein wenig aus seiner Verwirrung zu helfen. Es war so schlimm, ihn so zu krampfend zu sehen und nichts tun zu können, als diese Sekunden abzuwarten, was einem vorkam wie endlose Minuten.
      Wir sind sofort nach dem Anfall zu unserer Tierärztin, nur 10 Minuten entfernt und bekamen Diazepam rektal für die folgende Nacht für den Fall eins erneuten Anfalls mit, und eine Überweisung in eine neurologische Tierklinik. Wir fuhren direkt weiter dort hin, Bazi war in seiner Box inzwischen eingeschlafen. Dort wurde er dann für 24 Std. stationär aufgenommen, neurologisch untersucht, Blutbild und Röntgen gemacht um organische Sachen auszuschließen. Die Ärztin wollte dann auch direkt noch eine Erlaubnis fürs MRT und evtl. Entnahme von Hirnflüssigkeit. Ich sprach sie auf das Risiko einer Narkose von Epilepsie-Patienten (das man überall lesen kann) an, was sie völlig abtat. Meine normale Tierärztin wollte ihn ohne Blutbild nicht in Narkose legen, und hier in der Klinik wird das so völlig abgetan, als gäbe es kein erhöhtes Risiko. Dieses Verhalten und der Preis von 1500,- € hielt uns von einem MRT ab, zumal uns nicht einmal gesagt werden konnte, welchen Unterschied ein MRT in der Therapie machen würde. Für einen Tumor hielten sie ihn zu jung, somit hätte man nur feststellen können, ob es von einer Entzündung oder von Geburt an kommt. Oder aber auch gar nichts, weil einfach nichts zu sehen war. Außerdem wollte ich Bazi den gleichen Stress wie vor einem Jahr beim CT nicht noch einmal antun. Damals kam er völlig traumatisiert aus der Klinik nach Hause und war tagelang nicht wieder zu erkennen, nach 3 Tagen hatte er damals das erst mal wieder richtig geschlafen... Nicht noch einmal ehrlich, gerade wenn Stress und Aufregung vermieden werden sollte!
      Seit Mittwoch abend ist er nun wieder bei uns, bekommt im 8-Stunden-Takt eine halbe Tablette Levitiracetam und hatte seither keinen Anfall mehr.
      Offenbar schmecken die Tabletten so grauslig, dass der Würgereiz ausgelöst wird, wenn er den Geschmack in den Mund bekommt. Die ersten 2 Tabletten waren ein Kampf, aber jetzt geht es indem man ihm den Kopf stark zurückdrückt und die Tablette ganz weit hinten in den Mund schiebt, so dass der Schluck-Reflex ausgelöst wird und er praktisch gar nichts davon schmeckt. Das ist im großen und ganzen stressfrei. Allerdings ist der 8-Stunden-Takt wirklich eine Herausforderung, denke man nur einmal daran, dass man etwas unternehmen möchte. Unter der Woche geht es, da mein Büro zu Hause ist und Bazi unser Bürokater ist, aber lassen wir es einmal Sommer oder Wochenende werden.

      Gibt man die erste Tablette morgens 6 Uhr, muss um 14 Uhr die nächste Gabe erfolgen. Unter der Woche kein Problem, aber macht man einen Ausflug, Skifahren, Motorrad-Tour o.ä., dann braucht man um 14 Uhr nach der Eingabe eigentlich nicht mehr losfahren und bis 14 Uhr ist man aber nicht wieder zu Hause.
      Nimmt man das nächste Szenario, die Eingabe morgens um 8 Uhr, dann hätte man wenigstens Zeit bis 16 Uhr, evtl sogar 17 Uhr, wenn man es etwas zieht, nur dann die nächste Eingabe um Mitternacht oder eben 1 Uhr morgens. Das finde ich schon heftig, wenn man am nächsten Tag dann wieder um 6 Uhr morgens raus muss.
      Und im Sommer, wenn er auf Streiftour ist, dann wirds eh nochmal problematischer. Momentan können wir die Katzenklappe ganz gut abschließen, aber das wird sich noch ändern, dann gibts Krawall, weil er raus will.

      Leider ist er zu seinem Kumpel Lauser seit dem Klinik-Aufenthalt ganz unmöglich. Lauser darf nichts machen, ständig will Bazi ihn "weg haben" egal wo er gerade sitzt, maunzt ihn verärgert an und lässt ihn noch nicht mal in Ruhe trinken oder schlafen. Heute Nacht war das wirklich schlimm, Lauser ist zu mir ins Bett geflüchtet und Bazi meinte, er müsste da mit Lauser an meinen Füßen unten raufen. Ständig das Gemaunze und Geschimpfe von Bazi und das Schlimme ist, er kann noch nicht mal was dafür!
      Der steht so unter Strom, dass er fast noch nicht mal Zeit hat, in Ruhe zu fressen. Tigert durch die Räume wie ein eingesperrtes Raubtier, obwohl er jederzeit raus könnte. Sobald Lauser in Sichtweite ist, wird der dann schikaniert. 2 Stunden nach der Tablette wird er dann so müde, dass er sich völlig letargisch in sein Bettchen legt. Da ist er dann erst mal ausgenockt für ca. 1 Stunde und dann kommt langsam der alte verschmuste und verkuschelte Bazi zum Vorschein. 2-3 Stunden vor der nächsten Eingabe fängt die Unruhe wieder an. Streicheln mag er fast gar nicht mehr, Spielen auch nicht, viel zu unruhig und unkonzentriert, der Klinikaufenthalt und die Tabletten setzen ihm echt zu.

      Heute morgen habe ich noch einmal mit der Klinik telefoniert und Bedenken geäußert, dass die Unruhe vielleicht eine Nebenwirkung sein könnte, kann man ja auch nachlesen. Die Antwort war dann, da müsste man erst weitere Diagnostik (=MRT) machen, um dazu was sagen zu können. Auf keinen Fall mit den Tabletten aufhören oder weniger geben, wenn dann eher mehr. Ich meinte dann, wenn es aber doch eine Nebenwirkung ist, dann würde sich bei einer höheren Dosis die Unruhe aber doch noch verstärken. Wieder hieß es nur "weitere Diagnostik", am besten gleich in 1,5 Wochen. Es widerstrebt mir sehr, dass man hier so auf ein MRT gedrängt wird, was am Ende ja doch nichts außer VIELLEICHT eine Ursache bringt, die jedoch nicht anders therapiert wird.
      Sollte es sich doch um einen Gehirntumor handeln, würden wir diesen nicht operieren lassen. Was ändert ein MRT dann, nur weil man jetzt weiß, woher es kommt?! Mich wundert es schon, dass weder Urin, noch Kot, noch Schilddrüsenwerte oder Gallenserum untersucht wurden, was so leicht gegangen wäre, da er ja 24 Std bei ihnen war. Da heißt es nur das ist alles sekundär interessant, viel wichtiger wäre das MRT. Verstehe das nicht, kommt mir sehr stark vor wie reines Profitdenken von der Klinik.

      Puh - vielleicht hat jemand meinen langen Text bis hier hin geschafft, und vielleicht hat jemand Erfahrungen mit Levitiracetam als Monotherpie. Es soll besser verträglich sein als Phenobarbital und sich schneller einstellen lassen, auch die Sedierung soll wesentlich weniger sein und joa, soweit ich das sehen kann gibt es kaum Sedierung, viel mehr Unruhe...

      In einer Studie von 2011 wurde Bezug auf die Lebenserwartung von Katzen mir Epilepsie genommen.
      Von 17 Katzen wurden 5 während Anfällen eingeschläfert, 8 lebten noch durchschnittlich ca. 400 Tage (60-900) und 4 leben noch heute.
      Wie war/ist das bei euren Epi-Katzen, wie alt waren sie, als es anfing?
      Haben sie sich verändert oder sind sie wieder "die alten" geworden?
      Wie lange hat die Rückkehr zum alten Wesen gedauert?
      Wie alt wurden sie und woran sind sie gestorben?

      Man muss sich bei dieser Krankheit auf so viele Ungewissheiten einlassen, darum versuche ich nun wenigstens ein paar "Eckdaten" zu bekommen. Ich hoffe ihr könnt ein bisschen was dazu schreiben.

      Danke und viele viele Grüße,
      Susi
      Puh! Das ist ein seeeehr langer Text, aber auch sehr ausführlich. :-) Das ganze kommt mir, so wie du es beschreibst, schon auch sehr eigenartig vor. Ein Blutbild wurde ja gemacht und scheint unauffällig gewesen zu sein, da du dazu nichts geschrieben hast?
      Klar kann man ein MRT machen lassen, aber wie du schon schreibst, es gibt dir vielleicht eine Antwort. Vielleicht auch nicht.
      Mit den Medikamenten hab ich leider wenig Erfahrung und kann dir nix dazu sagen.
      Leben ist das was passiert während du planst :8

      Dany, Lilly und Hildegard

      unvergessen meine geliebten Fellnasen :stern AllyMcCat, :stern Attila :stern Cleopatra :stern Sheila :stern Felix :stern Molly :stern Strolchi
      Und natürlich auch :stern Nymphensittich Cinderella die mein Leben 21 Jahre lang begleitet hat :kerze1:
      Vielen lieben Dank für eure Antworten - bei der Facebook-Gruppe bin ich schon aufgenommen :-)

      Ja richtig, das Blutbild hat keine Auffälligkeiten gezeigt, auch bei den neurologischen Tests war alles wunderbar.

      Heute Nacht bzw. Vormittag ging es schon etwas besser, er steht nicht mehr so extrem unter Strom. Also nicht mehr auf 180 sondern nur noch 140 oder so...
      2 Stunden nach der Medi-Gabe ist er total ausgenockt und schläft, gestern wollte er nach dem Schlafen dann auch mal Kuscheln und er hat wieder geschnurrt. Vielleicht bin ich auch einfach zu ungeduldig.
      Hallo Susi,

      ich hab mir Deinen ganzen Bericht durchgelesen.

      Ich hab leider eine Katze mit epileptischen Anfällen. Das ganz fing am 27.02.2018 in der Nacht an.

      Ich habe hier eine Geschicht rein kopiert, diese habe ich in einem anderem Forum bereits verfasst, da mich einfach ein paar Erfahrungen von anderen Katzenbesitzern interessieren....

      Leider ist auch meine Geschichte etwas länger.....

      Hallo Ihr Lieben!

      Meine kleine Sabrina - ist etwa 4 Jahre alt, hat seit 27.02. in der Nacht eptileptische Anfälle. Am 28.02. sind wir dann zum Tierarzt gefahren. Ein großes Blutbild wurde gemacht und wir wurden einer neurologischen Tierklinik verwiesen um ein MRT zu machen. Wir haben Gott sei dank gleich für den 02.03. einen Termin erhalten. Die Anfälle wurden immer häufiger. Gott sei Dank wurde auch ich gleich vom Büro freigestellt um mich um die kleine zu kümmern.
      Am 02.03. waren wir in der Tierklinik. Ihr wurde dann Gehirnflüssigkeit abgenommen und das MRT gemacht. Rausgekommen ist "nur", dass sie einen angeborene Fehlbildung im Gehirn hat. Es betrifft die Gehirnhälften, die eine ist normal und die andere ist kleiner, dadurch ist mehr Flüssigkeit rund um das Gehirn, aber Gott sei Dank bleibt die Flüssigkeit immer gleich und wird nicht mehr.
      Sie hatte nach den Eingriffen in der Praxis mehrere Anfälle. Sabrinchen wurde mit einem Dauertropf und einer Menge Medikamenten ruhig gestellt. Seit Dienstag 06.03. hatte sie keinen Anfall mehr und gestern durften wir sie abholen. Klar ist sie noch von den Medikamenten sehr neben sich, aber sie kennt uns schon wieder. Die Tabletteneingabe funktioniert super. Sie bekommt die Lumialetten (ich hoffe ich schreibe das richtig) alle 12 Stunden.

      Jetzt haben wir noch einen weiteren Mitbewohner - den Lucky. Lucky war von Anfang an sehr scheuer Kater. Über die Jahre, ich hab die beiden nun 2,5 Jahre, hat er sich zu einem verschmusten Prachtkater entwickelt. Die besten Freunde waren Lucky und Sabrinchen nicht, haben schon immer wieder mal mitsammen gespielt, aber es war auch anders, aber ich sage sie haben sich akzeptiert. Lucky war jetzt die eine Woche bei uns zuhause alleine wie Sabrinchen in der Klinik war. Lucky ist so derart aufgeblüht. Sabrinchen hat normalerweise die "Hosen" an. Wie das jetzt nach den ganzen Medikamenten ist, werden wir in der nächsten Zeit sehen.
      Gestern als wir nachhause gekommen sind, hab ich Sabrina´s Korb geöffnet, Sabrina blieb brav liegen, eh klar sie konnte sich noch nicht wirklich bewegen. Lucky kam dann mal zum Korb und schnupperte Sabrina an. Gestern Abend als Sabrina dann schon etwas sich wieder in der Wohnung zurecht gefunden hat, hat das Lucky gar nicht gefallen, er fauchte und "knurrte", da wusste ich, ich muss sie voerst trennen. Hab meinen und Sabrinchens Schlafplatz im Wohnzimmer eingerichtet und Lucky hatte mit meinem Lebenspartner den Rest der Wohnung. Lucky ist auch auf mich los gegangen, als ich ihn nehmen wollte und ihn vom Wohnzimmer raus bringen wollte.

      Nun meine Frage, habt Ihr damit Erfahrung mit zwei Katzen? Ich denke mal das sich auch Lucky wieder beruhigen wird, wenn sich Sabrina wieder "normal" bewegt ohne wanken und vorallem wenn der Duft des Tierarztes von ihr verschwunden ist.

      Ich danke Euch schon mal für Eure Rückmeldung.

      Ganz liebe Grüße

      Rosi mit Lady Sabrinchen und Sir Lucky
      -------------------------------

      Sabrinchen hat soweit alle Untersuchungen gut überstanden.

      Wie geht es Deiner Katze heute?

      LG Rosi
      Erstmal herzlich Wilkommen hier bei uns Rosilein. :wink

      Rosilein schrieb:

      Sie bekommt die Lumialetten (ich hoffe ich schreibe das richtig) alle 12 Stunden.


      Luminaletten ;) Also fast richtig! Luminaletten sind eins der gängigsten Mittel zur Behandlung von Epilepsie bei Katzen und im allgemeinen einigermaßen gut verträglich. Wichtig ist, wie du es ja schon machst, sie in einem regelmäßigen Abstand zu geben und davon nicht all zu sehr abzuweichen.

      Was das Verhalten von Lucky betrifft, so ist das leider häufig der Fall wenn eins der Tiere Anfälle hat. Ich habe auch eine Epikatze. Auch bei uns ist es von Anfang an eher ein tolerieren, als Liebe. Meine Mädels kommen gut miteinander klar, aber gemeinsame Kuschelaktionen gibt es nicht. Wenn nun mein Hildchen einen Anfall hat, reagiert Lilly unterschiedlich. Am Anfang als Hildchen zu uns kam, war es eher Neugierde, fast ein bisschen als würde sie Hildchen bewachen während des Anfalls. Inzwischen kommt es vor, dass Lilly zwar hin geht, aber Hildchen während des Anfalls auch einmal haut. :( Ich denke der Anfall macht ihr einfach Angst und deshalb reagiert sie so. Dein Lucky reagiert wahrscheinlich ähnlich. Sabrina riecht anders. Sie kommt direkt vom TA und das verändert ebenfalls ihren Geruch. Aber ich denke auch die Tabletten verändern sie. Lucky reagiert darauf. Das ganze scheint noch ziemlich frisch zu sein, wie du schreibst. Die beiden hatten also noch nicht die Gelegenheit sich an die veränderte Situation zu gewöhnen. Ich würde das ganze erst einmal beobachten. Den Beiden Zeit geben. Wenn sich das Verhalten von Lucky gegenüber Sabrina verschlechtert wäre evtl auch eine räumliche Trennung nicht das schlechteste. So wie du es ja nachts ebenfalls schon tust.
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      Lieben dank für die antwort. Wie alt ist deine Katze? Seit wann hat sie diese krankheit?

      Bei uns hat alles am 27.2. In der nacht angefangen, davor war sabrina eine aufgeweckte verschmuste katze und wahnsinnig auf Menschen bezogen. Heute ist so schon viel fiter, was auch heisst das sie wieder auf die couch und co springt. Runter hüpfen geht noch nicht, da hat sie noch zu wackelige füsse. Jetzt hab ich sie zu ihrer eigenen Sicherheit in die küche gesperrt, da kann sie nirgends rauf, da wir heute abend für 2 bis 3 stunden weg müssen. Davor gibt's noch die Tablette, dann schläft sie eh. Wenn ich wieder da bin, kommt sie wieder zu mir auf die couch zum knuddeln.
      Ja ich hoffe das Lucky und sabrina wieder miteinander können. Heute hat die kleine den lucky so angefaucht.

      Ich wünsch euch einen schönen Abend und vielen dank nochmals für die lieben worte. Lg rosina
      Wie alt meine Hildegard ist kann ich dir leider nicht sagen. Geschätzt irgendwo zwischen 5 und 10 :sehnix Je nachdem welchen TA man fragt. Hildchen kam als Fundkatze/Pflegekatze zu mir und ich kann über ihr früheres Leben nur spekulieren. Mein Verdacht ist dbzgl., dass sie die Anfälle schon länger hat und deswegen ausgesetzt wurde, da sie so für die Zucht unbrauchbar war. Das ist aber nur eine mögliche Variante. Die zweite, die mittlerweile ebenso wahrscheinlich ist, ist das sie aus einem Haushalt stammt, indem das Frauchen gestorben ist und sich über Jahre niemand mehr um die Tiere kümmerte, bis man endlich darauf aufmerksam wurde. Also ebenso wahrscheinlich das sie eine Inzuchtkatze ist. Man muss vielleicht dazu sagen, dass Hildchen eine Qualzucht-Perser ist, ohne wirkliches Gesicht und mit jeder Menge Baustellen. Von daher sicher nicht zu vergleichen mit deiner Sabrina.
      Das Sabrina so wackelig ist, kann natürlich auch von den Lumis kommen. Die Nebenwirkungen dieser Tabletten sind nicht ganz ohne und nicht zu unterschätzen. Du darfst dich auch nicht zu sehr wundern, wenn Sabrina so eine kleine Wesensänderung durchmacht. Auch das kann vorkommen. Aber oft gibt sich das im Laufe der Gewöhnung. Bei Menschen sagt man, es dauert ca. 4-6 Wochen bis sich ein Antiepileptikaspiegel aufgebaut hat. Ich denke bei Katzen wird es sich ähnlich verhalten.
      Was ich in meiner Zeit mit Hilde gelernt habe ist, alle möglichen Verletzungsrisiken so weit wie möglich zu beseitigen. So ist z.b. extra für sie nun ein Teppich vor der Couch, auf der sie die meiste Zeit schläft, wenn ich weg gehe liegen da auch große Kissen. Sämtliche spitze Ecken von Möbeln werden ausser Reichweite gestellt. Z.B. Couchtisch steht immer weit weg von der couch, da die Ecken zu gefährlich sind, sollte sie einen Anfall haben während sie auf der Couch schläft usw. Man kann nie alle Risiken vermeiden, aber man kann versuchen sie so gering wie möglich zu halten.
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      Ich möchte mich hier einmal zurück melden - danke für die Antworten nochmals.

      Bazi war nach der Klinik drei Tage anfallsfrei und auf Levetiracetam eingestellt. Die Gabe bringt uns wirklich an die Grenzen, das 8-Stunden-Intervall ist kaum praktikabel und wenn man um 22 Uhr kaputt und übermüdet ins Bett fällt graut einem schon wieder, wenn man 8 Stunden später raus muss. Am Abend des 3. Tags zu Hause fing Bazi wieder an, zunächst ganz unmerklich und nur vllt. 10 Sekunden lang "Gespenster" zu sehen. Am 4. Tag waren die Anfälle wieder da, kürzer (~ 30 Sek.) und nur fokal, und Bazi fand sich etwas besser damit zurecht, allerdings war im Lausers Gesellschaft plötzlich sehr wichtig. Keine Agressionen mehr, keine Pöbeleien. Bazi ist ängstlich und verwirrt und man könnte meinen froh, dass er seinen Katzenkumpel hat. Lauser macht das alles super, er unterstützt Bazi, geht mit ihm zusammen überall hin und spielt auch vorsichtig mit ihm. Er war in den ersten Tagen wirklich sehr gutmütig und es gab seinerseits kein Gefauche und gar nichts.

      Insgesamt wurde Bazi aber total anders. Er hörte überhaupt nicht mehr, war nicht mehr ansprechbar und nur noch ganz selten "der Alte".

      Am Dienstag - 1 Woche nach der Klinik, hatte er 4 Anfälle und wir gaben ihm Diazepam rektal, weil wir die Serie unterbrechen wollten. Da er bei Bewusstsein war, da nur fokale Anfälle, sträubte er sich sehr und wir konnten das Diazepam nur 2 Minuten in ihm drin behalten - danach wars im KaKlo. Eigentlich sollte das schon wirken nach 2 Minuten, aber gebracht hat es null, er war total getrieben, unruhig und rastlos.

      Meine TÄ meinte, wir sollen die Anfälle beobachten und zusätzlich bekamen wir Luminaletten alle 12 Stunden. Das war vergangenen Mittwoch. Am Donnerstag nur 2 Anfälle, nur dann am Freitag 6, Samstag 5 und Sonntag 8. Bis heute, Montag morgen waren es 4 und ich brachte Bazi zur TA stationär, damit er Diazepam intravenös bekommt und unter Aufsicht steht, zu Hause mit Bazi ohne Auto, das war mir zu heiß!

      Jetzt sitzt er dort stationär in der Box und ich fühle mich schrecklich!
      Sein Klinik-Aufenthalt vor 1 Jahr war traumatisierend für ihn. Er war 3 Tage dort wegen einem Wirbelbruch mit -Luxation u. schwerem Muskeltrauma (Unfall mit Gartentor). Nachdem er 41° Fieber bekam und sich die Leute dort nicht mehr zu helfen wussten, haben sie ihn unter den Wasserhahn gesetzt. Danach nahmen wir Bazi nach Hause - da hat er 3 Tage nicht geschlafen weil er so durch den Wind war und Angst hatte, dass wir nicht mehr da waren, wenn er einschlief und wieder aufwachte.

      Ich bin verzweifelt, wir können einfach nichts machen! Kein Medikament zeigt Wirkung, bzw. es dauert zu lang mit dem Spiegel.
      Die TÄ macht uns auch wenig Hoffnung, meint, dass das Diazepam wohl nicht helfen wird, wenn weder Levetiracetam noch die Luminaletten Wirkung zeigen. Wobei letztere ja eben noch 1,5-2 Wochen brauchen für den Spiegel.

      Wieder in die Klinik mit Narkose ist halt auch besch... weil lange Fahrt und Stress und unsre Nerven sind eh schon blank.
      Dauernd beobachtet man, hört mit einem Ohr hin, wenn man im Bett liegt, ob er nicht schon wieder einen Anfall hat. Dann ständig die Tabletten, 6,10,14 und 22 Uhr - das kann doch so nicht sein. Andere bekommen das doch auch geregelt?!

      Sorry für den langen Text, aber vielen Dank! Ich musste mir das von der Seele schreiben!
      Ja, es tut gut, sich mal alles von der Seele zu schreiben :drdich das ist in der Tat wirklich sehr viel was Du / Ihr zur Zeit leistest und trägst. EIn kleiner Lichtblick ist es bestimmt, dass Lauser seinen Kumpel auch mit unterstützt :heilig

      Leider kann ich nicht viel mehr machen und sagen, als Dir viel Kraft zu wünschen
      :dadr: und dem Bazi, dass es endlich weniger Anfälle werden :dadr: :love:
      :herz
      "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

      Hallo Ihr Lieben!

      @AllyMcCat:
      das ist ja ein schlimmer Verdacht was Du betreffend der Herkunft von Hildegard hast (übrigends ein ganz süsser Name :-)

      Ja die Wackeligkeit kommt von den Medikamenten, aber es wird bei Sabrina von Tag zu Tag besser. Seit gestern ist sowieso wieder sehr flott unterwegs, das rauf und runter hüpfen klappt schon fast so gut wie früher, seit gestern geht auch eben das runter hüpfen nahezu perfekt. Ja die erste Wesensveränderung haben wir bereits - sie faucht den Lucky an - auch nur wenn sie ihn erahnt, der Arme. Wenn ich sie dann hoch nehme dann knurrt und faucht sie mich an. Aber da sie von Haus aus ein extremst gutmütiges Tier ist, tut sie mir natürlich auch nichts, Lucky sowieso auch nicht, aber er hat halt Angst vor ihr.

      Hatte Deine Hildegard noch Anfälle seitdem sie auf Tabletten eingestellt ist? Sorry falls ich es überlesen habe.

      Ich habe auch am Tag bevor wir in die Tierklinik gefahren sind alles abgesichert. Sie hat bei einem Anfall zuvor leider 2 Krallen verloren. Dann hab ich alles so sicher wie möglich gemacht. Den Couchtisch hab ich auch schon weit weg geschoben, da Sabrina da immer wieder rauf will, herkömmliche Ecken hat der nicht, die sind abgerundet, aber trotzdem ist es Holz und hart.
      Das mit dem Teppich und den Kissen ist ein sehr guter Tipp!!!!

      @susi1600

      Da fühle ich mit, das ist ja wirklich fast unlösbar - alle 8 Stunden Tabletten eingeben. Es ist so arg, dass dann obwohl es die Tabletten gibt, trotzdem Anfälle kommen.

      Das ist so arg!!!! So viele Anfälle hatte der kleine Kerl!!!! Mein Gott, das tut mir so leid. Ich fühle soooo mit. Nicht nur, dass die Anfälle für die Tiere sehr gefährlich sind, ist auch sehr kräfteraubend für uns Menschen. Ach ihr tut mir so leid.

      Meine Sabrina hatte nach der Narkose (MRT und Gehirnflüssigkeitsabnahme) einige Anfälle beim TA gehabt, obwohl sie ihr während der Narkose Valium gegeben haben und noch ein Mittel über die Vene. Daher wurde ihr laut Aussage des Tierarztes die Höchstdosis an Mediemanten gegeben. Seitdem hatte sie keinen Anfall mehr. Ich hab sie jetzt seit 08. März zuhause. Ich war zwar sehr schockiert als ich erfahren habe, dass sie ruhig gestellt wurde, hatte sie am Freitag vormittag dort gelassen und erst am Montag drauf mit der Klinik sprechen können. Also hatte ich keine Wahl, obwohl die Tierärzte ja die Spezialisten sind. Aber ich war sehr schockiert über das Vorgehen, kenne mich aber auch damit zu diesem Zeipunkt gar nicht aus.

      Ach der Arme Kerl, auch noch einen Wirbelbruch letztes Jahr.... und dann diese Vorgehensweise mit dem Wasserhahn.... furchtbar!!!!

      Ich hab mir gerade die Rechnung der Tierklinik rausgesucht, da ich mich nicht auskenne was welcher Mittel ist was meiner Sabrina gegeben wurde, liste ich es Dir einfach so mal auf.

      Midazolam 1 Ampulle á 1 ml - mehrmals auf der Rechnung
      Dotarem 1 ml
      Sterofundin 1000 ml
      Luminal Injektionslösung 1 Ampulle
      Injektion s.c/i.m. Hund/Katze (GOT 5044aa) mehrmals auf der Rechnung
      Injektion (Z) (GOT 504 g) mehrmals auf der Rechnung

      Vielleicht hilft Euch das irgendwie bzw. dem Tierarzt. Wie gesagt ich kenne mich nicht aus, aber bei meiner Sabrina hat es zumindest bis heute früh geholfen.
      Wenn Du willst kann ich Dir auch gerne die Rechnung senden, falls Du beim TA das genau vorlegen willst.

      Bei uns hat es geheissen, wenn sie über die Vene das Mittel (Luminaletten) bekommt, ist nach rund 4-5 Tagen die Wirkung eingetretten. Mit Tabletten Eingabe dauert es bis das die Wirkung da ist etwa 10-14 Tage.

      Ich wünsche Euch alles Gute und bitte schreib Dir alles von der Seele. Ich kenne das von mir, das hilft ungemein!!!!

      Ich möchte mich nochmals für die Unterstützung bedanken!!! Sehr lieb von Euch!

      Wünschen allen 4- und 2-Beinern alles Gute!!!

      LG Rosina samt Lady Sabrinchen und Sir Lucky
      @susi1600 Das alles hört sich furchtbar an :traurig Ich weiß ebenfalls nicht recht was ich schreiben soll.
      Einerseits ist mir die Verabreichung von Diazepam rektal nur bekannt bei Grand mal Anfällen, aus denen der Patient gar nicht mehr raus kommt. D.h Anfällen mit Bewussseinsstörung und heftigen Krämpfen. Dies rektal zu verabreichen, während der Patient bei Bewusstsein ist, ist mir bisher so nicht bekannt. Kann mir vorstellen das Bazi das nicht witzig fand. :sehnix
      Die Luminaletten hat Bazi dann nur für 5 Tage bekommen oder? Levitieracetam wurde für die Zeit wieder abgesetzt? Du schreibst ja selbst, die Medikamente brauchen eine Zeit bis sie wirklich wirken und der Patient richtig eingestellt ist (Ich schreibe Patient, weil das bei Mensch und Tier gleich ist) Er hat jetzt in knapp 2 Wochen schon 2 verschiedene Antiepileptika + Diazempam intus. Das ist für keinen Körper leicht zu verkraften und ein wirklicher Spiegel kann sich natürlich auch nicht aufbauen.
      Er ist jetzt in der ersten TK oder? Nicht in der die das MRT machen wollte?
      Ich wünsch euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit und hoffe das Bazi sich erholt, eine Ursache gefunden wird und er gut auf Medikamente eingestellt wird. Kann mir vorstellen wie ihr euch gerade fühlt. :( Für Bazi :dadr:

      Rosilein schrieb:

      Hatte Deine Hildegard noch Anfälle seitdem sie auf Tabletten eingestellt ist?


      Keine Sorge, hast nix überlesen. Hildchen bekommt keine Tabletten. Sie ist da nocheinmal ein ganz anderer Fall. Das ist eine extra Geschichte. :ko Hildchens Anfälle kommen immer im Tiefschlaf. Aufgrund ihres Qualzucht-Gesichts liegt bei ihr die Vermutung nahe, das es sich um eine Art Schlafapnoe handelt. D.h. sie bekommt im Tiefschlaf nicht mehr genug Sauerstoff, was die Anfälle auslöst. Leider kann man dagegen nichts machen, da selbst eine erweiterung der Nasenlöcher nichts bringen würde, da dahinter einfach auch alles viel zu eng und winzig ist. Zudem kam sie schon mit einem chronischen Schnupfen zu mir, der ihr von ihrem Abenteuer bei -18 Grad an der Autobahn blieb, wo sie damals gefunden wurde. Zudem reagiert sie auf jede Art von Medikament sehr extrem und verträgt die Tabletten nicht, bzw. ganz schlecht.
      Leben ist das was passiert während du planst :8

      Dany, Lilly und Hildegard

      unvergessen meine geliebten Fellnasen :stern AllyMcCat, :stern Attila :stern Cleopatra :stern Sheila :stern Felix :stern Molly :stern Strolchi
      Und natürlich auch :stern Nymphensittich Cinderella die mein Leben 21 Jahre lang begleitet hat :kerze1:

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    MietzMietz to go