EIN TRAURIGES HALLO

      EIN TRAURIGES HALLO

      Hallo!

      Ich bin Anja und komme aus Österreich.
      Mit 2 Kindern, einem Mann und 5 Katzen bin ich eigentlich rund um glücklich - bis auf die vielen Haare überall im Haus ...

      Ich will euch eine kurze und traurige Geschichte erzählen.

      Eigentlich habe ich schon mein ganzes Lebenlang immer Katzen gehabt. Ich glaubte auch, ihre Sprache etwas zu verstehen. Selbstgerechter Mensch ich. Leider wurde ich heute eines Besseren belehrt.
      Seit ca. einem dreiviertel Jahr gab es bei uns einen Streuner. Er kam immer zum Kompost und fraß sich dort satt, auch bei allen Nachbarn. Vor ca. drei / vier Wochen kam er zu unserer Küchentür und wartete dort. Da es gerade geschneit hatte, dachte ich, er hätte Hunger und stellte ihm was zu fressen raus. Er kam dann jeden Tag, mehrmals, fraß und ging wieder. In den letzten Tagen zitterte er und hatte eitrige Augen.

      Gestern haben wir dann den Katzentransportkorb mit Futter rausgestellt und konnten ihn tatsächlich einfangen. Wir sind mit ihm zum Tierarzt gefahren, der feststellte, dass er stark unterernährt war, seine Vorderpfoten degeneriert und entzündet und er natürlich stark vermilbt und parasitiert war. Wir sollten ihn drinnen behalten und aufpäppeln und nicht mehr raus lassen - einstweilen. Er kam bei meiner Schwägerin unter, weil sie Platztechnisch besser ausgestattet war.

      Er fraß aber nicht. Heute blutete er stark aus dem Mund und sie fuhr mit ihm zu ihrer Tierärztin. Diese diagnostizierte ein Nierenversagen und musste ihn einschläfern.

      Nun bin ich total traurig. Ich habe seine Hilfesuche nicht erkannt, einfach gedacht, dass er Hunger hat und ihm zu fressen gegeben und mich dabei gut gefühlt. Nun fühle ich mich schlecht, überheblich und unendlich traurig. Vielleich hätte man ihm or drei/vier Wochen noch helfen können.

      Naja, das ist meine Geschichte.

      Ganz liebe und traurige Grüße

      Anja :kerze1:
      Anja :drdich ,
      ich glaube nicht, dass "überheblich" die richtige bzw.zutreffende Vokabel ist. Du hast ja Überlegungen angestellt, warumer jetzt zur Küchentür kam.
      Mit die weltbesten Krankheitsverstecker sind leider die Fellnasen, erst recht wenn sie draußen als Streuner unterwegs sind. Aber als du bemerkt hast, dass was im Busch ist, hast du sofort gehandelt. Du kannst nichts dafür, dass Hilfe nicht mehr greifen konnte.
      Du und deine Mutter habt ihm ein "elendes Dahinscheiden" erspart und beim letzten Schnaufer ist er liebevoll von euch begleitet worden.
      Ich bin mir sicher, dass er euch, wenn er sich auf seiner Wolke eingerichtet hat, ein Zeichen schicken wird, dass es ihm gut geht und er euch dankbar ist.
      :kerze1: für dich, kleiner Kater, run free! Hier hast du einen Platz gefunden und wirst nicht vergessen werden.
      Liebe Grüße Zaubermaus Daria :love: , Clown Stanley :love: & noch Fauchi Chenoa :love: + Dosi Gudy
      Patentante von Hibbelchens Thilly von Elbflorenz :herz , Iwons Moriah :herz , Kathi & Kaya vom KatzenTRaum :herz & BiBoKas Kaspar :stern
      Merlin im Herzen
      Im Zauberland mit den "Drei Taskalis" Daria, Stanley & Chenoa
      Was für eine traurige Geschichte. :(( Aber hinterher ist man eben immer schlauer.

      Ich würde mir auch Vorwürfe machen, aber wer kennt schon DEN anderen Ausgang der Geschichte. Und wer weiß schon, ob er überhaupt zu retten gewesen wäre ... :?

      Lass' Dich nicht zu sehr davon runter ziehen. :drdich Vielleicht hat es ja sogar einen Sinn, dass Du diese Erfahrung machen musstest ...

      Gruß
      ^..^___/`

      „Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.“ Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
      "A black cat crossing your path signifies that the animal is going somewhere." Groucho Marx (1890 - 1977)