Katzen (und andere Haustiere) im Alter

      Es sagt sich halt immer leicht "Das ist nichts für mich" - aber vermutlich kann man sich das ab einem gewissen Punkt gar nicht mehr aussuchen. Mit genügend Geld (was wie gesagt spätestens in meiner Renten-Generation die wenigsten haben werden) kann man sich zwar eine Rundum-Versorgung Zuhause organisieren - vorausgesetzt, es passt baulich überhaupt. (Stichwort Einliegerwohnung / Barrierefreiheit...) Und DAS müsste man halt beizeiten, sprich: BEVOR z.B. Treppen ein Problem werden, angehen. Macht auch keiner in meinem Elterngenerationen-Umfeld. Beispiel: neben unserem Bürogebäude gibt es eine Art Wohnpark (sieht ein bisschen aus wie diese Ferienanlagen) mit Bungalows und Garten um jedes Haus drumherum. Seniorengerecht - sprich: Barrierefrei. Die Interessenten für diese Häuser kommen häufig zu uns ins Büro, weil sie uns für den Makler halten. Und was soll ich sagen: Fast alle gehbehindert, mit Rollator etc. Viel mehr Sinn würde es doch machen, wenn man in solche Häuser zieht, BEVOR man einem Umzug stemmen muss, zu dem man eigentlich nur mehr schwer in der Lage ist. Und sowas wie Betreuung etc. bietet das Konzept gar nicht. Dabei werden diese Leute großteils in wenigen Jahren darauf angewiesen sein - aber das mag keiner in seinen Kopf lassen. Das ganze Areal wirkt trotz inzwischen guter Auslastung wie eine Totenstadt - jeder verschanzt sich hinter seinen eigenen Gardinen und will - wie seit Jahrzehnten gelebt - möglichst nix mit den Nachbarn zu tun haben. Das Konzept gaukelt vor, dass man wg. barrierefrei weiter sein selbstbestimmtes Leben, in dem man sich möglichst abschotten möchte, führen kann - ich denke in wenigen Jahren wird man feststellen, dass es nicht funktioniert. Bisschen mehr Offenheit im Kopf und das "Ich will um jeden Preis alleine (oder als Ehepaar) zurechtkommen" und das als Ideal, von dem man möglichst nicht abrücken möchte, mal hinterfragen - würde es evtl. einfacher machen in dem Moment, wo man eh keine Wahl mehr hat :( ... Diese Mehrgenerationen-Konzepte machen halt auch dann eher Sinn, wenn man hinzieht, solange man noch selbst etwas zur Gemeinschaft beitragen kann. Als Gegenkonzept zur Pflege im Heim funktionierts ja nicht. Diese von dir beschriebenen Szenarien wird es wohl leider weiter geben - ich wüsste auch nicht, wie eine finanzierbare Lösungsalternative aussehen könnte (Bis 75 will schließlich auch niemand arbeiten - und zeitgleich noch mehr Abzüge Netto vom Brutto haben). Letztlich ist es wie so vieles immer eine Frage des Geldes - auch und vor allem des eigenen. Eine entfernte Großtante von mir ist schon wirklich beizeiten in so ein Stift gezogen - mit allem Komfort und Privatsphäre und Betreuungsstufen, die man dazubuchen konnte im Laufe der Jahre. Sie war auch wirklich wohlhabend - ist aber "leider" 105 Jahre alt geworden :sehnix ... Am Ende musste sich die Generation darunter finanziell ganz schön lang machen - um ihr diesen Standard irgendwann mitzufinanzieren. MIR wird das keiner tun (können)...

      Aber als positives Beispiel wieder unser Haus - scheinbar leben wir genau das Mehrgenerationenkonzept, von dem alle reden - quasi "natürlich gewachsen" (Im besten Fall bin ich irgendwann "die Alte" des Hauses :pfeif ...) Der Artikel erschien, als wir im Sommer ein Gartenfest mit der ganzen Nachbarschaft anlässlich unseres "Hausgeburtstages" auf die Beine gestellt hatten (Ich bin die leicht beschickerte in der Mitte... :duckundweg ):
      waz.de/staedte/essen/wie-der-f…us-wurde-id211291301.html

      (Eine Freundin monierte, dass ausgerechnet meine Kitty keine Erwähnung fand... :left-right )
      Grüße von Britta und dem Müffchen vom See!

      "Eine Katze kommt nicht immer, wenn du sie rufst - aber sie ist immer da, wenn du sie brauchst :love: ."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Müffchen“ ()

      Amiga de los animales schrieb:

      Nimm das hier bloß nicht alles so ernst und schon gar nicht persönlich


      Tja, ist wohl das Beste :sehnix
      :danke


      Marani schrieb:

      weniger um persönliche Befindlichkeiten


      Keine persönliche Befindlichkeiten. Ok, verstanden :zip


      Song schrieb:

      Demian, ich schreibe hier als Einzelperson. Wir beide müssen nicht kompatibel sein


      Ich schreibe hier als leitender Kater meiner WG. :wink


      AllyMcCat schrieb:

      mach dir nicht so einen Kopf über das was manche hier schreiben. Keiner wird hier persönlich angegriffen


      Na gut. Meine Wahrnehmung war schon immer eine ganz Spezielle! :roll


      Müffchen schrieb:

      Der Artikel erschien, als wir im Sommer ein Gartenfest mit der ganzen Nachbarschaft anlässlich unseres "Hausgeburtstages" auf die Beine gestellt hatten (Ich bin die leicht beschickerte in der Mitte...


      Uh, das gefällt mir wirklich gut! Da würde ich mich sicher sehr wohlfühlen! Mal Grüße an alle Mädels! :yes

      Back to topic:

      Ich habe ja beruflicherseits viel mit Alter, Sterben, Tod und leider auch mit Zuständen in Altenheimen zu tun gehabt, nämlich dann, wenn es pflegebedingt zu schweren körperlichen Schädigungen kam. Die Altenheime, mit denen ich es zu tun hatte, wären sicher nie auf die Idee gekommen, das Haustier mit aufzunehmen. Das hätte ja zusätzliche Arbeit gemacht. Denn diesen Heimen ging es darum, mit möglichst wenig Pflegekosten möglichst viele Heimbewohner unterzubringen.

      Nein, in solch ein Heim möchte ich sicher nicht. Wie schon andere hier schrieben, meine kleine Autonomie ist mir wichtig, und sei es nur ein eigenes Zimmer, möglichst mit eigenen Möbeln und Katzen. Zum Glück habe ich Rückhalt bei Freunden und der Familie. Da geht noch etwas.

      Aber heute ist das wohl etwas anders. Als ich im Frühjahr 2017 anlässlich eines Zeit-Artikels nur mal so recherchierte, fand ich etwas Seltsames. In Japan wurden Tierroboter entwickelt, für schwerkranke und demente Menschen. Der erste war ein Robbenbaby mit Kindchenaugen, weichem Fell. Das Tierchen konnte sich bewegen und Körper und Augen reagierten auf Streicheln und Knuddeln. Es war beeindruckend, wie alte und demente Menschen darauf reagierten. Da hatte ich Tränen in den Augen!

      Die Entwickler gingen auch von der Wahrscheinlichkeit aus, dass viele Menschen im Leben Haustiere hatten, und bei einer Demenz sind alte Erinnerungen oft noch abrufbar. Hier in Deutschland ist die Robbe ständig ausverkauft, dafür gibt es jetzt einen Katzenroboter, der genausogut funktioniert. Das erste, was mir in den Sinn kam: Warum nicht gleich eine echte Katze? Es gibt sicher Katzen, die sich in so einer Einrichtung wohl fühlen. So, wie mein vor 25 Jahren verschwundener Kater Romeo: Je mehr Leute im Haus waren, unso besser fand er das. Er kam mit allen Menschen zurecht und lies sich endlos beschmusen. Der hätte sich in einem Altenheim pudelwohl gefühlt! Dann bräuchte man keine Roboter …



      Dylan & Kimba

      ANZEIGE

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Demian“ ()

      @Demian , die Hürde bei der Kommunikation in einem Forum ist, ich sehe keine Mimik und es fehlen Untertöne bzw. Betonungen. Manchmal geben die Smilies Aufschluss, manchmal verwirren sie.

      Mein Tipp: frag einfach nach wie etwas gemeint ist, wenn du ein "Jucken" verspürst. Dann geht weder die Spirale von Missverständnissen los noch staut sich etwas in einem auf.

      In den hiesigen Mehrgenerationenprojekten (es gibt in einem Projekt mehrere Wohnhäuser) hat jeder für sich seine 1-, 2-, 3- 4-Zimmerwohnung, für die Eigenverantwortung besteht. Tritt ein Pflegefall ein, ist die Betreuung in der Wohnung gesichert, nach Möglichkeit bis zum Tod. Es gibt aber auch angeschlossene Pflegebereiche, in denen die Kontakte zu den früheren Mitmietern bestehen bleiben. So nehmen auch Pflegebedürftige noch am sozialen Leben teil.
      Da ich ein Mensch bin, der nicht gern mit sich allein sein mag (kann schon), wäre so ein Projekt ideal für mich. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man gezwungen ist, an allen Veranstaltungen teilzunehmen.
      Liebe Grüße Zaubermaus Daria :love: , Clown Stanley :love: & noch Fauchi Chenoa :love: + Dosi Gudy
      Patentante von Hibbelchens Thilly von Elbflorenz :herz , Iwons Moriah :herz , Kathi & Kaya vom KatzenTRaum :herz & BiBoKas Kaspar :stern
      Merlin im Herzen
      Im Zauberland mit den "Drei Taskalis" Daria, Stanley & Chenoa

      Samttatze schrieb:

      kann mir nicht vorstellen, dass man gezwungen ist, an allen Veranstaltungen teilzunehmen.

      habe iich auch bei Mehrgenerationenhäusern auch noch nie davon gehört, daß man dazu gezwungen wird. Hier in München gibt es ein paar Genossenschaften, die entsprechende Häuser um-, aber auch im Umkreis neubauen. Die haben lange Wartezeiten und man muß sich natürlich es leisten können, weil man ja noch bevor man in eine Wohnung einziehen kann, Anteilsbeträge einzahlen muß usw. Es gibt sogar eine, nur für Frauen.
      unvergessen:meine :stern Kaspar, Ballerina,Mike, Zalima, Mäxi, Khalil, Mori, Philipp, Kater Carlo und Tipsi
      Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken ( Schopenhauer)
      ____________________________________________________________________________________________

      Wie sich Perser in mein Herz geschlichen haben
      Es gibt verschiedenste Alternativen. Das Problem ist, wie schon erwähnt, man sieht sich erst um, wenn es dringend wird und wenn man dann nicht ganz viel Glück hat, geht man in das nächstgelegene...

      Mit meiner Mutter hatten wir dieses "ganz viel Glück". Sie lebte seit einer Hirnblutung pflegebedürftig Zuhause. Wir sind so naiv da ran gegangen. Ich werde nie vergessen wie geschockt ich war, was diese Pflegeversicherung wirklich "wert" ist. Sie bekam Minimal-Pflege für verdammt viel Eigenanteil. Den "kleinen Rest" mussten wir als Familie irgendwie stemmen. Als ich fragte wer denn um Himmels Willen das überhaupt finanzieren kann, meinte die Pflegedienstleiterin trocken, meistens übernimmt das das Sozialamt. Also konnte meine Mutter, gerade weil sie eine vergleichsweise gute Rente hatte, weniger Leistungen in Anspruch nehmen. Total verrückt eigentlich. Da ich mit absoluter Sicherheit pflegebedürftig werde, mache ich nichts zusätzlich für eine bessere Rente. Weil weder arm, noch reich, ist ganz schlecht, mussten wir lernen...

      Aber nun zu unserem Glück. Irgendwann wollte meine Mutter, dass wir eine Einrichtung für sie suchen. Ich bin mit meinem Bruder in eine Beratungsstelle für alte Menschen gegangen (die ist in meinem Haus, sonst hätte ich gar nicht gewusst, dass es das gibt).
      Wir zu der Beraterin, unsere Mutter braucht Rundumbetreuung, möglichst bis zum Ende und ohne Tralala (die bereits erwähnte Beschäftgungstherapie)! Und sie braucht Privatsphäre. Bezahlbar wäre die Krönung.
      Da steht sie auf und meint, um die Ecke hätte gerade was eröffnet. Es war der 6er im Lotto. Es war alles das was wir für sie wollten und dann noch in ihrem Kietz. Sie wohnt dort inzwischen seit 11 Jahren und noch heute bin ich unglaublich dankbar, wenn ich daran denke wie sich nach soviel Unglück alles irgendwie zusammengefügt hat. Auch finanziell. Sie hat keine Superrente und kann es sich trotzdem leisten mich jeden Monat zu unterstützen. Das Projekt wird von einem privaten Pflegedienst geführt. Ich dachte immer, die Preise wären festgeschrieben, dem ist aber nicht so. Deshalb würde ich niemals wieder einen Pflegedienst ohne Vergleich verpflichten, wie wir es am Anfang ahnungslos taten.

      Kurz zusammengefasst: es lohnt sich wirklich zu gucken und es lohnt sich auch nochmal zu wechseln, wenn die Betreuung schlecht ist. Die meisten denken, so schlecht wie es hier ist, ist es überall. Die Medien tun ihren Teil dazu, indem sie schlechte Beispiele bringen, aber nicht die guten.
      Liebe Grüße,
      Heike

      Hier sind wir :-)

      "Jeder, der eine Weile mit einer Katze zusammengelebt hat, weiß, dass die Tiere unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstandes haben." C. Amory

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kaya&Stella“ ()

      Die Oma meines Mannes ist rechtzeitig in ein Altenheim in ihrem Viertel gezogen und dort nochmal richtig aufgeblüht. Sie hatte ein eigenes Zimmer mit Bad, der Rest war Etagengebunden. Sie konnte weiter ihre alten Nachbarn treffen, in ihrem alten Supermarkt einkaufen etc. Was ihr absolut gut tat, war der Kontakt zu anderen Menschen und das Gefühl, wieder gebraucht zu werden, sei es beim gemeinsamen Backen, Stricken für den Weihnachtsbasar oder Nachmittage/Abende mit Unterhaltung. Nicht mehr alleine essen müssen, nicht mehr putzen etc... Ich habe sie sehr bewundert und habe großen Respekt, dass sie diese Entscheidung so rechtzeitig getroffen hat. Auch wenn es sicher schwer war, ihr ganzes Leben auszusortieren und auf 20qm unter zu kriegen.
      Finde ich auch, aber einiges fiel ihr richtig schwer und nach ein paar Dingen hat sie bis zum Schluss immer wieder gefragt. Es wurde auch nicht viel weg geschmissen, sie hat vieles verteilt und so hat z.B. eine meiner Nichten ihre komplette Küchenausstattung für ihre erste Wohnung bekommen. Junge Nachbarn haben sich über die Waschmaschine gefreut, ihre Kinder und Enkel haben sich Erinnerungsstücke ausgesucht etc.
      Ich fand es auch super mutig von ihr und habe ihr das auch immer wieder gesagt. Und ich habe mich sehr gefreut, dass sie dort nochmal ein paar schöne Jahre hatte. Es war aber auch ein wirklich tolles Haus mit super netten und engagierten Angestellten.

      Honigbluete schrieb:

      Ich fand es auch super mutig von ihr und habe ihr das auch immer wieder gesagt.


      Das ist auch mutig! Meine Bewunderung hat sie dafür ebenfalls. Zu erkennen wann der perfekte Zeitpunkt ist und dann alles gewohnte und liebgewonnene hinter sich lassen ist unglaublich mutig. Ich glaube, dass das ein unglaublich schwerer Schritt ist. Zum einen ist es sicher unheimlich schwer sich von dem gewohnten, selbständigen Leben zu trennen. All die Dinge aufzugeben, die man in vielen Jahrzehnten zusammengetragen hat und die ja auch Erinnerungen bedeuten. Zum anderen ist es ja auch ein Schritt in den letzten Lebensabschnitt. In dem Moment wo man für sich die Entscheidung fällt, ist einem ja auch klar das danach wahrscheinlich nichts mehr kommt. Dazu gehört unheimlich viel Selbstbewusstsein und Mut.

      Ich finde es toll auch positive Beispiele zu hören. Davon hört man wirklich viel zu wenige. Ich denke, es ist wirklich auch ein regionaler Unterschied vorhanden. Hier bei uns gibt es leider noch sehr wenige solcher Beispiele. Mag an der Region oder am Bundesland liegen oder aber auch daran das wir hier sehr ländlich leben.
      Leben ist das was passiert während du planst :8

      Dany, Lilly und Hildegard

      unvergessen meine geliebten Fellnasen :stern AllyMcCat, :stern Attila :stern Cleopatra :stern Sheila :stern Felix :stern Molly :stern Strolchi
      Und natürlich auch :stern Nymphensittich Cinderella die mein Leben 21 Jahre lang begleitet hat :kerze1:

      Samttatze schrieb:

      @Demian , die Hürde bei der Kommunikation in einem Forum ist, ich sehe keine Mimik und es fehlen Untertöne bzw. Betonungen. Manchmal geben die Smilies Aufschluss, manchmal verwirren sie.

      Mein Tipp: frag einfach nach wie etwas gemeint ist, wenn du ein "Jucken" verspürst. Dann geht weder die Spirale von Missverständnissen los noch staut sich etwas in einem auf.


      Ein liebes :danke
      Man sollte eigentlich meinen, nach 32 Jahren in den Netzen und Diskussionsforen, stehe ich abgeklärt über den Dingen, die dort vorkommen. Bin ich in der Regel auch. Aber dann kommt es doch wieder vor, dass ich zornig werde. In der Regel, wenn ich Ungerechtigkeiten wittere. Wenn ich nur lese, kein Problem. Aber wenn die Hemmschwelle niedrig ist, zu schreiben, dann ist das weniger gut. Aber, wie geschrieben, das gibt es letztlich doch extrem selten. Ein sehr kluger Mann, der mich lange kannte, hat mir mal gesagt, dass ich nicht in diese Welt passe. Bedauerlicherweise muss ich ihm immer wieder Recht geben. :pfeif


      Amiga de los animales schrieb:

      Sie hat vieles Altes rausgeschmissen, was eh nichts mehr nützt


      Ein ähnliches Erlebnis hatte ich vor 22 Jahren. Da musste ich (gesundheitlich bedingt) alles aufgeben. Beruf, Haus, Kind etc. Da meine Zukunft dergestalt war, mit wenig Wohnraum auszukommen, stand ich auch vor der Entscheidung mich von einem ganzen Haus auf ein Appartment zu verkleinern. Am Anfang war es recht schwer, aber nach und nach siegte die Erleichterung, dass ich mit dieser kleinen Wohnung unter allen (gerade auch finanziellen) Umständen zurechtkommen würde.
      Ich denke mir mal, für diese alte Dame, war es ähnlich - nur so ein Gedanke …


      AllyMcCat schrieb:

      Ich finde es toll auch positive Beispiele zu hören. Davon hört man wirklich viel zu wenige. Ich denke, es ist wirklich auch ein regionaler Unterschied vorhanden. Hier bei uns gibt es leider noch sehr wenige solcher Beispiele.


      Ich lebe in einem Landkreis, der, was soziale Einrichtungen angeht, sehr gut aufgestellt ist. Andererseits gibt es familiär noch Möglichkeiten, solange ich kein schwerer Pflegefall bin. Da findet sich sicher ein freies Zimmerchen.

      Zum Thema Finanzen: Ich habe es nie so recht verstanden, dass alte Menschen, die noch selbst eine Grundversorgung hinbekommen in traurigen 2-Bett Zimmern dahinvegetieren. Man muss sich mal ansehen, wie viele tausende Euro das Heim da monatlich einstreicht. Was könnte man für das Geld alles möglich machen? In einem Heim, welches ich kenne, gibt es gut ein Dutzend psychisch kranke (oft nicht mal alte) Menschen, die zwar eine komplette Selbstversorgung nicht mehr leisten können, sonst aber fit sind und sogar in einer Behindertenwerkstatt 8 Stunden täglich arbeiten. Da streicht man pro Nase mehrere Tausend Euro ein. Dafür könnte man jedem ein ganz tolle, große Wohnung mieten + Betreuung.

      So etwas macht mich traurig und zornig. Um zum Thema zurück zu finden: Tiere können diese armen Menschen natürlich auch nicht halten.

      Dylan & Kimba

      Puhh, jetzt habe ich mich durch den ganzen langen Thread gelesen und wüsste soo viel dazu zu sagen.

      Wegen der späten Stunde beschränke ich mich aber auf einige wenige Bemerkungen.

      Ich selbst bin auch Rentnerin und ich habe bis vor 5 Jahren Katzen gezüchtet. In meinen Kaufverträgen gab es eine Klausel, dass meine Kitten , sollten sie aus irgendwelchen Gründen später nicht behalten werden können, am mich! zurück gegeben werden müssen.

      Die Überlegung, dass meine Kitten inzwischen womöglich eine höhere Lebenserwartung haben als ich selbst, hat dann vor 5 Jahren dazu geführt, dass ich die Zucht aufgegeben habe und aus dem letzten Wurf meine B`s behalten habe. Ich denke als Anreiz selbst möglichst lange am Leben bleiben zu müssen.
      GsD habe ich sehr tierliebe Geschwister und ich bin sicher, dass meine vier Katzen gut versorgt oder vermittelt würden, für den Fall, dass ich es selbst nicht mehr kann. Da ich selbst im Katzenschutz aktiv bin, würde auch von dieser Seite bei einer Vermittlung geholfen, schätze ich. Vielleicht sollte ich den Vorstand sicherheitshalber schon mal informieren.


      Wenn alte Menschen ihre Haustiere ins Altenheim mitnehmen dürfen, passiert es leider sehr häufig dass die Heimbewohner versterben und die Katzen zurück bleiben und versorgt werden müssen. Angehörige übernehmen die Tiere i.d.R. nicht! Leider!

      Ich weiß von Heimen, die inzwischen diese Regelung abgeschafft haben. Das Personal kann die Tiere nicht versorgen, sie werden ins Tierheim gebracht oder streunen herum.

      Es ist übrigens ein Irrtum, dass die Altenheime bzw ihre Betreiber große Geldsummen einstreichen und die Bewohner in Mehrbettzimmern dahin vegetieren. Mag sein, dass in Einrichtungen in den psychisch Kranke o.Behinderte arbeiten, Gelder eingenommen werden, in Altenheimen gibt es keine nennenswerten Einnahmen bzw Überschüsse..
      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

      Fania schrieb:

      Es ist übrigens ein Irrtum, dass die Altenheime bzw ihre Betreiber große Geldsummen einstreichen und die Bewohner in Mehrbettzimmern dahin vegetieren. Mag sein, dass in Einrichtungen in den psychisch Kranke o.Behinderte arbeiten, Gelder eingenommen werden, in Altenheimen gibt es keine nennenswerten Einnahmen bzw Überschüsse.


      Und das weißt du sicher? All die Altenheime arbeiten ohne nennenswerten Überschuß? Das Beispiel, was ich einst kannte, ließ da ganz deutlich den gegenteiligen Schluss zu. Ist aber auch viele Jahre her. Sollte mich freuen, wenn es nun anders ist, neue Fakten erfreulicher Art nehme ich gerne auf …

      Dylan & Kimba

      Natürlich kann ich nicht für alle sprechen, aber mein Mann war Geschäftsführer eines großen Wohlfahrtsverbandes der u.a. mehrere Altenheime betrieb.. Die Altenheime (im Gegensatz zu anderen Bereichen) haben nicht defizitär gearbeitet, aber auch keine großen Gewinne eingefahren.

      Und ich kann aus Erfahrung sagen, wir haben eine alte Tante meines Mannes in einem seiner Altenheime untergebracht, dass man mit den Heimbewohnern sehr nett und liebvoll umgegangen ist.

      Wer war der Träger des Altenheims das du kanntest? Für private Träger kann ich aus Mangel an Erfahrung nicht sprechen, mag sein, dass dort viel mehr Geld eingenommen wird.
      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

    MietzMietz to go