Katzen (und andere Haustiere) im Alter

      Demian schrieb:

      Ich persönlich habe immer wieder erlebt, wie alte und einsame RentnerInnen förmlich auflebten, wenn sie ein Haustier hatten. Das war bei weitem besser, als sie mit Antidepressiva ruhig zu stellen. Und ich kann nicht so recht nachvollziehen, dass hohes Alter mit Haustierverbot einhergeht.


      So war das auch in keinster Weise gemeint. ;) Ich persönlich bin sehr dafür das gerade ältere Menschen tierische Freunde haben. Ich bin auch für Tiere im Altenheim oder in sonstigen Pflegeeinrichtungen, da es einfach erwiesen ist, wie positiv sich Tiere auf den Menschen auswirken. Vor allem auch im Alter.
      Aber ich sehe leider auch das Gegenteil im Tierschutz, wenn plötzlich das Tier übrig bleibt, weil ihr sehr betagter Mensch nicht mehr kann, ins Heim geht oder verstirbt. Wenn es keine Angehörigen gibt, oder diese einfach keinen Bock auf das Tier haben und sich nicht kümmern wollen, landen die Tiere oft im Heim oder schlimmeres. Das alles hat viele Facetten und man kann es nicht nur schwarz oder weiß sehen. Man sollte alles bedenken. Ich persönlich könnte mir nicht vorstellen irgendwann mal kein Tier mehr zu haben, aber ich hoffe das ich es schaffe meine Tiere im Alter soweit abzusichern, dass auch im schlimmsten Fall für sie gesorgt ist.
      Mit knapp Ü60 bist du ja ausserdem noch bei weitem kein altes Eisen lieber @Demian :D

      Schade eigentlich das es hier vom ursprünglichen Thema keine Neuigkeiten mehr gibt. Würde mich schon interessieren ob nun die Katzen angeschafft wurden oder nicht. :left-right Aber seit der Eröffnung des Threads gabs keine Neuigkeitenund keinen Pips mehr.
      Leben ist das was passiert während du planst :8

      Dany, Lilly und Hildegard

      unvergessen meine geliebten Fellnasen :stern AllyMcCat, :stern Attila :stern Cleopatra :stern Sheila :stern Felix :stern Molly :stern Strolchi
      Und natürlich auch :stern Nymphensittich Cinderella die mein Leben 21 Jahre lang begleitet hat :kerze1:

      AllyMcCat schrieb:

      Aber ich sehe leider auch das Gegenteil im Tierschutz, wenn plötzlich das Tier übrig bleibt, weil ihr sehr betagter Mensch nicht mehr kann, ins Heim geht oder verstirbt.


      Genau das war ja mit Kimba der Fall. Der - leider plötzlich verstorbenen - Halterin wurden wiederholt Vorhaltungen gemacht, dass sie niemanden hatte, der Kimba im Notfall übernimmt. Und dann kam es wie befürchtet. Niemand der trauernden Hinterbliebenen fühlt sich für das Tier verantwortlich.

      Es geht auch anders. Meine Freundin und ich hatten schon, bevor ich die Katzen bekam, das Abkommen, dass ich, wann immer nötig, mich um die Katzen kümmere. Und nicht nur ich. Und ich hatte das Glück, gleich drei Leute rekrutieren zu können.

      Ich kenne mich im Tierschutz nicht so aus, aber könnte man in diesen Übernahmeverträgen nicht eine Klausel einfügen, das (zumindest eine) Person benannt wird, die im Krankheits oder Todesfall das Tier in Obhut nimmt?

      Dylan & Kimba

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      Demian schrieb:


      Ich weiß schon, warum ich seit über 10 Jahren nicht mehr in Foren schreibe.
      Hallo Demian,

      prinzipiell teile ich Deine Meinung und ich tue mich sehr schwer damit, über das geschriebene Wort mit Menschen zu kommunizieren. Ich brauche Mimik und Gestik, um zu interagieren.

      Eine große und sehr erfreuliche Ausnahme ist dieses Forum! :love:

      Liebe Grüße von Siska und ihren schwarzen Buben :-)
      In dubio pro secco :glas :cocktailglas
      In meine Pflegestellenvertrag steht, dass die PS bei Änderungen informiert werden muss, aber es ist eine "Ein-Frau-PS", im Moment nicht aktiv, und was in vielleicht 10 Jahren ist... Wer weiß...
      Ich denke, dass ist also mehr eine Absicherung, wenn sich die Verhältnisse relativ zeitnah ändern.
      Trotzdem würde ich immer versuchen mich daran zu halten und die PS zu informieren.

      @Duedis Pearl ist z.B. ein "Rückkommer", nach kurzer Zeit. Der Grund war Trennung...

      Ob jung, oder alt, berufstätig, oder nicht... Menschen und Lebensumstände sind so verschieden, dass man einfach nur versuchen kann den richtigen Menschen für das jeweilige Tier zu finden.
      Pauschale Richtlinien, wie sie oft von TH vorgegeben zu sein scheinen, sind, egal für, oder gegen welche "Gruppe", weder Mensch- noch Tiergerecht.

      Klar könnte man als Formalie verlangen einen zu benennen, aber wozu? Genauso sinnvoll, oder sinnfrei wie in meinem Vertrag steht, dass die Katzen tierärztlich versorgt werden müssen, eine Selbstverständlichkeit, aber natürlich nicht zu überprüfen.
      Letztlich kann man als Vermittler nur versuchen seiner Einschätzung zu vertrauen und die Katzen in verantwortungsvolle Hände zu geben.

      Gerade bei schlechter Tierhaltung sind diese Verträge Schall und Rauch...
      Sie sind vom guten Willen beider Seiten abhängig.
      Liebe Grüße,
      Heike

      Hier sind wir :-)

      "Jeder, der eine Weile mit einer Katze zusammengelebt hat, weiß, dass die Tiere unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstandes haben." C. Amory
      Ich schreibe jetzt mal hier weiter, da ich finde das Thema passt hier besser her, als in den Thread von Julius, zumal es dort ja ursprünglich um was ganz anderes ging ;)

      Wir hatten in einem anderen Thread das Thema, Alte Menschen und Haustiere. Ja oder Nein oder Vielleicht und wenn ja unter welchen Bedingungen.

      Demian schrieb:

      Ich kenne mich im Tierschutz nicht so aus, aber könnte man in diesen Übernahmeverträgen nicht eine Klausel einfügen, das (zumindest eine) Person benannt wird, die im Krankheits oder Todesfall das Tier in Obhut nimmt?


      Was den Tierschutz und Tiere die darüber vermittelt werden betrifft, ist das schon so. Aber es gibt ja auch viele Tiere da draussen, die sich munter vermehren und bei denen keiner irgendwas hinterfragt. Wir hatten erst vor kurzem so einen Fall. Eine alte Dame, weit über 80, mit 7 Katzen, teilweise noch kein Jahr alt, die sich eben fröhlich vermehrt hatten! :eek Sie war heillos überfordert und wendete sich an den Tierschutz, damit ihre Katzen kastriert und vermittelt werden und natürlich sollte dies auch der Verein bezahlen. Denn Geld hatte sie keines. So weit so gut. Aber als es dann soweit war, wollte sie nicht mehr alle Katzen hergeben! Also sie war der Meinung, das nur 5 mitgehen und sie 2 behält, natürlich ohne Kastrieren. Die Katzen waren in einem erbärmlichen Zustand, völlig verwahrlost. Überall roch es extrem nach Katzenurin. Sie war zudem schon leicht dement und hat es einfach nicht mehr geschafft die Tiere zu versorgen. Wie reagiert man da? Was tut man? Der alten Dame ihren Lebensinhalt wegnehmen, zumal sie anscheinend auch keine nähere Verwandschaft hatte? Die Tiere dort lassen in den Zuständen und mit dem Wissen, das wir in spätestens einem Jahr wahrscheinlich doppelt soviele dort abholen können. :left-right

      Es ist ein schwieriges Thema, für das es sicher keine einfache Antwort gibt.
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      Ich hab das Thema jetzt mal im Unterhaltung über dies und das Thread weiter geführt. Finde es passt nicht so recht hier her... :left-right
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      AllyMcCat schrieb:

      Überall roch es extrem nach Katzenurin. Sie war zudem schon leicht dement und hat es einfach nicht mehr geschafft die Tiere zu versorgen. Wie reagiert man da? Was tut man? Der alten Dame ihren Lebensinhalt wegnehmen, zumal sie anscheinend auch keine nähere Verwandschaft hatte? Die Tiere dort lassen in den Zuständen und mit dem Wissen, das wir in spätestens einem Jahr wahrscheinlich doppelt soviele dort abholen können.

      Lebensinhalt schön und gut, aber so wie es ausschaut ist die alte Dame ja gar nicht mehr in der Lage die Tiere und wahrscheinlich auch sich selber nicht mehr richtig zu versorgen.

      Ohne weiteres zu kennen wäre meine Idee die 2 Katzen auf jeden Fall zu kastrieren und dann eine Betreuung / Haushaltshilfe / Betreunung durch eine Sozialstation einzuschalten oder was in dem speziellen Fall eben möglich ist.
      :herz
      "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

      Das Problem in Deutschland ist, dass du so ohne Weiteres keine Hilfe anfordern kannst, wenn jemand sich noch äussert. Ich hatte da eine sehr interessante Unterhaltung mit einem Juristen eines Pflegedienstes drüber, als ich meinen Vater zum Arzt bugsieren wollte und er sich weigerte. Wohlgemerkt sollte es lediglich ein Besuch werden und keine Einweisung. Trotz starker Indikation, solange er sich weigern konnte, konnte man nichts machen. Zusätzlich dazu stehen Tierschützer vor der Herausforderung, dass es sich eben gesetzlich um Eigentum handelt. Da muss dann schon ein Amtstierarzt bescheinigen, dass Verwahrlosung vorliegt, womit wieder das Problem des "Lebensinhalts wegnehmen" da ist. Es ist wirklich eine Gratwanderung.
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „NicAn“ ()

      Ein relativ positives Beispiel ist meine Vermieterin: Mit Mitte 80 ist sie von einer TS-Orga noch einmal überredet worden, einen jungen, gehbehinderten Schäferhund-Mix aufzunehmen :sehnix ... (Soweit so skeptisch erstmal). Inzwischen ist sie 94 - und es klappt noch immer recht gut. Das Rezept: Sie hat sich ein wirklich gutes Netzwerk aufgebaut (nicht nur für den Hund, sondern auch, um in dem Alter immer noch selbstbestimmt in ihren / unserem uralten, großen Haus leben zu können - im weitesten Sinne zähle auch ich zu diesem Netzwerk). Sie hat diverse Menschen, die Nelly im Urlaub nehmen oder wenn sie wie im letzten Jahr ins Krankenhaus musste. Im Kopf 100% klar (bis auf ihren Hang zum Messi-Tum - aber der rührt denke ich noch aus den Zeiten der Ausbombung), lässt das Gehen langsam nach. Nelly wird daher inzwischen täglich von einem lieben Nachbarn mit seiner Hündin abgeholt und ausgeführt. Denn trotz Garten hat natürlich auch diese Humpelmaus Ansprüche :love: - und GsD werden diese erfüllt :yes . Zum TA geht es beim Kleinsten und die Anweisungen werden akribisch befolgt. Ich gehe davon aus, dass es auch eine Verfügung für das Tier nach ihrem Tod gibt (für uns Mieter gibt es das auch :roll ...). Ich bin mir einzig nicht sicher, was ich "besser" finde, wer der beiden den anderen überleben soll :( ...
      Dieses "Netzwerken" finde ich gerade für ältere Menschen (oder für die, die Hilfe benötigen) wichtig. Ich sehe, wie viel Hilfe ihr in allen Bereichen gerne entgegen gebracht wird - man muss sich in der Situation nur trauen, darum zu bitten. Ich hoffe, ich werde das auch können :schaem ...

      PS: Es handelt sich bei ihr - unverheiratet, keine Kinder - ausnahmslos um Freunde / Bekannte / Nachbarn - NICHT Familie.

      PPS: Mit der oft getätigten Aussage "Die Familie wollte sich ja nicht des Tieres annehmen" - mit dem entsprechenden vorwurfsvollen Unterton - tue ich mich schwer. Tierhaltung sollte man sich schon aktiv aussuchen / für entscheiden und muss zum Leben passen. Und bei einer berufstätigen Familie passt der "übrig gebliebene" Hund der Omma halt meistens einfach nicht - und macht auch für das Tier dann keinen Sinn.
      Grüße von Britta und dem Müffchen vom See!

      "Eine Katze kommt nicht immer, wenn du sie rufst - aber sie ist immer da, wenn du sie brauchst :love: ."

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Müffchen“ ()

      ich fände es unabhängig von Demian ohnehin wichtig, diese Diskussion im öffentlichen Teil zu führen, falls mal jemand danach googelt...
      Die Erde ist rund, damit die Menschen auch dann an ihrem Ziel ankommen, wenn sie in die falsche Richtung laufen

      Betrachte immer die helle Seite der Dinge oder reibe die dunkle, bis sie glänzt (Norman Vincent Peale)

      Kreatinin-Wert bei gebarften Katzen

    MietzMietz to go