Tierhaltungswende jetzt!

      Tierhaltungswende jetzt!


      die Bilder der Internationalen Grünen Woche, der großen Messe für
      Landwirtschaft und Ernährung, die derzeit in Berlin stattfindet, sind an
      Absurdität kaum zu überbieten: entspannte Kühe, quietschlebendige
      Schweine, glückliche Legehennen. Dabei sieht die Realität in
      Deutschlands Ställen anders aus. Jedes vierte tierische Produkt stammt
      von einem kranken Tier. Lungenentzündungen, Knochenbrüche, schwere Eutererkrankungen – millionenfaches, vermeidbares Leid, jeden Tag.
      Und das nicht nur bei großen konventionellen Betrieben, sondern auch
      auf kleinen Bio-Höfen. Denn obwohl Tiere in Öko-Haltung etwas mehr Platz
      und Auslauf haben, kommt es auch dort laut Studien zu ähnlich vielen
      Krankheitsfällen. Unter anderem verursacht durch schlechtes
      Stall-Management. Doch über massenhafte Tierkrankheiten will niemand reden!
      Stattdessen überhäufen uns Politiker und Industrie-Vertreter auf der
      Grünen Woche mit neuen Tierwohl-Initiativen und Güte-Siegeln. Statt Fakten über das Elend in den Ställen zu liefern, geht es nur um Wohlfühl-Rhetorik.

      foodwatch.org/de/informieren/t…_content=Mailing_12141632

      Die Grünen etwa wollen die 0-1-2-3-Haltungs-Kennzeichnung wie bei
      Eiern auch für Fleischprodukte. Und Landwirtschaftsminister Christian
      Schmidt verspricht den Durchbruch mit einem staatlichen Tierwohl-Label:
      Es soll auf Produkten kleben, die tiergerecht produziert wurden. Mit
      jedem Einkauf sollen wir Kundinnen und Kunden das Leben der Tiere
      verbessern können. Doch was die Grünen und Herr Schmidt verschweigen:
      Konkrete Vorgaben für die Gesundheit der Tiere sucht man bei den
      Vorschlägen vergeblich. Ob das Produkt wirklich von einem gesunden Tier
      stammt, können wir beim Einkauf nicht erkennen. Selbst Optimisten
      versprechen sich durch Haltungskennzeichnungen und Siegel nur geringe
      Marktanteile. Das bedeutet also für die übergroße Mehrheit der Tiere:
      auch weiterhin massenhaft Schmerz und Leid, jeden Tag – und das, obwohl
      die Bundesregierung gemäß Artikel 20a des Grundgesetzes den
      verfassungsmäßigen Auftrag hat, nicht nur für einige, sondern für ALLE
      Nutztiere tiergerechte Bedingungen durchzusetzen!
      Das geplante Tierwohl-Label ist genauso wie eine
      0-1-2-3-Kennzeichnung nur eine Pseudo-Lösung, die eine echte
      Verbesserung des Lebens alle Nutztiere eher verhindert. Wir brauchen
      klare gesetzliche Vorgaben für die Erfassung und Verringerung von
      Krankheiten in den Ställen. Denn auf manchen Höfen gibt es massive
      Gesundheitsprobleme und auf anderen so gut wie keine – und zwar
      unabhängig von der Betriebsgröße, egal ob bio oder konventionell.

      Bereits knapp 150.000 Menschen stehen hinter unserer
      E-Mail-Aktion für eine echte Tierhaltungswende. Das finden wir
      unheimlich stark. Machen Sie unsere Protest noch bekannter und empfehlen
      Sie ihn jetzt weiter an Freunde und Bekannte – ob per E-Mail, Facebook
      oder Twitter:
      unvergessen:meine :stern Kaspar, Ballerina,Mike, Zalima, Mäxi, Khalil, Mori, Philipp, Kater Carlo und Tipsi
      Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken ( Schopenhauer)
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