Planung einer Zusammenführung, tauber Kater mit...???

      Planung einer Zusammenführung, tauber Kater mit...???

      Hallo zusammen!

      Meine Fragen sind noch eher "provisorisch", da keine konkrete Zusammenführung ansteht, ich aber trotzdem möglichst viele Inforationen einholen möchte, um abzuschätzen, wann und wie es Sinn macht.

      Mein Kater ist taub und mit etwa einem Jahr zu mir gekommen. Jetzt ist er ca. ein Jahr und drei Monate alt. Er lebt aufgrund seiner Taubheit nur in der Wohnung, darf aber mit Geschirr und Leine auch öfter mit mir raus. Natürlich wäre es besser, wenn er einen Kumpel hätte... Er ist generell wahnsinnig neugierig und scheint auch vor nichts zurückzuschrecken, er will Katzen sowie Hunde erfolgen, wenn wir rausgehen. Ob das so positiv ist, weiß ich nicht, denn als er einmal einer anderen Katze begegnete, die mit angelegten Ohren und fauchend vor ihm stand, wollte er trotzdem total neugierig weiter auf sie zugehen, hätte ich ihn nicht zurückgehalten. Ich weiß nicht, ob er nicht verstanden hat, was die Katze ihm sagen wollte, und ob das eine Vergesellschaftung erschweren könnte. Generell ist er ein Kater, der gerne lauert, jagt und "rauft", momentan leider nur mit mir bzw. meinem Freund.

      Meine Fragen sind vor diesem Hintergrund folgende:

      1) Sollte ich gezielt nach einem ebenfalls tauben Kater suchen, damit die Kommunikationsvoraussetzungen dieselben sind?
      2) Wie sollte ich vorgehen, wen ich einen passenden Kumpel gefunden habe?
      3) Wie viel Zeit sollte ich wie einplanen? Diese Frage ist mir besonders wichtig, da ich gerade in den letzten Zügen meiner Ausbildung bin und glaube, dass ich das "so nebenher" nicht machen kann. Dann müsste Katerchen noch bis nächsten Herbst etwa warten...

      Pauschalisieren kann man ja nichts, aber da ich keine Erfahrungen habe, mag ich zumindest abschätzen können, womit ich zu "planen" habe, um nichts zu unterschätzen, und hoffe, von eurer Erfahrung profitieren zu können. :D

      Danke!!!
      Hi,

      mit Täubchen habe ich selbst überhaupt keine Erfahrung, ignorier da am besten alles, was ich evtl schreibe und wo nachher die Leute mit Erfahrung das Gegenteil behaupten. ;)

      Ansonsten wäre wichtig: Wie ist dein Kater sozialisiert worden? Weiß man was über seine Kittenzeit? Wie lange er bei Mutter und Geschwistern war, evtl. wie der Wurf zusammengesetzt war, gern mehr Infos...? Hat er, bevor er zu dir kam, mit anderen Katzen zusammen gelebt? Wenn ja, wie war das?

      Es ist ziemlich wichtig, gerade "schwierige Fälle" - da zähle ich Täubchen einfach mal dazu - nicht zu lange allein leben zu lassen, wenn man sie wieder vergesellschaften will. Je länger sie allein leben, desto schwieriger kann die neue Zusammenführung werden. Manchmal ist es auch gar nicht mehr möglich und ja, das kann schon bei recht jungen Katzen der Fall sein. Wenn du also überlegst, ihm Gesellschaft zu organisieren, dann finde ich die drei Monate, die er jetzt allein war, okay als Eingewöhnungsphase - aber dann könntest du jetzt wirklich ernsthaft mit der Suche anfangen. ;) Einen passenden Partner musst du ja auch erstmal finden. (Möglichst sozial und katerig-raufig, würde ich tippen, ähnliches Alter.)

      Wie lange die ZF dauert, kann man überhaupt nicht wirklich vorher sagen. Kommt auf die Methode an und darauf, wie gut alles klappt. Hast du mit deinem Kater schon angefangen, zu clickern? (Lichtsignale gehen bei tauben Katzen als Marker oft gut.) Das könnte nachher helfen. Habt ihr einen Raum, wo der Kumpel die erste Zeit leben kann? Das wäre die Grundvoraussetzung, denn eine "Lass-die-mal-machen"-ZF würde ich hier auf keinen Fall anraten.
      Urlaub nehmen musst du aber natürlich nicht die ganze Zeit. Es reicht, wenn man die ersten paar Tage frei hat - kann ein langes WE sein. Den Rest der Zusammenführung macht man halt nach Feierabend. In der ersten Zeit sind die Katzen üblicherweise eh die meiste Zeit getrennt.

      Song schrieb:

      Ansonsten wäre wichtig: Wie ist dein Kater sozialisiert worden? Weiß man was über seine Kittenzeit? Wie lange er bei Mutter und Geschwistern war, evtl. wie der Wurf zusammengesetzt war, gern mehr Infos...? Hat er, bevor er zu dir kam, mit anderen Katzen zusammen gelebt? Wenn ja, wie war das?
      Glaube er hat vorher schon alleine gelebt

      Song schrieb:

      Es ist ziemlich wichtig, gerade "schwierige Fälle" - da zähle ich Täubchen einfach mal dazu - nicht zu lange allein leben zu lassen, wenn man sie wieder vergesellschaften will. Je länger sie allein leben, desto schwieriger kann die neue Zusammenführung werden.
      wie bei vielen "Zwangs"-Einzelgängern

      Song schrieb:

      (Möglichst sozial und katerig-raufig, würde ich tippen, ähnliches Alter
      definitiv sozial und abgeklärt, eher etwas älter wählen. Vor einer Pflegestelle die ihn gut beschreiben und einschätzen kann.
      Liebe Grüße
      .............von den Fellnasen und Yvonne
      ............................................................. im hohen Norden
      :wink
      11+ zwei unter einem Dach
      Danke für die Antworten!

      Also das mit der Zeit ist ein echtes Problem... unsere Wohnung ist recht groß, ca. 90 qm, aber so geschnitten, dass keine wirliche Trennung möglich ist, außer einer kommt ins Schlafzimmer. Daher mag ich das auch erst machen, wenn ich wirklich etwas mehr Zeit habe als ich die kommenden Monate haben werde. Ich hoffe also, dass er auch gegen Ende kommenden Jahres noch "sozialisierbar" sein wird.

      Was seine Vorgeschichte angeht, muss ich tatsächlich nochmal beim Tierschutz nachfragen, wo er denn genau untergebracht war, bevor er auf seine Pflegestelle in Deutschland kam. Dort war er jedenfalls auch ca. 3 Monate allein in einer Wohnung.

      @ Hein Mück : Würdest du denn zu einer weiteren tauben Katze raten, wegen der Kommunikation? Dass die Voraussetzungen gleich sind? Es hätte außerdem den weiteren Vorteil, dass ich keinem Kater das Freigängerleben verwehren muss, der es eigentlich haben könnte.
      Ach und zum Faktor Zeit, bevor da ein falscher Eindruck entsteht... Ich hab auf jeden Fall weiterhin Zeit, mein Katerchen zu verwöhnen, aber den kenne ich ja mittlerweile auch ganzg gut. Für eine Zusammenführung ist ja so einiges mehr vonnöten... Ausrüstung erweitern, Wohnung für zwei zuerst getrennt lebende Katzen einrichten, Katze suchen und den passenden Kumpel finden, neues Katerchen eingewöhnen, bei der Zusammenführung beobachten, evtl. auf Probleme reagieren... bevor da was schief läuft, möchte ich es lieber nicht jetzt "so halb", sondern später dann richtig und mit aller nötigen Aufmerksamkeit machen.
      So, hier nochmal...

      Danke, mich würde aber noch interessieren, warum nicht. :)

      Und wegen der schlechten Trennungsmöglichkeiten wegen des Wohnungsschnitts... gibt es da Alternativen? Oder reicht da tatsächlich auch mal ein Zimmer für einen? Und wie lange hält man die Trennung im Schnitt aufrecht?

      MlleMaus schrieb:

      Danke, mich würde aber noch interessieren, warum nicht.
      :?

      Einen tauben, gut sozialisierten Kater, von sagen wir 1,5 J.-3J. im Tierschutz zu finden ist wohl die Nadel im Heuhaufen. Er soll Deinem Kater ja was "beibringen" und sie sich nicht gegenseitig "überfordern".


      MlleMaus schrieb:

      dass ich keinem Kater das Freigängerleben verwehren muss, der es eigentlich haben könnte


      Leider hast Du meinen Text im anderen Thread nicht gelesen oder verstanden ? Gerade taube Katzen brauchen eigentlich den Ausgang, da sie sehr viele visuelle Reize brauchen. Von meinen sind es gerade die Tauben die bei Wind und Wetter raus wollen nicht die Hörenden....
      Liebe Grüße
      .............von den Fellnasen und Yvonne
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      :wink
      11+ zwei unter einem Dach
      Kann mir denn noch jemand Rat geben bezüglich der Frage, ob er mit 2 Jahren noch bereit ist für eine Zusammenführung? Kommt sicher auf den Kater an... habe dazu ganz unterschiedliches gelesen, aber ich traue mich vorher echt nicht ran, zumal da auch noch Überzeugungsarbeit an anderer Stelle nötig ist. ;)
      Mit tauben Katzen habe ich keine Erfahrungen, ich hoffe aber, dass du dich durchsetzen und einen Kumpel für dein Katerchen holen kannst, er würde davon profitieren.

      Wie wär´s mit einer Gittertür für die ersten Tage (oder auch länger)

      Kauf dir eine billige Tür im Baumarkt, lass dort ein "Fenster hinein sägen das du mit Kaninchendraht zu tackerst. Türen sind genormt, d.h. du findest garantiert eine passende Tür.

      So können sich die Katzen kennenlernen ohne sich bekämpfen zu können.

      So oder ähnlich sieht das aus.



      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

      Es wird dir niemand garantieren können, dass er mit zwei Jahren noch vergesellschaftbar ist. Und genauso gibt es Katzen, die noch viel länger allein waren und trotzdem wieder Artgenossen akzeptieren.
      Das wird man sehen, wenn es soweit ist. Aber es ist halt schon so, je länger du wartest, mit desto mehr Schwierigkeiten kannst du rechnen. Wenn es früher nicht geht, ist es eben so. Letztendlich steht eh jeder vor jeder Zusammenführung vor dem Risiko, dass es nicht klappen könnte - selbst wenn die Katzen top sozial sind und gut ausgesucht. Es kann immer irgendwas sein und manchmal sind sich Katzen auch schlicht unsympathisch.
      Die Antworten helfen mir total weiter! :) Auf das mit der Tür wäre ich nie selbst gekommen.

      Ich habe eben Infos zu seinem "sozialen Hintergrund" erhalten, die auch sehr interessant sind.
      Er kommt ja aus Rumänien und war dort in einer Wohnung, bis er 7-8 Monate alt war, offenbar seit er 3 Monate alt war, und ab dann allein. Dann wurde er von der dortigen Pflegestelle aufgenommen und war sehr unruhig generell. Als er dann noch mit einer, wie beschrieben, sehr freundlichen Katze konfrontiert wurde, ist er wohl "ausgeflippt" und war kaum zu beruhigen - erst, als er wieder alleine war, kam er nach einigen Tagen wohl runter und war ab da eine komplett andere Katze, laut Aussage.
      Als er dann später wieder mit einer anderen Katze zusammengebracht wurde, war er wohl sehr verängstigt und es war wohl nicht der richtige Zeitpunkt. Dann kam er nach Deutschland, wie beschrieben auch allein auf seine Pflegestelle.
      Mir wurde dazu noch geraten, dass wenn ich ihm einen Kumpel dazuhole, es sehr langsam und vorsichtig anzugehen.

      Wie gesagt, wenn er draußen eine andere Katze sieht, will er sofort hinterher, also wirkt er da eher nicht verängstigt komischerweise.

    MietzMietz to go