Kater oder doch Springmaus...

      Kater oder doch Springmaus...

      Hallo zusammen!

      Mein tauber Kater springt immer mal wieder auf den Tisch, obwohl er es nicht darf. Er macht das wohl, um Aufmerksamkeit zu bekommen, wenn ich abends auf dem Sofa daneben sitze, denn wenn ich dann aufstehe, guckt er mich erwartungsvoll an, legt sich manchmal sogar schon auf den Rücken, um sich möglichst schwer wieder vom Tisch herunterheben zu lassen...
      :roll

      Wenn er es aus Neugierde macht und ich aufstehe und ihm ein Handzeichen gebe, kapiert er es meistens und springt - wenn auch mit einem widerwilligen Geräusch - von selbst herunter.
      Wenn er es jedoch macht, um Aufmerksamkeit zu bekommen - was soll ich dann tun?
      In der Katzensprache heißt ignorieren ja tolerieren, also wäre das falsch... wenn ich ihm aber Aufmerksamkeit zukommen lasse (wenn auch negative), hat er ja "gewonnen"... deshalb macht er es dann auch gefühlte hundertmal am Stück, wenn er mal angefangen hat. :stirnklatsch
      Wie gesagt, das kommt nicht immer vor, aber eben immer dann, wenn er Aufmerksamkeit möchte... egal ob er schon viel davonn bekommen hat oder auch nicht.

      Danke!

      MlleMaus schrieb:

      Wenn er es jedoch macht, um Aufmerksamkeit zu bekommen - was soll ich dann tun?
      Ihn beschäftigen....dann ist ihm langweilig.

      Taube Katzen brauchen sehr viel visuelle Reize
      Liebe Grüße
      .............von den Fellnasen und Yvonne
      ............................................................. im hohen Norden
      :wink
      11+ zwei unter einem Dach
      ANZEIGE

      Hein Mück schrieb:

      Ihn beschäftigen....dann ist ihm langweilig.

      nur nicht gerade dann, wenn er das ungewünschte Verhalten zeigt, weil sonst lernt er: aah, wenn ich das mache, dann spielt sie mit mir :applaus :sehnix

      ist zwar für Dich erstmal nervig, aber aufstehen und kommentarlos rausgehen wäre z.B. eine Möglichkeit.
      :herz
      "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"

      Und vielleicht eine Alternative anbieten. Sabine Schroll empfiehlt zB einen Karton oder eine Kiste. Und wenn die Katze da drin sitzt bekommt sie Aufmerksamkeit. Ihr Kater hat eine alte Weinkiste und wenn er clickern will setzt er sich da rein.
      Wir sind gerade dabei ein Handtuch dazu einzuführen bzw es gibt nur noch Aufmerksamkeit/Leckerchen in der Küche wenn man auf dem Handtuch sitzt und ruhig ist.
      Hundeliebhaber, sind dominant. Katzenliebhaber, sind tolerant (Unbekannt)

      Amiga de los animales schrieb:

      nur nicht gerade dann

      Ich denke wenn Katzen "Fehlverhalten" "provozieren", versuchen sie dem Menschen zu zeigen, dass ihnen was fehlt bzw nicht gefällt. Ich denke wenn er dieses Verhalten zeigt, ist er definitiv unterfordert oder ihm fehlt gesundheitlich was. Ich weiß nicht wie ich das beschreiben soll. Ich denke er sollte mehr visuell beschäftigt werden, dann braucht er diese Reaktionen vom Menschen nicht einfordern.
      Das in der Kiste "abzitzen" damit eine Katze bespaßt wird finde ich total grausam....wenn der Mensch dann doch keine Zeit hat kommt der Frust....sorry, damit nimmt man der Katze völlig die "Selbstständigkeit"sich zu beschäftigen.
      OT wie bei einem Hund dem man zum Ball-Junkie erzieht.
      Liebe Grüße
      .............von den Fellnasen und Yvonne
      ............................................................. im hohen Norden
      :wink
      11+ zwei unter einem Dach
      @Hein Mück um das noch mal klar zu stellen: die Katze bekommt nicht nur dann Aufmerksamkeit! Es geht um eine Extra-Runde. Bzw mir geht es auch darum nicht permanent über die mauzende Katze in der Küche zu stolpern.
      Natürlich wird drumherum gespielt und geschmusst. Nur ist es mir lieber die Katze setzt sich an einen bestimmten Platz und ich reagiere darauf als das sie Blödsinn verzapft. Ist für den Kater auch angenehmer er hat ein festes Signal auf das reagiert wird, als dass er Unsinn machen muss.

      Natürlich macht der Blödsinn für Aufmerksamkeit, aber ich kann doch probieren das anders zu lenken.
      Aber ja, ich bin wahrscheinlich furchtbar grausam zu meinen Plüschs. Blue muss nämlich gleich vom Schoß, weil ich arbeiten muss :-P
      Hundeliebhaber, sind dominant. Katzenliebhaber, sind tolerant (Unbekannt)
      Also er wird sehr gut beschäftigt von uns auf unterschiedliche Arten, und ich bin nach wie vor dran, ihm einen "Freund" zu holen, das geht aber erst frühstens im kommenden Herbst...
      Allerdings denke ich auch, dass er mit einem Katzenfreund nicht immer dann Aufmerksamkeit bekommt, wann es ihm passt, der andere hat eben auch mal keine Lust (oder Zeit, aber das eher im Falle von Menschenfreunden) und Punkt - daher dachte ich, sollte er das schon lernen irgendwie.

      Mir fällt auf, dass er das macht, wenn er raus will, es aber nicht darf. Er ist taub und wir gehen daher mit Geschirr und Leine mit ihm raus, so oft es nur geht. Er selbst weiß aber nicht, dass er wegen seiner Taubheit nicht raus darf und daher würde er am liebsten täglich, stundenlang und alleine raus - auch das will er uns, denke ich, damit sagen. Aber auch das muss er ja lernen, denn raus wird er alleine leider niemals können und spazieren gehen mit ihm liebe ich sehr, aber das geht eben auch dann,wenn es zeitlich auch für den Menschen passt...
      Geändert. ..falsch Person zitiert.

      Und wollte auch nur sagen, dass wenn man sich für ein behindertes Tier entscheidet, sich auch darauf einstellen können muss/sollte.
      Liebe Grüße
      .............von den Fellnasen und Yvonne
      ............................................................. im hohen Norden
      :wink
      11+ zwei unter einem Dach

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Hein Mück“ ()

      Hein Mück schrieb:

      SammyLeo schrieb:

      um das noch mal klar zu stellen
      ??? Du stellst hier Fragen und bekommst Antworten.



      ....ich mein das nicht böse !!!!


      ???? Wo stelle ich denn Fragen? Kann es sein, dass du mich grade mit dem TE verwechselst?

      Ich wollte lediglich darauf eingehen, dass du meinen Vorschlag ja für ach so grausam hältst.
      Klar würde ich mich gern 24/7 um die Katzen kümmern...Jeder hier wahrscheinlich, aber leider muss ich nebenher noch was anderes machen.

      Das der Herbst ein bisschen spät ist um einen Kumpel zu holen sehe ich auch so.
      Deinen Post aber nicht böse zu nehmen fällt stellenweise etwas schwer...Mir zumindest. Aber um mich gehts hier gar nicht, deswegen bin ich jetzt auch still.
      Hundeliebhaber, sind dominant. Katzenliebhaber, sind tolerant (Unbekannt)
      Hm ich finde es auch etwas verabsolutierend... es ist definitiv nicht "nach hinten losgegangen", er kommt ja dann auch regelmäßig raus, nur eben nicht immer, wann er es will. Er maunzt dann mal 3 Minuten und gut ist, dann geht es eben später raus. Witzig ist, dass er drauen zur Zeit oft merkt, dass es gar nicht so gemütlich ist bei Wind und Wetter, und dann von selbst schnell wieder rein will. ;)
      Insgesamt hat er sich ganz gut unserem Rhythmus angepasst, schläft, wenn ich mittags heim komme, dann wird erstmal gespielt, dann schaut er oft raus, während ich arbeite, später geht es dann raus oder wird wieder gespielt, nebenbei muss er sich sein TroFu erarbeiten, damit er da auch beschäftigt ist.

      Gesicherter Balkon wäre eine Möglicheit, der ist zwar groß, aber er würde nichts sehen, da es eine Betonbrüstung ist, ich denke nicht, dass das eine super Alternative wäre.

      Zur Vorgeschichte: mein Katerchen habe ich mit knapp 11 Monaten adoptiert, und bei seiner Pflegestelle war er auch allein in einer sehr viel kleineren Wohnung, und die "Besitzerin" war auch länger nicht zuhause als ich... es hat sich lang niemand für ihn interessiert, daher durfte ich ihn schlussendlich adoptieren. Mittlerweile ist er knapp 1 Jahr und 3 Monate und ich hab nicht vor, ihn "abzuschieben", weil er ab und an Blödsinn im Kopf hat...

      Ich denke, das wird gerade echt ein bisschen dramatisiert. Er pinkelt nirgends hin und zerfetzt nicht sämtliche Möbel, auf den Tisch springt er mal wegen der Aufmerksamkeit, mal weil ein lecker riechender Teller noch da steht... und mich hat lediglich der Umgang damit interessiert.

      Mein Hund damals hat das als "Jungspund" auch so einiges angestellt, wenn er allein zuhause war... auch wenn man Hunde und Katzen nicht vergleichen kann, Tiere machen allgemein auch mal Blödsinn, weil sie es können, weil sie das jetzt einfach spaßig finden, weil weil weil... und nicht immer sind sie deshalb keuzunglücklich.
      Dazu noch eine kleine Anekdote: Mein Katerchen lag gestern Abend friedlich mit mir im Bett und fand meine Brille, die neben ihm lag, so interessant, dass er die Bügel angekaut hat. :D

      Früher geht das eben nicht mit dem Freund, leider - ich muss dazu noch Freund plus Vermieter überzeugen und, was noch wichtiger ist, aus der Ausbildung raus sein - denn eine Zusammenführung braucht bekanntlich Zeit und gute Nerven, und ich bin zwar gerade häufig zuhause, jedoch könnte ich mich dem trotzdem nicht so intensiv widmen und auch Urlaub nehmen, wenn es Schwierigkeiten gibt.
      Mir fällt hier immer wieder auf, dass alles gleich stark dramatisiert wird, und jedes Verhalten von Katzen sofort als "Ist das traurig, dem geht es so schlecht" abgestempelt wird... warum das?
      Lebewesen haben ihren eigenen Kopf, egal ob Kinder, Tiere, Menschen, und jammern auch mal, wenn es mal nicht nach ihrem Kopf geht, das ist ja ganz normal? Wenn ich dem sofort nachgehen müsste immer, und nicht auch mal das Tier/der andere "warten" müsste, dann würde ich auch jeden Morgen um 5 aufstehen, denn da wacht das Katerchen eben auf und latscht mir übers Gesicht, um mir zu sagen "Das Trockenfutter hier ist ja ganz nett, aber noch netter wäre es, wenn du mir jetzt sofort mein Nassfutter geben würdest, denn ich WILL ES JETZT!" - aber dann muss er eben mal noch warten, mit seinem Trockenfutter Vorlieb nehmen und auch das wird er überleben. Oder wenn wir am Tisch essen und er langt mit der Pfote danach und mauzt, weil unser Essen ja so viel leckerer riecht als sein eigenes... oder wenn er in jeden einzelnen Raum will, vor allem in dein einzigen, in den er eben nunmal nicht darf - dann ist das eben so.

      Bitte nicht falsch verstehen, ich liebe dieses Tierchen, sonst hätte ich es nicht adoptiert, aber es kann ihm sicher auch gut gehen, wenn es nicht immer nach seinem süßen Köpfchen geht.

      Noch was zum Thema "raufen": Ich raufe mit ihm mit einem großen Katzenminzekissen, dass er dann "vermöbelt", oder packe meine Arme in dicke Wolle ein und raufe selbst mit ihm (Arme und Hände verdeckt, dass er das nicht miteinander verbindet), das macht er ab und an gern und nach 3-4 Minuten ist es dann auch meistens genug.
      Also ich hab das jetzt nicht so verstanden, dass es ihm schlecht geht :left-right er macht halt Blödsinn, wie jeder andere Kater das auch mal macht und testet aus, wie weit er damit kommt.


      Mir fiel dazu gleich ein anderer Thread zu ein, ich weiß nur nicht mehr wie die TE heißt
      :schaem ihr Kater heißt jedenfalls Bambi und Bambi ist auch immer auf die Küchenzeile gesprungen wenn Frauchen sich das mit ihrem Freund gerade auf dem Sofa gemütlich gemacht hatte.

      Bei denen hat das sehr gut funktioniert mit ignorieren, aufstehen und rausgehen. Gespielt wurde dann später natürlich wieder.
      :herz
      "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar"