Transportbox-/TA-Training - Erfahrungsaustausch

      Transportbox-/TA-Training - Erfahrungsaustausch

      Vor erstellen des Themas habe ich mich umgesehen und festgestellt, dass es oft nur in den Fotothreads einzelne Beiträge zu diesem Thema gibt. Entsprechende Threads sind schon älter und eingestaubt...

      Deshalb möchte ich hier über meine Erfahrungen schreiben und würde mich sehr freuen, wenn sich einige von Euch, die ebenfalls üben, anschließen, oder Interessierte, Fragen stellen :-)

      Die Gründe mit dem TA-Training zu beginnen sind verschieden, haben i.d.R. jedoch mit panischen Katzen zu tun, denen man die oft unvermeidlichen Fahrten zum TA erleichtern, oder manchmal sogar erst möglich machen möchte.

      Bei mir lag die Sache etwas anders. Kaya und Stella müssen selbstständig in die Box gehen, weil ich im Rolli sitze. Es ist leicht einzusehen, dass man nur die Wahl hat zwischen Katze halten, oder vom Fleck kommen. Jegliche Distanz zur Box ist also praktisch nicht zu überwinden.

      Das war kein Problem, solange sie klein waren und nur in langen Abständen mal zum TA mussten. Leckerli in die Box - Katze hinterher - Tür zu - fertig :8

      Als Kaya aber mehrfach hintereinander Termine hatte, konnte ich den Trick vergessen :( Ich war schlicht und ergreifend ratlos...

      Dazu kam, dass wir zu bestimmten Zeiten hin mussten, während unser ehemaliger TA, außer für OPs, keine Termine vergab. Jetzt mussten wir aber zu einem Herzschalltermin,der nur 1x/Monat stattfand. Und noch schlimmer... Kaya musste zur FORL-OP, d.h. ein langer OP-Zeitraum wurde für sie reserviert...

      Der Herzschalltermin sollte vor der OP stattfinden und ich organisierte Hilfe zum "eintüten". Trotzdem war es furchtbar :sehnix Kaya war blitzschnell und wehrte sich mit allem was ihr zur Verfügung stand. Wir schafften es letztendlich, aber es gab tiefe Kratzer und natürlich eine aufgebrachte Katze :((

      Nach diesem Erlebnis hatte ich die Motivation TA-Training zu versuchen und durchzuziehen. Ich wollte ihr nach Möglichkeit nie wieder so etwas antun!

      Soviel erst einmal zu meinem Auslöser und meiner Motivation mit dem Training zu beginnen.

      Ich bin absolut kein Experte! Ich stehe noch ganz am Anfang, aber speziell in Bezug auf das Transportboxtraining habe ich im letzten 3/4 Jahr Erfahrungen gemacht, die ich gern teilen möchte, und hoffe auch mit anderen Bestandteilen des Trainings endlich weiterzukommen.

      Es ist selbst für mich, die ich ja einfach gar keine andere Wahl habe, als auf die Kooperation der Katzen zu setzen, alles andere als leicht mich zu motivieren. Aber vielleicht hilft mir auch dieser Thread dranzubleiben ;)

      Wer von Euch macht TA-Training?

      Was war der Auslöser es zu beginnen?

      Wie motiviert Ihr Euch?

      Wie weit seid Ihr?

      Was und wie übt Ihr?

      Es wäre super, wenn Ihr Euch beteiligt :love:
      Liebe Grüße,
      Heike

      Hier sind wir :-)

      "Jeder, der eine Weile mit einer Katze zusammengelebt hat, weiß, dass die Tiere unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstandes haben." C. Amory

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Kaya&Stella“ ()

      Hallo Heike,

      danke für den Thread! :love: Das ist eine großartige Idee. Ein bisschen Motivation per Gruppendynamik hilft uns Menschen bestimmt, dran zu bleiben.

      Ich möchte auch schon ewig richtiges TA-Training mit meinen Katzen machen, finde aber nicht so recht einen Einstieg. Ich habe jetzt das entsprechende Buch von Christine Hauschild gelesen und versuche es mal darauf aufbauend. Schritt 1 wäre also, die Katzen per Clickertraining daran zu gewöhnen, sich auf eine bestimmte Pappe oder Matte zu setzen. Daraus soll dann peu a peu ein Boxen- und Entspannungs-Training werden.
      Parallel arbeite ich sowieso daran, dass Berührungen überall toleriert werden, aber das brauche ich zum Bürsten ja sowieso und das klappt auch ganz gut. (Die zwei stellen sich schon wieder auf Herbst / Winter um; Bürsten-"Training" steht gerade absolut im Vordergrund.)

      Meine Motivation ist, dass ich den Katzen den enormen Stress ersparen möchte, den sie im Moment bei TA-Besuchen haben. Lieschen hat fast zwei Monate gebraucht, um sich von der Impfung & Blutabnahme Anfang Mai zu erholen, das ist doch kein Zustand. Und irgendwann will ich auch wieder umziehen, da müssen die Katzen stundenlang in Transportkörben bleiben - und im Idealfall dabei nicht vor Angst kollabieren.
      Meine TÄ und ihr Team gehen sehr freundlich mit den Tieren um, das ist nicht das Problem. Aber auf dem Hin- und Rückweg bekommen sie Straßenverkehr und Busse mit und im Wartebereich gibt es keinen Bereich ohne Hunde. Da man trotz Termin sehr lange wartet, sind die Katzen also allein von den Umständen um den Termin herum fix und fertig.

      Meine Ziele wären also auch Boxentraining (halbwegs entspanntes Warten in der Box, freiwilliges Aussteigen). Und Entspannungsübungen... Ansonsten müsste ich nebenher auch mal das Tablettengeben üben, hab nämlich gerade wieder festgestellt, dass ich das immer noch nicht kann. :haha Das müsste man ja mit kleinen Leckerli-Stückchen gut üben können.
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      Hallo Heike,

      tolle Idee, die Sache mit dem Thread! :yes

      Ich kann mich zu den Glücklichen zählen, die keine größeren Probleme bei TA-Besuchen mit den Katzen haben. Cara und Sini haben von Klein auf gelernt, die Transportbox nicht als etwas Unangenehmes oder gar Bedrohliches wahrzunehmen. Und Lucy versteckt sich mittlerweile auch gerne darin, um vorbei rollende Bällchen aus der Deckung heraus zu überfallen. Sie steht meist irgendwo im Wohnbereich und wird beim Spielen immer mal wieder integriert (darunter leidet die Box auch ein wenig, da sie von Lucy gerne als Kratzbaum zweckentfremdet wird). Insofern war das aber auch schon eine Art TA-Training. :pfeif

      Zudem ist die -> zerlegbare Transportbox recht groß, daher kommt sie im Auto immer auf die Rückbank. Da kann man auch mal 2 Katzen rein stecken (so spare ich eine Fahrt), allerdings ist sie dann neben der Unhandlichkeit auch noch recht schwer (Kater 6,4 kg + Katze 4,5 kg = Lebendgewicht 11 kg, ohne Box). Die Größe erleichtert allerdings auch das "Einfädeln" der Deliquenten, wobei es da ja auch zwei Möglichkeiten gibt: Von vorne und von oben. Meist sind sie aber relativ einfach z. B. durch ein Leckerli zum Einstieg zu bewegen. Nur bei der zweiten Katze wird es dann schwierig, weil die erste dann doch gerne wieder raus möchte.

      Ach ja: Und bei der Fahrt zum TA, die z. B. von Sini alle 3 - 5 Sekunden mit einem kläglichen "Mau" untermalt wird (d. h. bei 20-minütiger Fahrt mindestens 240(!) Maunzer), hat sich die hineingesteckte Hand meines Sohnes (also jemand, den sie gut kennt) bewährt. So erklang wirklich nur 2 mal das besagt "Mau".

      Ich werde diesen Thread aber weiterhin interessiert verfolgen, denn man lernt ja nie aus. ;)

      Schönen Gruß
      ^..^___/`

      „Das Leben und dazu eine Katze, das gibt eine unglaubliche Summe.“ Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)
      "A black cat crossing your path signifies that the animal is going somewhere." Groucho Marx (1890 - 1977)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Schmart“ ()

      Super Idee mit diesem Thread :yes

      Mit Laura habe ich bislang nur gute Erfahrungen in Sachen "eintüten" gemacht. Das liegt aber sehr wahrscheinlich auch an der Tatsache, dass wir in den vergangenen fast 11 Jahren höchstens 2x pro Jahr zur TÄin mussten und Laura schon von ihrer Grundeinstellung her sehr positiv und neugierig reagiert. Ok, vorletztes Jahr stand ein bißchen mehr an als "nur" Impfung und Krallenschnibbeln. Bei Laura genügt es, die Box in die Küche zu stellen, ein paar Leckerchen reinzulegen (die Knabberstängelchen von DM kommen bei ihr besonders gut an :yes ) und die Einstiegstür zu schließen. Abgesehen davon gehen unsere jetzige Tierärztin und ihr Team hier in Frankfurt sehr liebevoll mit den kleinen und teilweise etwas größeren Patienten um. Dadurch kann schon ein Großteil der Angst von vornherein abgefangen werden. Wie ich Laura allerdings dazu bringe, mir nicht immer während der Autofahrt die Ohren vollzujammern, ist mir ein Rätsel :?

      Anders mit ihrer "Vorgängerin" Cleo, die sich mit Krallen und Zähnen bis zum Gehtnichtmehr gegen die Box wehrte :x :x :x :x . Da Cleo ohnehin schon durch ihre viel frühe Vermittlung mit 6 Wochen traumatisiert und völlig fehlgeprägt war, konnte auch das beste und intensivste Boxentraining nichts ändern. Sogar vor unserer allerletzten Fahrt zur Tierärztin in Wiesbaden kam trotz gebrochenem Bein noch mal der Tiger in ihr durch. Und dann natürlich auch in der Praxis selbst. Auch das hat mir das Herz gebrochen :((

      Ach ja, Tablettentraining sollte ich auch langsam mal beginnen :roll Die Madame mag nämlich absolut nicht ihre Wurmkur fressen :no Tablette im Ganzen? :no Tabletten zerkleinert in Stückchen unter das NaFu gemischt? :no Tabletten pulverisiert unter das Na Fu geschmuggelt? :no
      Cats are like a mystery in the fog. There is more in their mind than we are aware (Sir Walter Scott)


      Sabine mit Schmusebaby Laura und dem unvergessenen Sternchen Cleo (+ 25.09.2006) und mein Patensternchen Gitti vom KatzenTRaum (+ 04.01.2018)

      Stolze Patentante von Aurelia und Pucky vom KatzenTRaum :love: :love:
      Tabletten gehen hier so mittelmäßig... Früher oder später werden sie mit leckerem Futter gemischt und / oder zerkleinert schon gefressen, meistens. Einmal hat es funktioniert, Lieschen (scheinbar) eine Tablette wie ein Leckerli hinzulegen - Brummi hat sie dann aus lauter Gier prompt gefressen, perfekt. :yes (Sie war für ihn gedacht, das musste so.)

      Meine Katzen kennen Clickertraining vom Grundsatz her, aber bisher habe ich das mehr als Spiel gehalten und nichts Ernsthaftes trainiert. Das Problem ist, dass bei mir ein bisschen die Ruhe und Struktur fehlt... Tierarzttraining wäre ja besonders für Lieschen super wichtig, aber sie ist nun mal von der Persönlichkeit her eine "Zweite-Reihe-Katze", dh wenn Brummi sich beim Training dazwischen drängelt, lässt sie sich auch ohne Weiteres abdrängen und ist dann schwer wieder zu motivieren.
      Aber bei der Sache haben wir in letzter Zeit Fortschritte gemacht. :-) Das liegt ja in erster Linie an mir, wie strukturiert oder chaotisch Training mit zwei Katzen läuft. Es wird besser.
      Vielen Dank für Eure Antworten :love:

      Song schrieb:

      Ein bisschen Motivation per Gruppendynamik hilft uns Menschen bestimmt, dran zu bleiben.


      Genauso dachte ich mir das :D

      Song schrieb:

      Meine TÄ und ihr Team gehen sehr freundlich mit den Tieren um, das ist nicht das Problem. Aber auf dem Hin- und Rückweg bekommen sie Straßenverkehr und Busse mit und im Wartebereich gibt es keinen Bereich ohne Hunde. Da man trotz Termin sehr lange wartet, sind die Katzen also allein von den Umständen um den Termin herum fix und fertig.


      Ich habe mit der neuen Praxis jetzt auch das Glück, dass sehr liebevoll mit den Tieren umgegangen wird. Die Behandlungsräume abgeschlossen und klein sind, also während der Behandlung keine Störungen zu erwarten sind, während es früher ein einziges kommen und gehen war :(

      Das Problem mit den Hunden im Wartebereich bleibt aber und das ist wirklich ein Problem und ich wünschte mir wenigstens für größere Praxen wie unsere, getrennte Wartebereiche für Hunde, und einen für Katzen und andere Kleintiere. Das wird aber wohl ein ewiger Wunsch bleiben.

      Frl. Katzenmami schrieb:

      Wie ich Laura allerdings dazu bringe, mir nicht immer während der Autofahrt die Ohren vollzujammern, ist mir ein Rätsel


      Dafür habe ich auch noch kein Rezept, habe da aber nicht so das Problem. Sie piepsen beide nur hin und wieder mal. Dann gebe ich kurz Antwort und gut ist.

      Das wirkliche Problem ist hier das "eintüten" und da, ganz klar, dass übergriffige der Situation. Der Mensch, der tagtäglich sanft und liebevoll mit ihnen umgeht, sie im großen und ganzen sein lässt wie sie sind, wird aus dem nichts heraus unberechenbar.

      Song schrieb:

      Ich habe jetzt das entsprechende Buch von Christine Hauschild gelesen und versuche es mal darauf aufbauend. Schritt 1 wäre also, die Katzen per Clickertraining daran zu gewöhnen, sich auf eine bestimmte Pappe oder Matte zu setzen. Daraus soll dann peu a peu ein Boxen- und Entspannungs-Training werden.


      Genauso habe ich es auch gemacht. Ich bin sowieso ein großer Fan der Bücher von Christine Hauschild. Also habe ich das bestellt und ersteinmal nur den Einstieg und das Kapitel zur Transportbox gelesen, einfach weil die Zeit drängte.

      Das ist das Buch:

      Tierarzttraining für Katzen: Einfühlsam und spielerisch zu mehr Gelassenheit

      Ich ging allerdings fest davon aus, dass wir es nicht schaffen bis zur OP...

      Ich zitiere mich mal selbst...

      Kaya&Stella schrieb:

      Seit ein paar Wochen mache ich übrigens TA-Training. Leider ist es für Kaya zu spät, jedenfalls für die letzten und noch kommenden Termine. Ich will/muss unbedingt den Stress rausbekommen. Hauptsächlich für das eintüten, aber natürlich würde ich auch gern anderes für den Fall der Fälle üben.
      Da ich mit ihnen nicht klicker sind wir noch ganz am Anfang, aber es läuft jetzt viel besser als bei meinem 1. Versuch mit ihnen, vor 2 Jahren. Stella ist disziplinierter und Kaya achtet inzwischen auf mich, was sie damals nie gemacht hat.
      Jedenfalls macht es uns allen Spaß und das ist das Wichtigste, glaube ich. Stella schnurrt die ganze Zeit und Kaya ist so aufmerksam und geduldig. Ich muss immer mit Stella anfangen, also erarbeitet sie auch die Übung, während Kaya zusieht. Wenn ich Stella dann da hin geführt habe, wo sie hin soll, macht Kaya die Übung einfach gleich wie sie sein soll Wenn ich Kaya schon zwischendurch mal auffordere, macht sie auch alles korrekt, inclusive Stellas Fehler


      An dieser Stelle muss ich, für die die K&S noch nicht aus meinem Thread kennen, beide mal vorstellen :-)

      Stella: kleine "Rampensau", steht gern im Mittelpunkt, schwebt auf rosa Wolken durch ihren Tag, ewiges, argloses Kitten, davon überzeugt, dass sich die Erde nur für sie täglich um die Sonne dreht

      Kaya: hochsensibel, intelligent, geduldig, hasst es Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, extrem verunsichert durch jede Art von Erwartung/Zwang

      Ihre Motivation für das Training.
      Stella: LECKERLI :inlove Aktion :color_wave

      Kaya: ich glaube hauptsächlich die Interaktion mit mir :love: Leckerli... bedingt, wenn die Lust darauf größer ist, als die Skepsis :left-right

      Problem:

      Stella: stillsitzen, Dinge geschehen lassen ohne selbst aktiv zu sein

      Kaya: auszuhalten, dass der Focus auf sie gerichtet ist, allgemeine Zaghaftigkeit und Skepsis

      Ich schreib in kleineren Abschnitten weiter, weil ich erstens immer mal zwischendurch noch anderes tun muss und 2. einfach Angst habe, dass der Text flöten geht :sehnix
      Liebe Grüße,
      Heike

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      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Kaya&Stella“ ()

      Song schrieb:

      Einmal hat es funktioniert, Lieschen (scheinbar) eine Tablette wie ein Leckerli hinzulegen - Brummi hat sie dann aus lauter Gier prompt gefressen, perfekt. (Sie war für ihn gedacht, das musste so.)


      :haha vor nicht allzu langer Zeit, hätte genau das auch funktioniert: Brummi / Stella. Inzwischen habe ich es geschafft, dass zumindest meistens Stella sich zurücknimmt und Kaya in Ruhe futtern lässt. Aber es war harte Arbeit, weil genau das auf Kaya zutrifft:

      Song schrieb:

      sie ist nun mal von der Persönlichkeit her eine "Zweite-Reihe-Katze", dh wenn Brummi sich beim Training dazwischen drängelt, lässt sie sich auch ohne Weiteres abdrängen und ist dann schwer wieder zu motivieren.
      Liebe Grüße,
      Heike

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      Nach der Lektüre war mir klar, dass ich mit den Transporttaschen, die ich bisher hatte (u.a. auch die von Dir gezeigte @Schmart ) nicht gut trainieren kann. Also habe ich meine alte Box aktiviert und trainierte indem die Katzen sich abwechselten, mit einer Box.

      Ich habe am 29. Oktober mit dem Transportboxtraining begonnen. Am 14. November sollte Kaya operiert werden. Ich ging wirklich nicht davon aus dass wir es bis dahin schaffen, aber um es vorwegzunehmen - nach 7 Tagen war die Tür geschlossen :staun
      Wieder Zitat von damals:

      Kaya&Stella schrieb:

      Bisher gab es nur leichte Einstiegsübungen, aber gestern abend ging es dann richtig los mit Transportboxtraining. Und wer ist ganz cool reinmaschiert, das Kayachen Sie macht das besser als Stella. Stelli denkt es reicht, wenn der Kopf drin ist.

      Heute haben wir 2x geübt und es klappte wieder. Noch nicht prompt und flüssig, aber ohne Angst.


      Stella ging nicht rein, weil sie einfach zu gierig auf das Leckerli war. Auch dieses nicht abwarten können hat sich durch das Training enorm verbessert.

      Kaya braucht, wie zu allem, Zeit und Ruhe sich zu entschließen. Sie stürmt auf nichts einfach los und bei mir liegt es dann, nicht unruhig zu werden, abzuwarten und zu vertrauen.


      Kaya&Stella schrieb:

      Unser Training schreitet in riesen Schritten voran Gestern habe ich die Tür eingehängt und sogar schon bewegen können. Stella sitzt beim Training immer neben mir auf der Couch (naja, meistens ) und wird mit anderen kleinen Übungen beschäftigt, wie "bleib" für bleib da wo du bist und "Nose" Näschen an den Targetstab. Gestern fiel sie vor Aufregung von der Couch Genau neben Kayas Box Kaya rast natürlich raus und ich denke "das wars, wir können von vorne anfangen" Aber nein, nach kurzem sammeln und meiner etwas zittrigen Aufforderung "Kaya - Box" macht sie einfach weiter

      Heute ging die Tür bis auf einen Fingerbreit zu und irgendwann war es Kaya so langweilig, dass sie in der Box anfing sich zu putzen! Und sie will unbedingt ihre Übungen machen. Ich wollte trainieren, als das Telefon klingelte. Nach dem Gespräch war Kaya eigentlich im Ruhemodus und "Kaya - Box" interessierte sie nicht... aber bei "Stella - Box", da kam sie doch hurtig von ihrem KB runter

      Mich überrascht die Erfahrung, die ich gerade mache, immer noch sehr. In der Vergangenheit habe ich Leckerli in die Box gegeben, Katze hinterher gesprintet und natürlich schnellstmöglich wieder raus. Die Frage war also: wer ist schneller. Bei einmal jährlich TA, war ich das, ab dem 2. mal nicht mehr. Deshalb jetzt das Training und es ist so anders, wenn sie das Leckerli als Belohnung erwarten. Kaya geht rein, dreht sich um, bekommt Marker und Leckerli. Es ist so eine Ruhe da reingekommen, als würde es gar nicht mehr um das Leckerli gehen. Vergessen sollte man es trotzdem nicht

      Der Tag X kann trotzdem anders laufen. Wir kennen alle die Antennen unser Fellnasen, aber ich kann eigentlich Jeden nur ermutigen es zu versuchen, der nicht in der glücklichen Lage ist, gelassene Transportbox-Katzen zu haben
      Liebe Grüße,
      Heike

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      Nach 7 Tagen hatten wir die Grundlage eigentlich geschaffen, Kaya ging sicher in die Box und ich konnte die Tür schließen. Wir haben in den 14 Tagen nur 1x das Training abbrechen müssen, weil Stella mal wieder vor Aufregung von der Couch fiel :stirnklatsch Kaya daraufhin ins Schlafzimmer unters Bett rannte und nicht mehr hervorkam. Natürlich machten mich solche Situationen nicht gerade zuversichtlich...

      Aber am nächsten Tag konnten wir einfach weitermachen :-)

      Ein wichtiger Punkt ist dieser hier und das fällt mir wirklich schwer :sehnix

      Kaya&Stella schrieb:

      Ich trainiere mich selbst eigentlich jedes mal mit. Ich neige dazu unangenehme Sachen mit den Katzen schnell hinter mich bringen zu wollen und gerade Kaya ist da extrem sensibel, aber wenn man Videos zum Thema sieht, findet eigentlich fast alles beinahe in Zeitlupe statt.

      Also übe ich ruhige Bewegungen und Zeit zwischen den Aktionen (im Korb ankommen... sich umdrehen... Griff zur Tür... langsam schließen ). Ich glaube das ist der Knackpunkt im Ernstfall und ich brauche dafür natürlich Vertrauen in unser Training und Kaya.


      Was man sich auch gut überlegen muss ist der "Marker", also das Signal mit dem man die Katze bestätigt. Klicker hat nicht gut funktioniert, weil ich meine Hände ja benötige um mich vom Fleck zu bewegen, dann muss die Tür geschlossen werden usw., einfach doof. Schnalzen kann ich nicht gut, jedenfalls nicht in gleicher Tonlage und Qualität, also entschied ich mich für "yes" als Signal. Viele Kommandos sind englisch, weil ich im Alltag eben deutsch rede.

      Wir schafften es bis zur OP. Kaya ging problemlos in die Box. Natürlich war sie nicht glücklich als sie merkte, dass sie geschlossen bleibt, aber sie war nicht in der üblichen Schockstarre, wie sonst immer, sondern nahm in der Praxis sogar Kontakt mit mir auf, was vorher undenkbar war.

      Die Feuerprobe hatte das TA-Training also bestanden, aber wie geht es weiter, wenn einmal die Erfahrung gemacht wurde, letztlich dann doch keine Kontrolle mehr zu haben?

      Ich nehme es vorweg... es war ein auf und ab :ko
      Liebe Grüße,
      Heike

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      Hier wollte ich noch fragen... Wie hast Du festgestellt, dass Lieschen das Erlebnis verdaut hatte, oder eben noch nicht?

      Song schrieb:

      Lieschen hat fast zwei Monate gebraucht, um sich von der Impfung & Blutabnahme Anfang Mai zu erholen, das ist doch kein Zustand.
      Liebe Grüße,
      Heike

      Hier sind wir :-)

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      Aber jetzt echt eine blöde Frage: wie kriegt ihr die Clickerei mit zwei Katzen hin???

      Simba ist auch einer, ala Brummi... Sämtliche Leckerli gehören mir und Dosi hat sich gefälligst mit mir zu beschäftigen!
      Vielleicht a bissl überspitzt formuliert, aber so kommt's mir manchmal vor.
      Dass seine Schwester auch noch da ist und die auch Bedürfnisse hat, das vergisst er und zu meiner Schande muss ich gestehen, ich auch manchmal!!! :zip
      Die Rechnung hab ich jetzt präsentiert bekommen.
      Wir haben einen TA Marathon hinter uns... Ging so weit, dass Nala Angst vor mir hatte, sich nach draußen zurück zog und ich zu tun hatte, sie abends ins Haus zu kriegen.
      Fünf Tage Hausarrest und die Tatsache, dass ich mich in der Zeit intensiv mit ihr beschäftigt hab, haben uns jetzt wieder auf einen guten Weg gebracht.
      Gut, heute sind wir wieder stinkig, weil es Spot-on Tropfen gab. Aber die Beiden sollen sich erst mal ausspinnen und später dann werden wir noch miteinander spielen. Dann schauma weiter...

      Aber die Frage: Wie soll das mit zwei Katzen gehen, wenn die eine ein Gierschlund ist und die andere eine ist, die sich dann einfach verzieht....???
      Mein junger Freund... wenn sie Verfasser psychologischer Romane werden und über die Rätsel der Menschenseele schreiben wollen, dann ist es das Beste, Sie schaffen sich ein Katzenpärchen an. (Aldous Huxley)

      Simba und Nala - Zwei wie Pech und Schwefel
      Huhu :wink
      Tolle Idee, dieser Thread :yes Denn das Thema liegt mir auch auf der Seele :(
      Wir haben ja drei Jungs, von denen zwei da absolut problemlos sind....und Sammy... Sammy ist ein supervorsichtiger Kater, sehr schreckhaft und er hat sich auch noch nie gerne hochnehmen lassen, während streicheln und kraulen an sich kein Problem waren. Solange sich Tierarztbesuche aufs Impfen beschränkten, war es auch überhaupt Problem, aber dann hatten wir einen anderen Kater, den wir versorgt und letztendlich vermittelt haben und da dieser Flöhe hatte, müssten wir unsere eben prophylaktisch mitbehandeln und das wurde zur Tortur...am Schluss ließ er sich überhaupt nicht mehr greifen geschweigeden in die Box bugsieren :schmoll Das war Anfang 2016... Jetzt möchte ich langsam ein Boxentraining beginnen, weil ich spätestens Juni 2018 zum Impfen MUSS, dann sind drei Jahre vorbei. Eigentlich wollte ich alle zwei Jahre gehen, denke aber, bei Wohnungskatern ohne Balkon kann ich auch drei Jahre Abstand vertreten.
      Was habe ich bisher erreicht? Das Sammy zumindest nicht mehr panisch abhaut, wenn er die Box sieht und für Stunden unterm/hinterm Bett verschwindet.
      Was ist mein Ziel? Das er, ohne das ich ihn anfasse, in die Box geht und auch nach dem Schließen der Tür einigermaßen entspannt bleibt....
      Wie ich das erreichen möchte? Mit Geduld und ganz viel Ruhe und Zeit... Wir haben drei verschiedene Boxen, trainieren möchte ich mit allen dreien :yes
      Die Augen einer Katze sind die Fenster in eine andere, zauberhafte Welt!

      Stolze Patentante von Chrissie's Knubbel!
      Also, Lieschen ist nicht schüchtern und zurückhaltend, sie steht auch sehr gern im Mittelpunkt und braucht das auch. :-) Aber wenn eine andere Katze gerade auch in den Mittelpunkt will, dann räumt sie das Feld. Das meinte ich mit "Zweite-Reihe-Katze". Und Brummi ist auch nicht wirklich dominant, das wirkt hier nur so, weil er es "nur" mit Lieschen zu tun hat. In seiner Geschwistergruppe sah das für ihn ganz anders aus.

      Kaya&Stella schrieb:

      Hier wollte ich noch fragen... Wie hast Du festgestellt, dass Lieschen das Erlebnis verdaut hatte, oder eben noch nicht?

      Ich hatte vor dem TA-Besuch eine fröhliche, muntere Katze. Das war mit dem Termin schlagartig vorbei und kommt erst seit kurzem wieder. Sie hatte wirklich massiven Stress und hat sogar versucht, die TA-Helferinnen zu kratzen und zu beißen. :(

      Sunset79 schrieb:

      Aber jetzt echt eine blöde Frage: wie kriegt ihr die Clickerei mit zwei Katzen hin???

      Wenn das geht, geht getrenntes Clickern am besten. Aber da machen nicht alle Katzen einfach so mit. Bei mir streikt dann Lieschen und auf sie kommt es mir ja an.
      Beim Clickern zu zweit nehme ich als Belohnungen "leckere" Leckerlis, aber keine Lieblings-Leckerlis, damit Brummi sich noch auf was anderes konzentrieren kann. Dann habe ich verschiedene Lob-Wörter für die beiden, sodass sie wissen, wer angesprochen ist. Und Brummi von Lieschens Belohnungen fernzuhalten, ist eine Frage des Timings und der Übung. Mir hilft die Übung mit der Pappe da sogar wirklich weiter: Pro Katze ein Pappe, Belohnungen gibt es jeweils nur für das Betreten der "eigenen" Pappe. So lernen sie hoffentlich gleich, auf "ihrem" Platz zu warten, wenn ich mit der anderen Katze übe.

      Ich habe als dritte Transportbox eine große Flugbox. Mit der klappt das Boxen-Training wunderbar, zumindest, wenn nur eine Katze rein soll. Allerdings werde ich die nur für einen Umzug nehmen und nicht mit TA-Besuchen für die Katzen versauen. Das Einsteigen habe ich ihnen per Target-Stab gezeigt, dann mit Handgeste. Leckerli bekommen sie erst anschließend. Geht gut. :-) Brummi bleibt auch schon mit angelehnter Tür ruhig liegen.

      Song schrieb:

      Ich hatte vor dem TA-Besuch eine fröhliche, muntere Katze. Das war mit dem Termin schlagartig vorbei und kommt erst seit kurzem wieder. Sie hatte wirklich massiven Stress und hat sogar versucht, die TA-Helferinnen zu kratzen und zu beißen.


      Das ist schon heftig :(

      Hier ist es so, dass Kaya zwar zittert, aber alles mit sich machen lässt. Vorgestern mussten wir zu 2 verschiedenen Ärzten und sie hat es super gemacht, obwohl wir zwischendurch wieder im Wartebereich mit den Hunden saßen.

      Sie kommt auch sofort, wieder runter, wenn sie meint, die akute Gefahr ist vorüber. Das ist schon der Fall, wenn wir zum Auto gehen. Zuhause angekommen ist sie komplett runtergekommen und verlässt entspannt die Box, also nicht fluchtartig.

      Stella ist ähnlich entspannt, und sogar selbst beim Arzt relativ locker. Sie kommt auch selbst aus der Box auf den Behandlungstisch. Trotzdem würde sie sich wohl nicht einfach in die Box setzen lassen, einfach weil sie ab da keine Kontrolle mehr hat.

      @Sunset79 Song hat ja schon einiges geschrieben. Dann musst Du das abwarten schon bei der Konditionierung auf den Marker üben. Simba muss verstehen, dass er keine Chance hat und auch Nala kann sehen, dass es okay ist, sich zu nehmen was für sie bestimmt ist.

      Du musst aber nicht mit Beiden klickern. Hier geht es nur nicht anders und letztendlich hat sich der vermeintliche Nachteil, als Vorteil herausgestellt. Ja, Stelli ist hibbelig und unruhig und fordernd und präsent, aber sie ist eben auch glücklich und arglos und begeistert. Daran orientiert sich Kaya sehr stark. Ich hätte weniger Nerven gelassen und es hätte weniger, im Nachhinein, lustige Zwischenfälle gegeben, aber ich wäre bei weitem nicht so schnell vorangekommen.

      Auch später war es immer der kleine Chaot Stella, die uns aus dem Tal, der Sackgasse, geführt hat. Ich weiß ihre Unterstützung sehr zu schätzen. Durch sie kann ich (scheinbar) den Fokus von Kaya nehmen. Sie nimmt sowohl Kaya, als auch mir, die Anspannung :-)
      Liebe Grüße,
      Heike

      Hier sind wir :-)

      "Jeder, der eine Weile mit einer Katze zusammengelebt hat, weiß, dass die Tiere unendlich viel Geduld mit den Grenzen des menschlichen Verstandes haben." C. Amory

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Kaya&Stella“ ()