Was ist nur mit dieser Katze los?

      Song schrieb:

      Auf die kann sie aber drauf? Und macht sie das auch?


      Sie könnte drauf, macht sie aber nicht. Neugier ist auch nicht wirklich ihre Stärke. Während die andere alles neue sofort erkundet, um mich herum schleicht wenn ich etwas auspacke, aufbaue etc. ist ihr das alles völlig egal. Sie nutzt Dinge die sie kennt und als gut befunden hat. Es interessiert sie nicht wenn ich in anderen Räumen Geräusche mache oder etwas umräume, sie schaut noch nichtmal zu. Also weder neugierig noch groß interessiert :rollSie streunert eben auch nicht wirklich durch die Wohnung. Es gibt auch im Bad tolle Aussichtspunkte oder Sonnenflecken auf dem Teppich....sie betritt den Raum noch nicht mal. Sie benutzt ihre 3 Plätze und das wars. Obwohl in der Zeit wo sie hier ist sogar ein Regal mit Fächern dazu kam....nichtmal angeschaut.

      Song schrieb:

      Aber wann war der Bluttest überhaupt? Der ist doch sicher schon wieder ein paar Monate her; ein neuer wäre sicher besser.


      Der war im Februar.

      Song schrieb:

      Übrigens finde ich jetzt nach dem letzten Beitrag die Beziehung zwischen deinen Katzen gar nicht mehr so schlimm. Wenn man sich schon auf dem Boden räkeln kann, obwohl die andere im Raum ist, das ist doch was. Und wenn spielerische Angriffe mit der Zeit auch als Spiel erkannt werden


      Ja aber wenn man sich in 5 Monaten nur 3x auf dem Boden geräkelt hat ist man auch nicht sonderlich entspannt. Sowas kommt ja nicht regelmäßig vor sondern wirklich nur alle paar Wochen mal.
      Und ich glaube auch nicht, dass es spielerische Angriffe sind. Die andere Katze will, glaube ich, nicht spielen. Sie will mit mir spielen oder alleine. Sie will ärgern! Sie springt auf sie zu und legt sich dann demonstrativ an die vorgewärmte Stelle, sie springt sie auf oder nach dem Klo an, sie jagt sie unter dem Bett vor. Wenn die ängstliche mal eine Spielaaufforderung macht wird das völlig ignoriert, das interessiert sie nicht. Ich weiß nicht viel, aber ich bin mir sicher, dass das Anspringen kein Spiel ist.
      Von der Pflegestelle habe ich auch die Aussage, dass sie andere Katzen akzeptiert aber mit ihnen nicht viel anfangen kann. Wieso die beiden überhaupt zusammen vermittelt wurden ist mir wirklich ein Rätsel.
      Auf Pflegestellen ist es nicht ganz so extrem wie in Tierheimen, aber auch da kann es schon mal sein, dass sich die Katzen anders geben, als im endgültigen Zuhause. PS haben ja oft noch mehr Katzen und wahrscheinlich mehr Platz, da kann das Duo schon funktioniert haben. Jetzt, wo sie nur noch sich haben und alle zwischenkätzischen Dinge untereinander abklären müssen, geht es dann vielleicht nicht mehr so gut.

      Vielleicht wäre für die "ängstliche" Katze wirklich ein Zuhause mit Freigang schön. :( Wenn sie mit der Wohnung und der anderen Katze so nicht viel anfangen kann / will... Hast du dir mal Gedanken über eine meiner ersten Fragen hier gemacht? Es ging darum, mal zu sammeln, womit man der Katze eine kleine (oder große) Freude machen kann. Ist dabei schon etwas zusammen gekommen?

      Also, aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ein unharmonisches Duo manchmal wirklich besser dran ist, wenn man es trennt. Hättest du dann den Nerv, für die verbleibende Katze eine neue Partnerin zu suchen? Als Spanierin will sie sicher nicht ganz allein sein, schon gar nicht in reiner Wohnungshaltung.
      Aber mir macht die Vermittlung deiner Problemkatze wirklich Bauchschmerzen, weil eben so wenig geklärt ist. Man muss ja Menschen finden, die sie mitsamt ihren Problemen nehmen und bereit sind, daran zu arbeiten.
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      Song schrieb:

      Auf Pflegestellen ist es nicht ganz so extrem wie in Tierheimen, aber auch da kann es schon mal sein, dass sich die Katzen anders geben, als im endgültigen Zuhause.


      Sie waren aber doch gar nicht zusammen auf einer Pflegestelle. Sie kamen von unterschiedlichen. Aber abgesehen davon, dass sie sich nicht mögen passt eben auch der Charackter nicht und das hätte man vorher schon festellen können. Die eine eher ruhig, neugierig, auf den Menschen bezogen und kein großes Interesse an anderen Katzen. Die andere braucht dringend andere Katzen, braucht Bewegung und eher weniger den Mensch. Na gut, ich habe jedenfals daraus gelernt und werde nicht mehr "die Katze im Sack" adoptieren....auch wenn ich es nicht bereue, ich liebe sie alle beide!

      Song schrieb:

      Hast du dir mal Gedanken über eine meiner ersten Fragen hier gemacht?


      Ja habe ich, sehr lange sogar. Aber ich muss wirklich gestehen mir ist nicht viel eingefallen. Zumindest nichts was jetzt sofort umsetzbar ist. Sie liebt es aus dem Fenster zu schauen und die Straße zu beobachten. Aber mehr Möglichkeiten dazu sind hier nicht herzustellen. Der Balkon wäre für sie sicher ein Highlight aber eben jetzt auch nicht zugänglich zu machen (keine Genehmigung).
      So en richtig toller Catwalk wäre mit Sicherheit auch beliebt. Hier hätte ich aber auch Angst, dass sie runter fällt wenn die andere mal wieder zu nahe kommt. Ist schon zwei mal vom Kratzbaum gefallen (beim hochklettern) weil sie so schnell flüchten wollte.
      Tja sonst gab es tatsächlich nichts was ihr bisher wirklich eine Freude gemacht hat. Noch nicht mal so etwas banales wie Leckerlies - woran auch Clickertraining scheiterte, es gibt einfach keine Belohnung für sie.

      Song schrieb:

      Also, aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass ein unharmonisches Duo manchmal wirklich besser dran ist, wenn man es trennt. Hättest du dann den Nerv, für die verbleibende Katze eine neue Partnerin zu suchen?


      Ja so sehe ich das eben auch. Ich habe es bei einer Freundin gesehen wie sie zwei Katzen 20 Jahre lang zusammen hatten die sich absolut nicht mochten. Ein wirklich trauriges Leben, alleine unter rauchenden und kiffenden Menschen in einer dunklen Bude ohne Balkon. Das will ich für meine nicht. Sie sollen Freunde haben und glücklich sein.
      Ich denke die Frage ob ich die Nerven habe eine neue Partnerin zu suchen stellt sich nicht. Ich muss sie haben! Egal wie es weiter geht, entweder ich brauche Nerven um mit der einen intensiv zu arbeiten (wobei ich wirklich ehrlich sagen muss, dass ich mir das nicht zutraue - ich bin ja noch nicht mal so weit die Körpersprache richtig deuten zu können, aber auf gutem Weg) oder ich brauche eben die Nerven für eine neue Suche. Es führt kein Weg daran vorbei und ich werde ihn gehen, welchen auch immer.
      Was aber festeht ist, dass ich dann eine hier aussuchen möchte, wo ich sie vorher besuchen und kennen lernen kann. So kann ich vielleicht auch sehen was gut passen könnte und muss nicht alles irgendwelchen Informationen überlassen die ich weitergegeben habe.

      Song schrieb:

      Aber mir macht die Vermittlung deiner Problemkatze wirklich Bauchschmerzen, weil eben so wenig geklärt ist. Man muss ja Menschen finden, die sie mitsamt ihren Problemen nehmen und bereit sind, daran zu arbeiten.


      Bauchschmerzen hab ich auch. Ich werde nochmal so viel wie möglich abklären damit man dann eben auch weiß worauf man sich einlässt.

      Bibi05 schrieb:

      Sie waren aber doch gar nicht zusammen auf einer Pflegestelle. Sie kamen von unterschiedlichen.

      Ach so. Ich hatte es so verstanden, dass sie sich auf der PS kennen gelernt hatten. Dann ist die Vermittlung aber wirklich seltsam.

      Ich bin auch immer eher dafür, die Katzen vor der Adoption schon selbst besuchen zu können. So rein auf die Beschreibungen der Vermittler (zum Teil hat man ja nicht mal direkten Kontakt zu den PS, die die Katzen selbst kennen) mag ich mich auch nicht verlassen. Man muss da nicht mal Täuschung unterstellen, oft genug reichen Missverständnisse schon aus. (Hatte ich umgekehrt auch: Ich war die PS und die Adoptanten haben mich und die Katze vor der Adoption nie besucht und nicht mit mir sprechen wollen, sondern alles nur über die Vermittlerin geregelt, die dann wiederum alle Infos über den Charakter der Katze von mir bekommen hat. Das war wie Stille Post. Am Ende war die Katze dann gar nicht so, wie die Leute sie erwartet hatten, aber zum Glück war das in deren Fall dann kein großes Problem. Hätte aber echt schief gehen können.)

      Bibi05 schrieb:

      Tja sonst gab es tatsächlich nichts was ihr bisher wirklich eine Freude gemacht hat. Noch nicht mal so etwas banales wie Leckerlies - woran auch Clickertraining scheiterte, es gibt einfach keine Belohnung für sie.

      Genau, darauf hat die Frage eigentlich abgezielt. Irgendwelche Kleinigkeiten, mit denen man die Katze vielleicht doch spontan belohnen oder motivieren könnte. Irgendwas? Besonders nette Ansprache vielleicht, irgendwelche Baldriankissen, die sie mögen könnte? Mit Berührungen kommt man ja bei ihr auch nicht weit...

      Aber mal ganz allgemein: :drdich für dich.

      Song schrieb:

      Irgendwas? Besonders nette Ansprache vielleicht, irgendwelche Baldriankissen, die sie mögen könnte?


      Also nett reden kann ich. Ob sie das jetzt besonders freut hat sie mir bisher leider nicht gesagt :D Ist ja quasi immer die erste Wahl...kann ja sonst nichts tun.
      Baldriankissen hab ich, rennt sie aber eher vor weg. Katzenminze bringt auch absolt keine Wirkung, weder in Spielzeug noch gesprüht auf alles mögliche.
      Irgendwelche Kartons, leer, umgedreht, gefüllt mit spannenden Dingen....laaaaangweilig.
      Manchmal ist der Laserpointer spannend, aber dazu müssen auch Mond und Sonne im richtigen Winkel stehen und noch 5 andere Bedingungen erfüllt werden :stirnklatsch

      Ich glaube ich gebe die Katze meinem Vater. Die sind irgendwie sehr ähnlich, er hat auch keine Interessen :8