Was ist nur mit dieser Katze los?

      Was ist nur mit dieser Katze los?

      Hallo an alle,
      ich brauche mal einen Rat. Eigentlich eine lange Geschichte, ich versuche es daher in Stichpunkten kurz zu halten.

      Katze kam Ende Januar mit einer anderen (unbekannten Katze) aus Spanien zu mir.
      Vor der anderen Katze anfangs etwas Angst, jetzt akzeptiert, teilweise mit Spielaufforderung.
      Zwar gut eingewöhnt, sichtlich wohlgefühlt aber 2 Wochen nichts gefressen.
      Viele Arztbesuche, Spritzen etc. Nach Bestellung des spanischen Futters endlich Durchbruch.
      Frisst seitdem nur Aldifutter, schon bei einer Messerspitze von einem anderen wird komplett verweigert.
      Die ersten 2 Wochen sehr anhänglich, verschmust. Seitdem kaum noch Kontakt zu mir.
      Kann sie nicht wirklich anfassen, sie versucht sofort im Spiel meine Hände zu fangen und beißt zu (spielerisch).
      Fell zuckt ständig, vor allem wenn sie nervös ist.
      Kommt Besuch ist sie völlig verstört und hektisch, ängstlich wirkt sie aber nicht.
      Sie putzt sich in Stresssituationen sehr hektisch an den Seiten.
      Insgesamt sehr schreckhaft.
      Ist nur seeeeeehr selten zum Spielen zu bewegen. Nur meine Hände will sie zum spielen (das will ICH aber nicht).
      Rennt manchmal miauend durch die Wohnung, hört sich sehr traurig oder verzweifelt an.
      Durch die psychischen Auffälligkeiten Versuch mit Bachblüten. Im Futter wird nichts mehr gefressen. Überlisten funktioniert mit absolut NICHTS
      Diese Katze würde tatsächlich verhungern bevor sie etwas frisst, das sie nicht will.
      Leckerlies nimmt sie auch nicht....keine einzigen. Nur Aldi-Nassfutter und Trockenfutter aus Spanien.
      Jetzt gerade hat sie schon wieder 24 Stunden nichts gefressen. Weiß aber, dass sie fressen würde wenn ich jetzt Thunfisch auftischen würde.

      Also was ich gerne wissen würde: was ist nur los mit ihr? Und wie soll ich ihr helfen wenn sie sich nicht helfen lässt? Sie ist hypersensibel und jeder Versuch ihr z.b die Bachblüten mit sanfter Gewalt einzuflößen endet entweder mit Schmerzen für mich oder mit Vertrauensbruch zu mir. Und dieses ständige Verweigern des Futters ist ja auch nicht normal. Mal frisst sie 3 Tage nahezu nichts, dann wieder mal einen Tag ganz normal, dann wieder nicht.

      Ja ich könnte sie nochmal komplett durchchecken lassen. Aber ich muss mir bei ihr wirklich jeden Arztbesuch genau überlegen, denn sie reagiert extrem auf jede winzigste Veränderung und würde dann evtl wieder vermehrt nervös sein oder auch das Fressen wieder komplett einstellen.

      Hat irgendjemand einen Rat für mich? Oder einfach tröstende Worte? :heilig
      Hallo Bibi,

      es ist nett, dass du dich kurz fassen möchtest, aber ehrlich gesagt blicke ich bei den Stichpunkten nicht durch.

      Was ist mit der zweiten Katze? Ist die auch bei dir? Wieso ist sie "unbekannt"?
      Deine Probleme mit der Katze bestehen unverändert seit Mitte Januar?

      Wie alt sind die Katzen? Weißt du etwas über die Vorgeschichte in Spanien?

      Was wurde genau untersucht beim Tierarzt? Falls du Laborwerte hast, kannst du sie einstellen?

      LG
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      Es soll einfach nur eine Auflistung von allem sein was mir so an ihr auffällt. Es sind ziemlich viele Baustellen und daher ist ein roter Faden schwierig.

      Ja die zweite Katze ist natürlich auch bei mir, sie kannten sich vorher aber nicht!

      Die Probleme bestehen eigentlich von Anfang an, ja. Mal bessert sich das eine, dafür verschlechtert sich was anderes.

      Die Katze um die es geht ist 1,5 Jahre alt. Wurde mit ca. 10 Wochen gefunden und lebte seitdem auf einer Pflegestelle.
      Die andere ist 3 Jahre alt und wurde mit ca. 1,5 gefunden und lebte dann auf der Pflegestelle.

      Beim Tierarzt wurde Blut abgenommen, geröngt und eben allgemeine Untersuchung - Ergebnis war Herpes im Maul, leichte Gastritis und keine ganz perfekten Nierenwerte, auch unbedenklich. Laborwerte habe ich aber keine.
      Und - um mal etwas System reinzubringen ;) - die Probleme sind, dass sie beim Streicheln gleich nach den Händen greift und dann das Mäkeln, richtig? Oder habe ich was übersehen?

      Herpes im Maul und Gastritis wären ja schon mal gute Hinweise bei der Mäkelei. Wurde das beides behandelt? Ist es jetzt weg, wenn ja, wie lange schon?
      Wiegst du die Miez regelmäßig? Würde ich dir unbedingt empfehlen. Und auch ein Futter-Tagebuch, wo du täglich notierst, was sie real gefressen hat, ob es irgendwelche Seltsamkeiten gab usw. Man hat gerade bei Mäkelkatzen manchmal eine etwas verschobene Wahrnehmung; wenn man alles aufschreibt, gibt es Aha-Momente.

      Dann zu der anderen Sache.
      Die ersten zwei Wochen konnte sie also normal kuscheln und seitdem sind Hände für sie nur noch Spielzeug? Ist das wirklich Spielen, oder könnte das Abwehr sein, weil sie Gegriffen-Werden ab der Zeit mit den medizinischen Behandlungen in Verbindung gebracht hat?

      Zu dieser Schreckhaftigkeit und dem Zucken hätte ich mehrere Ideen:
      - Flöhe
      - Allergien und in Verbindung damit Hautprobleme
      - Dauerstress, der dann übrigens auch wieder die Gastritis hervorrufen könnte, was evtl das Mäkeln begünstigt.

      Ich finde, insgesamt klingt es nach Stress. Kannst du grob umreißen, wie ihr Leben so aussieht? Wieviele Räume hat sie zur Verfügung, welche anderen Mitbewohner (Menschen und Tiere) gibt es? Gibt es Orte und Zeiten, wo die Katze richtig entspannen kann?

      Das Problem mit dem Nicht-Anfassen-Können besteht ja schon länger. Was hast du denn bisher schon ausprobiert?

      Oh, und die Bachblüten würde ich ihr in der Situation lieber gar nicht geben, als per Zwang.
      Ich würde es vielleicht eher mit Stress / Unsicherheit und angestauter Energie zusammen fassen. Als Mäkeln empfinde ich es nicht, ich glaube schon, dass sie Gründe hat nicht zu fressen. Aber gut, so im groben ist das richtig ja :)

      Ja beides wurde behandelt. Das war aber schon anfang Februar und sie fraß eine Zeit lang auch ganz normal. Nie sehr viel und sie ist absolut nicht Futterfixiert, aber sie fraß eben regelmäßig. Dass sie wieder anfängt Mahlzeiten auszulassen ist jetzt erst wieder seit einigen Wochen. Seit spätestens Mitte Februar müssten beide Krankheiten also weg sein.

      Nein ich habe sie bisher nicht gewogen. Bei den Arztesuchen habe ich es vergessen (mit Box) und jetzt wäre es jedesmal wieder Stress da einsperren oder auf den Arm nehmen jetzt nicht gerade ihre Favoriten sind. Auf die Waage macht sie von alleine aber auch keinen Fuß. Ich sehe schon, dass sie abgenommen hat. Aber immer noch alles im Normalbereich, vorher war sie eher leicht mopsig :D

      Ich kann ehrlich gesagt nicht genau sagen ob man sie die ersten zwei Wochen normal anfassen konnte. Ich war Katzenneuling und habe beiden erstmal viel Zeit gegeben ohne sie sofort ständig zu begrabbeln. Nur wenn sie es deutlich gezeigt haben, dass Schmusezeit ist. Aber sie legte sich immer zu mir und kuschelte sich eng an mich. Das macht sie eben nicht mehr. Wobei ich schon gehört habe, dass Katzen sich die ersten Tage oft anders verhalten als dann später.

      Ich bin mir schon sicher, dass es spielen ist. Es wirkt einfach verspielt, tapsig und es ist dieses typische festhalten und mit den Hinterbeinen strampeln. Wenn ich Aua sage hört sie auch sofort auf und leckt mich, kann sich dann aber meist nicht lange beherschen.

      Ich tippe auch eher auf Dauerstress. Ich kann das Zucken nämlich gezielt hervorrufen durch Geräusche. Z.B beim Aufschütteln einer Mülltüte. Ausserdem wirkt sie einfach meist sehr gestresst und hektisch.... selbst Leute die sie noch nie gesehen haben fragen mich sofort was mit ihr ist und warum sie sich so komisch verhält, es ist also offensichtlich.

      Sie hat eine 2 Zimmerwohnung, rund 65qm. Balkon leider noch nicht da die Genehmigung noch nicht durch ist. Ich wohne alleine, habe wenig Besuch und bin eher ruhig (nicht viel Action, keine laute Musik usw).
      Es gibt Momente wo sie richtig entspannt wirkt, aber die kann ich an nichts bestimmten festmachen.

      Ich habe auch das Gefühl als hat sie sämtliche Energie in den letzten Monaten angestaut. Sie ist so jung aber lässt es eben nie im Spiel raus. Mit mir und Spielzeugen spielt sie so gut wie nie. Manchmal springt sie kurz die Angel an und rennt dann sofort wieder auf ihren Kratzbaum. Das sieht original aus wie wenn Menschen kurz alles vergessen und in eine Pfütze springen und dann sofort wieder ernst werden weil sie sich ja benehmen müssen. Als würde sie sich krampfhaft unter Kontrolle halten und kann sich niemals gehen lassen.

      Eine erfahrene Katzenhalterin, die ich aber nicht persönlich kenne, sagte schon die Katze müsse in den Freigang.... aber ich weiß nicht ob das die einzige Lösung ist.
      Ja, Freigang würde eure Probleme wahrscheinlich entzerren, wenn es nur das ist, was man jetzt sieht. Aber da die Katze noch nie draußen gewesen sein wird (außer vielleicht als ganz junges Kitten, man weiß es nicht), wird sie Freigang nicht explizit vermissen. Wenn man also einen Weg fände, sie auch in der Wohnung glücklicher zu machen, wäre Freigang kein Muss. Glaube ich.

      Mir ist noch eingefallen, dass Herpes-Viren ja für immer im Körper bleiben und bei Stress wieder aktiv werden können. Vielleicht hat sie einen neuen Schub und frisst deshalb so schlecht?

      Ich würde ansonsten an die Verhaltensprobleme über mehrere Wege parallel dran gehen:
      - Entspannung "üben": Dazu wäre es als erstes wichtig, dass du rausfindest, wann und wie sie bisher entspannt. Vielleicht hat sie Ruhezeiten, oder Lieblingsplätze? Hier wäre auch wieder ein Tagebuch gut, wenn du nicht völlig offensichtlich sehen kannst, dass sie auf diesem oder jenem Schrank gut entspannen kann. ;) Wenn sie gerade entspannt ist, verwende ein Signalwort, zB "easy" oder "friedlich". Gar nichts weiter machen, nur ruhig das Wort sagen und sie nicht weiter stören. Sie soll nach und nach das Wort mit Entspannung verbinden. Das kann man später vielleicht nutzen.
      - Auslasten zum Stressabbau: Dass sie glaubt, dass sie nicht spielen "darf", das glaube ich nicht. :-) Das passt nicht zu ihrer Vorgeschichte. Ich denke eher, du hast noch nicht das perfekte Spielzeug für sie gefunden. Mit deiner Hand mag sie ja gern raufen - was gibt es denn in der Richtung für sie für Möglichkeiten? Rauft die andere Katze mit ihr? Hast du Rauferei-geeignetes Spielzeug?
      - Vertrauensbildende Maßnahmen: Es wäre toll, wenn du und die Katze eine bessere Beziehung aufbauen könntet. Richtig scheu scheint sie ja auch nicht zu sein. Als Sofortmaßnahmen schlage ich vor, dass du dir eine Liste machst, was deiner Katze gefällt: alles, was dir dazu einfällt. Und die Bachblüten bitte nur noch ins Futter oder Wasser, oder ganz weglassen. Am besten wäre es, du könntest die Katze erstmal ganz in Ruhe lassen und nur beobachten für die vielen Listen. Anfassen nur, wenn sie dich auffordert. Zwangsmaßnahmen für Medis wären da kontraproduktiv, zumal Bachblüten ja nicht wirklich lebenswichtig sind.

      Ich würde dir das Buch "Tierarzttraining für Katzen" von Christine Hauschild empfehlen. Mit der Herpes-Sache muss deine Katze bestimmt öfter zum Tierarzt und wie gesagt, Wiegen zuhause fänd ich in eurem Fall auch wichtig. Je weniger unangenehm sowas für die Katze ist, desto besser für eure Beziehung.

      Bibi05 schrieb:

      wieder anfängt Mahlzeiten auszulassen ist jetzt erst wieder seit einigen Wochen


      Bibi05 schrieb:

      Seit spätestens Mitte Februar müssten beide Krankheiten also weg sein.


      Song schrieb:

      Vielleicht hat sie einen neuen Schub und frisst deshalb so schlecht?


      Das würde ich jetzt ganz stark vermuten und als 1. abklären
      Liebe Grüße
      .............von den Fellnasen und Yvonne
      ............................................................. im hohen Norden
      :wink
      11+ zwei unter einem Dach

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Hein Mück“ ()

      Ich hab gerade mal todesmutig in ihr Maul geschaut und konnte von Herpes nichts sehen. Ich wundere mich gerade, dass meine Hand noch dran ist :yes

      Sie war zwar nie Freigänger, hatte bei der Pflegestelle aber knapp 20qm gesicherte Terasse. Ich denke das macht schon ein bisschen Unterschied. Aber es gibt jetzt keine sichtbaren Anzeichen, dass sie raus will. Ab und zu versucht sie sich zwar unter der Balkontür durchzugraben, aber das ist selten :D

      Plätze wo sie sich sehr wohl fühlt gibt es schon und die kann ich auch spontan nennen. Aber bei den Situationen müsste ich genauer hinschauen.

      Ich meinte auch nicht, dass sie denkt nicht spielen zu dürfen, sondern eher, dass sie sich krampfhaft unter Kontrolle hält, aus welchen Gründen auch immer. Es könnte z.b sein, dass sie denkt sie wird dann von der anderen Katze angegriffen (das kam häufig vor). Also jedes mal wenn sie sich richtig gehen lässt wird sie von hinten angesprungen.
      Ich spiele (oder versuche es) jetzt schon seit 5 Monaten mit ihr in einem seperaten Raum. Das funktioniert dann aber leider auch nicht. Entweder sie will dann einfach nicht oder die andere sitzt vor der Tür und miaut, was sie wieder ablenkt.
      Manchmal hüpft sie seitwärts auf die andere Katze zu. Das ist eine Spielaufforderung oder? Allerdings ist die andere sehr eigenständig und eher auf mich fixiert. Manchmal jagen sie sich gegenseitig durch die Wohnung. Ich kann allerdings leider absolut nicht erkennen ob das Spielen ist oder ernst. Es wird auch schonmal dabei gefaucht wenn einer sich bedrängt fühlt, aber oft geht das ganze auch friedlich zu. Ich bin mir trotzdem nicht sicher ob das nicht eher ärgern ist.
      Generell sind die beiden nicht die besten Freunde. Sie akzeptieren sich, das wars dann aber auch schon. Mit Sicherheit spielt hier auch eine gewisse Angst eine Rolle. Am Anfang wurde schon sehr viel geärgert, unterdrückt und es gab Klomobbing.

      Es gibt schon Spielzeug das sie mag.... mein Bademantelgürtel zum Beispiel. Aber sie lässt sich eben einfach nicht gehen. Sie flüchtet nach einem Hechtsprung auf den Gürtel meist sofort auf den Kratzbaum. Wenn ich ihn dann hoch werfe kann ich auch etwas mit ihr spielen aber eben nur im liegen, so ist ja von körperlicher Auslastung auch keine Rede.

      Ich lasse sie eigentlich schon von Anfang an in Ruhe, fasse sie so gut wie nie unaufgefordert an. Rede viel mit ihr oder schaue einach gemeinsam mit ihr aus dem Fenster.

      Weswegen ich mir große Gedanken mache ist auch ein vermutlich bevorstehender Umzug im Oktober. Sollte sich wirklich herausstellen, dass sie bei mir nicht glücklich wird, sei es wegen der Umstände oder wegen der anderen Katze, möchte ich die Entscheidung gerne vorher treffen damit sie nicht erst mit mir umzieht und dann vielleicht nochmal woanders hin. Ich hoffe zwar nicht, dass es soweit kommt aber die Gedanken sind eben da...

      Bibi05 schrieb:

      Ich hab gerade mal todesmutig in ihr Maul geschaut und konnte von Herpes nichts sehen.

      :D Mutig, mutig.
      Aber Spaß beiseite: Nur weil du jetzt spontan nichts gesehen hast, heißt das nicht, dass nichts da ist. War es beim letzten Mal für dich schon ohne weiteres erkennbar? Ich würde doch denken, dass ein Tierarzt mit ordentlichem Licht und ein, zwei Assistenten zum Festhalten der Katze ggf mehr sieht.

      Bibi05 schrieb:

      Plätze wo sie sich sehr wohl fühlt gibt es schon und die kann ich auch spontan nennen.

      Okay. :love: Dann beschreib doch mal ungefähr, was das für Plätze sind.
      Je nach dem, an welcher Art Ort deine Katze sich besonders wohl fühlt, könnte man versuchen, das weiter auszubauen und ihr mehr davon in der Wohnung zu geben. Dazu könnte ich dir die Bücher von Jackson Galaxy zum Thema "Catification" empfehlen, allerdings sind die auf Englisch. Aber wenn das kein Problem ist...?

      Bibi05 schrieb:

      Es könnte z.b sein, dass sie denkt sie wird dann von der anderen Katze angegriffen (das kam häufig vor). Also jedes mal wenn sie sich richtig gehen lässt wird sie von hinten angesprungen.

      Nur zum besseren Verständnis: Das passiert bei dir, oder vorher auf der Pflegestelle?

      Bibi05 schrieb:

      Entweder sie will dann einfach nicht oder die andere sitzt vor der Tür und miaut, was sie wieder ablenkt.

      Ja, das kenne ich... :ko Ist bei mir nicht wirklich schlimm, weil ich nicht zwingend einzeln mit den Katzen arbeiten muss, daher habe ich auch in der Praxis noch keine Strategie dagegen ausprobiert. Aber bei dir wäre das wichtig. Ich glaube, in dem Buch zum Tierarzttraining, was ich dir in einem früheren Beitrag schon mal genannt habe, gibt es einen Abschnitt zum Türtraining.
      Bevor du irgendwas einzeln üben kannst - was schon recht wichtig wäre bei euch - müsstest du beiden Katzen also erstmal beibringen, eine geschlossene Tür ruhig hinzunehmen. Angeblich geht das, ich hab's aber wie gesagt noch nicht selbst getestet.

      Bibi05 schrieb:

      Manchmal hüpft sie seitwärts auf die andere Katze zu. Das ist eine Spielaufforderung oder?

      Ja, klingt danach.

      Bibi05 schrieb:

      Generell sind die beiden nicht die besten Freunde. Sie akzeptieren sich, das wars dann aber auch schon.

      Du hast Recht, auf so engem Raum ist "nur Akzeptanz" nicht wirklich das schönste Szenario für die beiden. Umso wichtiger, dass beide gute Ausweichmöglichkeiten haben - also nicht nur einzelne Verstecke, sondern ganze Wege, auf denen sie sich nicht begegnen müssen.

      Bibi05 schrieb:

      Es gibt schon Spielzeug das sie mag.... mein Bademantelgürtel zum Beispiel. Aber sie lässt sich eben einfach nicht gehen.

      Ja, zum Auspowern und erst recht zum Raufen taugt der bestimmt nicht viel... Das gibt doch höchstens ein ganz kurzes Jagdspiel? Deine Katze will aber gern raufen. Gibt es da in der Richtung was bei euch? Außer Händen? ;)

      Bibi05 schrieb:

      Ich hoffe zwar nicht, dass es soweit kommt aber die Gedanken sind eben da...

      Langsam, langsam. :-)
      Du hast sie ja über einen TS-Verein bekommen, was meint denn der zu den Problemen? Auch eine weitere Vermittlung würde ja über den Verein laufen müssen, daher haben die sicher großes Interesse daran, dass dei Katze doch bei dir bleibt. Außerdem muss man halt dann auch schauen, wem man eine "schwierige" Katze geben kann. Und je besser man ihre Probleme benennen kann (Ursachenforschung), desto besser.

      Wie wäre die Wohnsituation nach dem Umzug? Hättest du dann mehr Platz? Eventuell sogar die Möglichkeit, Freigang zu geben? Allerdings würde ich nicht bis Oktober abwarten und bis dahin alles so weiter laufen lassen; je eher man bei Verhaltensproblemen eingreift, desto besser sind die Chancen.

      Bibi05 schrieb:

      Fell zuckt ständig, vor allem wenn sie nervös ist.
      Kommt Besuch ist sie völlig verstört und hektisch, ängstlich wirkt sie aber nicht.
      Sie putzt sich in Stresssituationen sehr hektisch an den Seiten


      Ich setze einmal hier an, das könnte auf ein Rolling Skin Syndrom hindeuten, dazu passt auch die Schreckhaftigkeit. Sind während dieser "Anfälle" die Pupillen geweitet?

      Lass dir vom behandelnden TA die Laborwerte geben. Wurde damals auch die Schilddrüse angeschaut? Ev. liegt eine Überfunktion vor.
      Liebe Grüße aus Niederösterreich von Gerlinde

      Song schrieb:

      Okay. Dann beschreib doch mal ungefähr, was das für Plätze sind.


      Das sind die Fensterliege im Schlafzimmer, auf der Unterbettkommode und die oberste Etage auf dem Kratzbaum. Sie hält sich auch nahezu nur dort auf. Ist selten auf Streifzügen und liegt nur sehr selten woanders. Als es heiß war ab und zu mal auf dem Boden und sehr selten neben mir auf der Couch. Aber das kommt tatsächlich nur alle paar Wochen mal vor.

      Song schrieb:

      Nur zum besseren Verständnis: Das passiert bei dir, oder vorher auf der Pflegestelle?


      Ja das passierte bei mir. Und kommt immer noch regelmäßig vor. Sie nimmt es aber immer gelassener. Ihr ist nie etwas wirklich passiert. Die andere Katze ärgert mit Vorliebe, wird dabei aber niemals köperlich. Sie deutet quasi jeden Angriff nur an.

      Song schrieb:

      müsstest du beiden Katzen also erstmal beibringen, eine geschlossene Tür ruhig hinzunehmen. Angeblich geht das, ich hab's aber wie gesagt noch nicht selbst getestet.


      Also die Katze um die es geht akzeptiert das problemlos. Die andere auch AUSSER ich verschwinde mit der Katze zusammen. Wenn ich zum Beispiel für Toilette, Dusche etc mal die Tür schließe es das gar kein Problem.

      Song schrieb:

      Umso wichtiger, dass beide gute Ausweichmöglichkeiten haben - also nicht nur einzelne Verstecke, sondern ganze Wege, auf denen sie sich nicht begegnen müssen.


      Quasi unmöglich. Egal wie man den Raum wechselt, man muss nahezu immer an dem anderen vorbei, also zumindest immer durch das Zimmer wo er sich aufhällt.

      Song schrieb:

      Deine Katze will aber gern raufen. Gibt es da in der Richtung was bei euch? Außer Händen?


      Naja was könnte es denn da noch geben? Kuscheltiere? Gibt es, guckt sie aber nicht an...auch nicht wenn ich sie spannend bewege, so dass sie dazu verleiten könnten. Hände umwickelt mit Handtuch sind auch nicht spannend, es muss pur und schmerzhaft sein :D Sonst wüsste ich nichts...

      Song schrieb:

      Du hast sie ja über einen TS-Verein bekommen, was meint denn der zu den Problemen? Auch eine weitere Vermittlung würde ja über den Verein laufen müssen, daher haben die sicher großes Interesse daran, dass dei Katze doch bei dir bleibt.


      Also um ehrlich zu sein, bin ich eher diejenige die das ganze hinaus zögert. Schon nach den ersten paar Wochen, als die beiden sich nicht verstanden, wurde mir von deren Seite gesagt, dass sie dann eben ein neues Zuhause für eine der beiden suchen würden. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nicht mal im Traum daran gedacht. Sie versuchen schon das Problem zu lösen geben Kontakte zu Leuten mit Erfahrung oder Wissen zu Homöopathie etc. Aber ich nehme an wenn ich jetzt sage es hilft nicht, dann würden sie weiter vermitteln.

      Song schrieb:

      Wie wäre die Wohnsituation nach dem Umzug? Hättest du dann mehr Platz? Eventuell sogar die Möglichkeit, Freigang zu geben?


      Es gäbe ca. 10qm mehr und einen zugänglichen Balkon. Sonst kaum Veränderung. Und solange Katzen keine Haustürschlüssel benutzen oder fliegen können auch keinen Freigang.

      Wetti Tant schrieb:

      Ich setze einmal hier an, das könnte auf ein Rolling Skin Syndrom hindeuten, dazu passt auch die Schreckhaftigkeit. Sind während dieser "Anfälle" die Pupillen geweitet?


      Wirkliche Anfälle gibt es meiner Meinung nach nicht. Die Sympthome sind durchgängig vorhanden.


      Momentan bin ich wrklich etwas überfordert. Da ich gerade selbst psychisch nicht sehr stabil bin (trat aber leider erst nach der Vermittlung auf) fällt es mir unheimlich schwer da jetzt so viel Kraft reinzustecken.
      Natürlich tue ich es und werde auch alle Tipps annehmen und ausprobieren aber in diesem Zustand und als absoluter Neuling.... ich weiß wirklich nicht ob ich ihr geben kann was sie braucht :((

      Bibi05 schrieb:

      Das sind die Fensterliege im Schlafzimmer, auf der Unterbettkommode und die oberste Etage auf dem Kratzbaum.

      Also tendenziell Orte, wo sie etwas erhöht ist und einen guten Überblick hat. Das könnte man mit Catwalks weiter ausbauen, damit sie ihre Wohlfühlbereiche ausdehnen kann. Wobei ich nicht weiß, ob sich jetzt große Bastelmaßnahmen in dieser Wohnung noch lohnen würden. Vielleicht kannst du dir einfach deine vorhandenen Möbel noch mal ansehen, ob man sie umstellen oder obere Regale für die Katze räumen kann?

      Bibi05 schrieb:

      Ja das passierte bei mir. Und kommt immer noch regelmäßig vor. Sie nimmt es aber immer gelassener.

      Das sollte nicht passieren. :( Wenn du beim Spielen mit der Katze schon merkst, dass die andere unruhig wird, dann lenk doch die andere ab und spiel ein bisschen mit ihr. Ob deine Katze sonst wirklich gelassener wird? Sie macht insgesamt ja keinen gelassenen Eindruck.

      Bibi05 schrieb:

      . Die andere auch AUSSER ich verschwinde mit der Katze zusammen.

      Aber darum geht es doch. :D Genau das müsstest du ja erstmal üben - mit beiden Katzen selbstverständlich.

      Bibi05 schrieb:

      Quasi unmöglich. Egal wie man den Raum wechselt, man muss nahezu immer an dem anderen vorbei, also zumindest immer durch das Zimmer wo er sich aufhällt.

      Man kann die Katzen zB in die Höhe ausweichen lassen: Eine kann am Boden langgehen, die andere bei Bedarf über ein Regal / Kommoden / ...

      Bibi05 schrieb:

      Kuscheltiere? Gibt es, guckt sie aber nicht an...auch nicht wenn ich sie spannend bewege, so dass sie dazu verleiten könnten. Hände umwickelt mit Handtuch sind auch nicht spannen

      Bitte nicht die Hände als Spielzeug einsetzen, davon willst du sie ja gerade wegbekommen. Dass sie dann noch unterscheiden können soll, dass beißen mit Handtuch okay ist und ohne nicht, ist im Moment zu viel verlangt. Ich nehme für Raufspiele sehr stabile Wedel - nicht Angeln - mit großen, gut greifbaren und quasi unzerstörbaren Anhängern. Bisschen dagegen halten, schließlich "wehrt" sich der Gegner ja, aber die Katze gewinnt natürlich. Und die eigenen Hände bleiben immer außer Reichweite. Allerdings habe ich keine ausgesprochen rauflustigen Katzen hier.

      Bibi05 schrieb:

      Sie versuchen schon das Problem zu lösen geben Kontakte zu Leuten mit Erfahrung oder Wissen zu Homöopathie etc. Aber ich nehme an wenn ich jetzt sage es hilft nicht, dann würden sie weiter vermitteln.

      Ich glaube, mit Homöopathie und Bachblüten allein kommst du hier nicht weit. Das kann man unterstützend geben, aber in erster Linie geht es hier wohl um Probleme, die man entweder medizinisch behandeln muss Herpes, evtl Schilddrüse o.ä.), oder wo man aktiv die Lebensumstände der Katze ändern müsste.

      Bei einer Vermittlung ist es halt leider so, dass das auch Zeit dauern kann. Die Maus ist kein Kitten mehr und hat aktuell Probleme, die noch nicht klar eingeordnet werden können. Ganz übel wäre, sie jetzt irgendwem zu geben, der gerade "Hier!" schreit. Diese Vermittlung müsste gut überlegt werden, damit sie dann auch wirklich ein endgültiges Zuhause bekommt. Ist halt die Frage, ob das vor deinem Umzug überhaupt noch klappen würde.
      Wenn du sie behalten möchtest, wäre halt wirklich einiges zu tun: Tierarzt auf jeden Fall. Und verhaltenstechnisch würde ich darauf setzen, die neue Wohnung dann richtig katzengerecht zu gestalten mit Catwalks usw und bis dahin halt Beziehungsarbeit mit beiden Katzen... Also Türentraining und dass keine Miez die andere anspringt, wenn sie gerade mit dir spielt, das als allererstes. Parallel immer nach Spielzeug schauen, was für die Katze aus dem Thread hier passen könnte.

      Das ist auf jeden Fall keine leichte Entscheidung. Beide Möglichkeiten haben Risiken. Vielleicht gehst du auch erst noch mal zum Tierarzt, lässt die medizinische Seite klären und beziehst das in deine Entscheidung mit ein. Kann ja wirklich einfach eine Schilddrüsengeschichte sein, die ja medikamentös ganz gut einzustellen wäre.

      Song schrieb:

      Wobei ich nicht weiß, ob sich jetzt große Bastelmaßnahmen in dieser Wohnung noch lohnen würden. Vielleicht kannst du dir einfach deine vorhandenen Möbel noch mal ansehen, ob man sie umstellen oder obere Regale für die Katze räumen kann?


      Ja vermutlich lohnt sich das nicht mehr so sehr. Offene Regale habe ich quasi keine, nur geschlossene Schränke. Die auf Kommoden-Höhe nutzt sie gar nicht obwohl sie einladend sind (Decke etc).

      Song schrieb:

      Das sollte nicht passieren. Wenn du beim Spielen mit der Katze schon merkst, dass die andere unruhig wird, dann lenk doch die andere ab und spiel ein bisschen mit ihr. Ob deine Katze sonst wirklich gelassener wird? Sie macht insgesamt ja keinen gelassenen Eindruck.


      Oh so war das auch nicht gemeint. Ich rede gar nicht von Angriffen wenn ich mit ihr spiele sondern eher in Momenten wo sie sich gehen lässt. Das kann sein, dass sie sich einfach nur auf dem Boden räkelt oder auch mal alleine etwas spielt. Zum Beispiel wenn sie gerade einer Polle oder Fliege auflauert und anspringt, eine Papierkugel anschubst etc.
      Wenn ich mit ihr gezielt spiele wird sie eigentlich nie angegrifen denn dann rennt die andere Katze höchstens zum Spielzeug, das findet sie viel spannender als Katze. Dadurch erschreckt sie sich aber auch wieder so sehr, dass sie wieder auf ihre Plätze flüchtet. Ich weiß gar nicht wieso sie so eine Angst vor der anderen hat, sie hat ihr wie gesagt noch nie wirklich etwas getan, sie ist halt nur bisschen Diva.

      Song schrieb:

      Man kann die Katzen zB in die Höhe ausweichen lassen: Eine kann am Boden langgehen, die andere bei Bedarf über ein Regal / Kommoden / ...


      Das müsste dann eigentlich im Flur so sein. Dazu bräuchte ich neue Möbel :D Aber vielleicht finde ich hier was zum bauen ohne gleich massig Geld auszugeben.

      Song schrieb:

      Bitte nicht die Hände als Spielzeug einsetzen, davon willst du sie ja gerade wegbekommen. Dass sie dann noch unterscheiden können soll, dass beißen mit Handtuch okay ist und ohne nicht, ist im Moment zu viel verlangt.


      Das war auch nur ein Versuch. Hat ja eh nicht geklappt und mir ist bewusst, dass sie da keinen Unterschied machen.

      Song schrieb:

      Ich nehme für Raufspiele sehr stabile Wedel - nicht Angeln - mit großen, gut greifbaren und quasi unzerstörbaren Anhängern


      Könntest du mir genau sagen wie sowas heißt oder ein Foto zeigen? ich kann es mir gerade nicht vorstellen. Habe dabei nur den Staubwedel im Kopf - muss ich gleich mal testen wenn sie aufwacht.

      Song schrieb:

      Kann ja wirklich einfach eine Schilddrüsengeschichte sein, die ja medikamentös ganz gut einzustellen wäre.


      Müsste das aber nicht bei der Blutuntersuchung festgestellt worden sein? Soweit ich weiß wurde ziemlich viel getestet, da ja nicht klar war was sie hat.
      Was mich immer total stört, dass immer nur eine Sache gemacht wird, gibt es da kein Ergebnis wird das nächste getestet usw. So muss man mit einem Tier erst 7x zum Arzt bis alles gecheckt wurde. Kann man da verlangen, dass sie einfach mal bei einem Besuch so viel machen wie möglich?

      Bibi05 schrieb:

      nur geschlossene Schränke

      Auf die kann sie aber drauf? Und macht sie das auch?

      Bibi05 schrieb:

      Die auf Kommoden-Höhe nutzt sie gar nicht obwohl sie einladend sind (Decke etc).

      Hm, an der Höhe kann es nicht liegen, das Fensterbrett müsste ja auch so die Höhe haben. Vielleicht stehen die Kommoden an uninteressanten Orten aus Katzensicht?

      Bibi05 schrieb:

      Dazu bräuchte ich neue Möbel

      Oder ein paar Bretter, Teppichreste und Winkel aus dem Baumarkt. :D

      Bibi05 schrieb:

      Könntest du mir genau sagen wie sowas heißt oder ein Foto zeigen?

      zooplus.de/shop/katzen/katzens…elangeln_mit_feder/515730
      Der hier zB lässt sich schon ganz gut verprügeln. Der Anhänger dürfte aber an sich gern noch größer sein, da hab ich jetzt aber auf die Schnelle nichts gefunden. Mein bester Rauf-Wedel ist rosa und plüschig. :D Den habe ich mal in einer Zoohandlung gefunden, aber noch nie online gesehen.

      Bibi05 schrieb:

      So muss man mit einem Tier erst 7x zum Arzt bis alles gecheckt wurde. Kann man da verlangen, dass sie einfach mal bei einem Besuch so viel machen wie möglich?

      Im Prinzip kann man gerade mit Blutproben schon recht viel auf einmal testen, man muss eben nur leider erstmal eine Idee haben, was. :( Aber wann war der Bluttest überhaupt? Der ist doch sicher schon wieder ein paar Monate her; ein neuer wäre sicher besser. Außerdem traue ich der Herpes-Sache nicht über den Weg. Das ist eben etwas, was immer mal wieder kommt.

      Übrigens finde ich jetzt nach dem letzten Beitrag die Beziehung zwischen deinen Katzen gar nicht mehr so schlimm. :-) Wenn man sich schon auf dem Boden räkeln kann, obwohl die andere im Raum ist, das ist doch was. Und wenn spielerische Angriffe mit der Zeit auch als Spiel erkannt werden. Vielleicht würden die beiden mit etwas mehr Platz und guten Ausweichmöglichkeiten mit der Zeit doch Freunde werden.