Wie fühlt sich unser Manolo?!

      Wie fühlt sich unser Manolo?!

      Hallo ihr Lieben,
      ich versuche es möglichst kurz zu halten: unser 5 Monate alter Neva Kater ist jetzt seit 2 Wochen bei uns. Bei seiner Vorbesitzerin soll er ein super verschmustes Katerchen gewesen sein.
      Wir sind leider absolute Neulinge in Sachen Katze, daher weiß ich leider auch nicht, ob wir bei der Eingewöhnung alles richtig machen. Ich habe mich natürlich schon über etliches informiert, aber es trifft natürlich
      nicht immer alles über unseren Manolo zu.
      Also als er aus der Transportbox kam, hat er sich natürlich erstmal sofort stürmisch ein Versteck gesucht und ist dann in unserem Keller in einer kleinen Rumpelkammer fündig geworden. Daraufhin haben wir die Toilette
      und Fressen immer nach unten gestellt und haben ihn daraufhin in Ruhe gelassen. Haben nur immer mit ihm geredet als wir nach unten kamen, allerdings hat er sich so weit nach hinten verkrümelt, dass wir ihn für eine ganze
      Woche gar nicht mehr zu Gesicht bekommen haben.
      Im Internet stand auch dass man die Katze erstmal so gut es geht in Ruhe lassen soll. Nach einem Tag hat er auch wieder gefressen und ist auf die Toilette. Soweit so gut. Allerdings hat er das nur nachts getan oder wenn niemand
      zu Hause war.
      Problem war nur dass Manolo in dieser Ecke wirklich so extrem isoliert und abgeschottet war, dass er sich doch nach einer Zeit total entfremden würde oder? :?
      Also haben wir nach fast 2 Wochen beschlossen, ihm im ersten Stock einen zweiten Raum einzurichten, wo er quasi immer tagsüber sein würde, um mehr von unserem Alltag mitzubekommen. Ich weis, dass der erste Kontakt zur
      Katze von ihr aus kommen soll und man sie so lange eigentlich auch nicht anfassen soll. Aber aufgrund dessen, dass er scheinbar ein Kater ist der viele Schmuseeinheiten braucht, kann es doch auch nicht richtig sein,
      ihn in diesem Kämmerchen alleine zu lassen oder? Außerdem haben wir auch die Züchterin nach Rat gefragt, welche meinte, dass sie ihn sich auch nach 2 Wochen schnappen würde, damit er merkt, dass dort jemand für ihn
      da ist, der ihm nichts Böses will? Oder ist dieses Denken komplett falsch? Ich meine sie hat auch 5 Katzen, eigentlich müsste sie es ja wissen..
      Jedenfalls haben wir jetzt seit 3 Tagen diese Routine - mittags nach oben, abends nach unten in seine gewohntere Umgebung: Wohnzimmer, Keller. Das ganze Haus wollen wir ihm noch nicht zur Verfügung stellen, solange er noch
      so schüchtern ist. Nochmal zu seinem Wesen: er ist wirklich ein absolut lieber Kater, der keinerlei Aggression kennt und vermutlich auch alles mit sich machen lassen würde. Es ist wirklich total schwer ihn nicht ständig anzufassen :inlove
      Soo jetzt besuche ich ihn eben sehr oft mittags in seinem Raum, blinzel ihn an und rede viel mit ihm. Aber wenn ich ihn dann doch mal streichel, sieht er eigentlich total entspannt aus, schließt die Augen, schnurrt, streckt sich, aber fängt
      nach einer Zeit an zu zittern und sich zu verkrümeln? Er scheint immer noch völlig verängstigt zu sein, obwohl er dann sogar auf der Fensterbank liegt.. das tut mir echt toootal leid... Leckerlies nimmer er keine und auf Spielversuche geht er schon gar nicht ein.
      Wenn er einen von uns sieht, flüchtet er sofort.
      Ich weiß, dass 2 Wochen für die Eingewöhnung gar nichts sind. Aber machen wir etwas grundlegend falsch? Können wir etwas besser machen? Würde ein Feliway - Stecker helfen oder brauchen wir einfach mehr Geduld? Für eure Hilfe wäre ich sehr dankbar :love:
      Hallo :wink
      Die "Züchterin" hat euch Manolo allein überlassen? Oder gibt es bei euch schon einen Artgenossen? Hab die Anführungszeichen deshalb benutzt, weil ein seriöser Züchter eine so junge Katze niemals in Einzelhaltung geben würde!
      Außerdem, versetzt euch in seine Lage, er wird aus seiner Vertrauten Umgebung und von seiner Familie weggeholt, kommt zu fremden Menschen und in ein fremdes Revier, dass ist einfach beängstigend... Und warum der ständige Wechsel, könnte er nicht die ganze Zeit in dem Zimmer bleiben?
      Die Augen einer Katze sind die Fenster in eine andere, zauberhafte Welt!

      Stolze Patentante von Chrissie's Knubbel!
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      Ach, ich hab auch schon seriöse Züchter in Einzelhaltung vermitteln sehen, wenn ihnen vorher versprochen wurde, dass das nicht so bleibt... Aber kommt der Kleine überhaupt direkt von der Züchterin, oder hatte er schon mal ein anderes Zuhause?
      Irgendwas stimmt da absolut gar nicht. Meine Nevchen sind jeweils aus ihren Transportboxen gestiegen, haben die Wohnung in Besitz genommen und sich dann vor mich hingestellt und sich lautstark über die blöde Fahrt beschwert. Dass sich deiner wochenlang versteckt, klingt völlig untypisch.

      Was weißt du denn darüber, wie seine ersten fünf Monate waren? Habt ihr gesehen, dass er mit jemandem gekuschelt hat, oder wurde euch das nur erzählt? Wer hat ihn in die Box verfrachtet? Hat er da schon Ängstlichkeit gezeigt?

      Wann war er zuletzt beim Tierarzt? Vielleicht ist er krank.

      Aber Neva dauerhaft in Einzelhaltung, das geht wirklich nicht. Vor allem, weil er bisher anscheinend immer mit Katzen gelebt hat und mit Katzen gut sozialisiert sein wird. (Mit Menschen vielleicht nicht, muss man sehen.) Die sind auch so verträglich und ausgeglichen - normalerweise - da ist eine Zusammenführung gar nicht so dramatisch.
      Vorausgesetzt, er ist gesund.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Still_Shining“ ()

      Dass sich ein so junger Kater nach 2 Wochen immer noch versteckt und extrem ängstlich ist, finde ich sehr ungewöhnlich. Es ist definitiv nicht normal!
      Er sollte längst die Wohnung erkunden, zum Kuscheln kommen und spielen.

      Hat euch die Züchterin zu einem Spielgefährten geraten, wusste sie, dass er allein sein würde? Hat er einen Stammbaum?

      Ich würde euch raten ihn zu euch zu holen, ins Wohnzimmer bzw in das Zimmer in dem ihr euch am meisten aufhaltet. Redet mit ihm, streichelt ihn, lest ihm aus der Zeitung vor. Bitte isoliert ihn nicht, sondern lasst ihn am normalen Alltag teilhaben.
      Manche Katzenhalter schwören auf Feliway, es kann nicht schaden wenn ihr es einsetzt. Ich gebe gerne Calmex Cat, eine Suspension die entspannend auf die Psyche von Katzen wirkt, man kann sie im Internet bestellen.

      Ist er kastriert und wann wurde die Kastra durchgeführt? Wo lebte er im Züchterhaushalt, hatte er kätzische und menschliche Gesellschaft ?
      Gruß, Heidrun
      Hey Ihr! Schonmal Danke für eure Antworten. Also es handelt sich hier eher um eine private Züchterin, welche das aber schon seit Jahren in ihrem Haus macht. Und ja Sie wusste, dass es zur Zeit keine Zweitkatze bei uns gibt und hatte damit keine Bedenken, deshalb haben wir uns da auch keine Sorgen gemacht.
      Ich weiß, dass diese ungewohnte Umgebung sehr beängstigend für ihn ist, deshalb haben wir ihn auch die erste Zeit komplett in Ruhe gelassen. Nachts haben wir mal eine Kamera aufgestellt und gesehen dass er auch das komplette Erdgeschoss neugierig beschnuppert, nur verzieht er sich über den ganzen Tag eben leider in den Keller. Der ständige Wechsel deshalb, weil er sonst leider wirklich nicht aus seiner Ecke rauskommen würde und nachts möchte ich ihn aber trotzdem nicht in dem Raum lassen, weil ich finde dass er sich nachts im Erdgeschoss einfach viel mehr bewegen kann und das ja auch tut. Deshalb schließe ich eine Krankheit eigentlich auch aus.
      Wie er sich die anderen 5 Monate verhalten hat weiß ich leider gar nicht. Aber bevor die Frau ihn in die Box getan hat, hatte sie auch nochmal mit ihm auf dem Arm gekuschelt. Leider weiß ich auch nicht, wann er das letzte mal beim Tierarzt war, Papiere haben wir nicht bekommen.. Kastriert ist er nicht.
      Wir versuchen schon so gut es geht ihn zu integrieren, ihn zu kuscheln und mit ihm zu reden, leider haben wir wenig Türen und können ihn daher nicht aufhalten, wenn er wieder in den Keller will :/
      Wir haben jetzt mal Feliway bestellt und ich werde noch mehr versuchen, ihn zu integrieren..
      Aber im Internet gibt es ja schon einige Artikel dazu, dass die Eingewöhnung bis zu mehreren Wochen dauern kann, oder meint ihr dass das Neva untypisch ist? Vielleicht ist er auch einfach nur ein sehr schüchterner Kater, der noch Zeit braucht...

      PhMarie schrieb:

      Also es handelt sich hier eher um eine private Züchterin

      Die richtigen Züchter machen das auch "nur" privat, jedenfalls in Deutschland...

      PhMarie schrieb:

      Wie er sich die anderen 5 Monate verhalten hat weiß ich leider gar nicht.

      Hast du noch mal versucht, nachzufragen?

      PhMarie schrieb:

      Leider weiß ich auch nicht, wann er das letzte mal beim Tierarzt war, Papiere haben wir nicht bekommen.

      Ach herrje. Dann geht bitte am besten vorgestern! Geimpft und entwurmt wurde er dann wahrscheinlich auch nicht?
      Ehrlich, man sieht Katzen Krankheiten erst an, wenn es kurz vor knapp ist. Wenn man wenig Katzenerfahrung hat oder die betreffende Katze nicht gut kennt, erst recht.

      PhMarie schrieb:

      Aber im Internet gibt es ja schon einige Artikel dazu, dass die Eingewöhnung bis zu mehreren Wochen dauern kann

      Ja gut, so aus dem Zusammenhang gerissen ist das nicht falsch... Erwachsene Katzen brauchen vielleicht ein bisschen mehr Zeit, scheue Katzen auch...

      Aber ein normal aufgewachsenes, gesundes Neva-Kätzchen verhält sich völlig anders. Die sind klettige "Nervzwerge", die spielen und dir was erzählen und meistens gar keine Zeit zum Kuscheln haben, immer gut gelaunt, total menschenbezogen und einfach nett. :love: Und manchmal etwas rüpelig, gerade die Kater, gerade in dem Alter langsam. (Man kann schon mal über eine Kastration nachdenken.)
      Und sie langweilen sich total ohne andere Katzen, bei aller Liebe zum Menschen.

      Deiner klingt krank oder sau-schlecht sozialisiert. Jedenfalls absolut nicht normal, das hat auch mit schüchtern langsam nichts mehr zu tun.
      Das alles klingt nicht gut. Wie Still_Shining schon schrieb sind alle Züchter "privat". Was auch sonst?

      Du hast einen Kater von einer unseriösen Vermehrerin gekauft. Ich mag nicht Züchterin schreiben, denn was die macht hat nichts mit Zucht zu tun, es geht ihr nur ums Geld verdienen, auf Kosten der Tiere. Kein Wunder dass er scheu und ängstlich ist, er hatte garantiert bisher kein schönes Leben.

      Er müsste normalerweise mehrfach entwurmt und schon 2X gegen Schnupfen/Seuche geimpft sein und mit 5 Monaten sollte er auch kastriert sein.

      Hast du die Elterntiere gesehen, oder andere Katzen im Haushalt? Darf ich fragen was du für ihn bezahlt hast?

      Geh mit ihm baldmöglichst zu Tierarzt, lass ihn untersuchen, impfen, kastrieren.
      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

      PhMarie schrieb:

      Züchterin


      PhMarie schrieb:

      private Züchterin


      PhMarie schrieb:

      Papiere haben wir nicht bekommen


      PhMarie schrieb:

      Kastriert ist er nicht.


      dazu hast du ja schon Infos bekommen - darf ich neugierigerweise fragen, was du bezahlt hast? Ein seriöser Züchter (die machen das immer privat, nie gewerblich, wer "gewerblich züchtet" ist ein Vermehrer und deren Handeln ist absolut verwerflich) züchtet in einem Verein, die Würfe sind dort gemeldet, sie unterwerfen sich allen Forderungen des Vereins was Gesundheitszeugnisse, Untersuchungen, Wurfhäufigkeit, Haltung von evtl. potenten Katern etc angeht UND die Kleinen haben IMMER Papiere. Ich glaub, 500 Euro aufwärts für ein Kitten ist (je nach Rasse) normal.

      Dein kleiner Manolo ist - ohne Stammbaum - offiziell erstens kein Neva (weil eine Rassekatze halt per Definition Papiere hat) und zweitens deine Züchterin (vermutlich) auch keine seriöse Züchterin. Das tut aber der Schönheit deines Kleinen und deiner Liebe zu ihm natürlich absolut keinen Abbruch ;) es kann auch alles gut gehen und vielleicht ist der Kleine einfach schüchtern und vermisst Gesellschaft, das lässt sich aber auf die Ferne beim besten Willen nicht beurteilen.

      Da man aber IMMER zuerst von gesundheitlichen Problemen ausgeht (nicht, dass was übersehen wird), wäre ein Gang zum TA dringend anzuraten! Wenn du keine Papiere hast, hast auch keinen Impfpass, richtig? Auch der wäre beim Züchter (und auch bei ner Katze aus dem TS) zu erwarten. Er müsste dann geimpft und entwurmt werden (am besten nicht gleichzeitig, um die Belastung zu reduzieren - auch wenn er nicht mehr ganz klein ist) und über die Kastration schon mal nachdenken und reden (so mit 6-7 Monaten wäre er fällig) und BITTE ein Katerkumpelchen für Manolo, am besten eins, das gut sozialisiert ist gegenüber Katzen UND Menschen, mit dem er katergerecht spielen und an dem er sich orientieren kann

      Ich hoffe, er ist bald aufgetaut genug für ein paar Bilderchen :inlove
      Die Erde ist rund, damit die Menschen auch dann an ihrem Ziel ankommen, wenn sie in die falsche Richtung laufen

      Betrachte immer die helle Seite der Dinge oder reibe die dunkle, bis sie glänzt (Norman Vincent Peale)

      Kreatinin-Wert bei gebarften Katzen

      Marani schrieb:

      Ich glaub, 500 Euro aufwärts für ein Kitten ist (je nach Rasse) normal.

      Bei Sibirern und Nevas eher noch eine Ecke mehr, wenn sich in den letzten drei Jahren nicht sehr viel geändert hat.

      Mehr als das Geld würde mich mal interessieren, warum ihr ausgerechnet diesen Kater von ausgerechnet dieser Frau wolltet. Ich kann total verstehen, dass man Nevchen haben möchte. :love: Aber dann geht man doch normalerweise entweder zu richtigen Züchtern - ist dann zwar erstmal viel Geld, aber dafür bekommt man auch einiges an Sicherheit und Unterstützung - oder man schaut im Tierschutz. Sooo selten ist die Rasse da auch nicht. Also muss es ja eigentlich richtig ausschlaggebende Gründe geben, warum man das nicht macht und stattdessen aus so dubiosen Verhältnissen ein Kitten holt, das man irgendwie vorher nie live gesehen / gestreichelt hat? :? Oder war es bei der Vermehrerin noch total zutraulich und nett zu euch und erst bei euch zuhause komisch?

      Ich hab auch schon bei Vereinszüchtern schlecht sozialisierte Katzen und Kitten getroffen, auch das gibt's. Aber die nehme ich dann doch nicht? :?

      Und dass man mit einer neuen Katze gleich sofort erstmal zum Tierarzt geht, ehe man sich Flöhe und Schlimmeres einschleppt, das ist doch nun wirklich Katzen-Einmaleins? Außer, man holt die Katze wirklich von ganz peniblen Züchtern, die wirklich alles untersuchen lassen haben, Parasitenbekämpfung top - und alles schriftlich nachgewiesen. Dann hat man mit dem Tierarzt ein bisschen Luft. Aber sonst...? Das ist doch wirklich in jedem Ratgeber gleich das erste Kapitel?

      Mir tut der Kleine einfach leid. Hoffentlich findet ihr bald einen Draht zueinander.
      Für dich zur Orientierung: Eingewöhnung bei uns. Zwar keine Nevas und zu zweit, aber eben Kitten...aus dem Tierschutz, bei dem eher erwartet wird, dass Scheuchen dabei sind.
      1. Tag: Beide stolzieren aus dem Transportkorb, gucken sich kurz um suchen sich nen Platz und laufen vorher die Wohnung ab (Alter 12 Wochen)
      2. Tag: Katze nicht spielig und zog sich etwas zurück, ich hab es nicht wirklich einschätzen können, dachte das Kotzen käme von Haaren und ansonsten war ihr nichts anzumerken und klar, das Zurückziehen hab ich eher auf die Eingewöhnung geschoben. War aber der Stress, der ihr auf dem Magen schlug.
      Nach einem zweiten Kotzanfall zum TA und dort behandeln lassen, auskuriert und jetzt die Katze, die ich beschrieben bekam. Ausgelassen, spielig, frech. Sie orientierte sich anfangs sehr an ihrem Bruder, inzwischen ist sie aber viel mehr Menschenkatze als er.

      Insofern bin ich auch bei der kurzen Erfahrung die ich habe, bei so jungen Tieren zum einen für eine kurze Abklärung beim TA und definitiv für zwei. Denn es erleichtert den Alltag und die Katze ist fröhlicher, somit wird auch nicht so viel angestellt. Bamboo (ihr Bruder) war nämlich in der Zeit, wo es ihr schlecht ging ein kleiner Quälgeist und musste immer bespaßt werden, eigentlich am Liebsten rund um die Uhr, aber jetzt ist es o.k. wenn ich am Tag ein bis zwei Stunden spiele, denn ansonsten jagdt er seine Schwester :)

      Damit will ich nur sagen, ich finde das Verhalten nicht normal und TA solltet ihr wirklich noch in Betracht ziehen, schon gar wegen der Impfungen und Wurmkuren und zur Orientierung wäre ein "Geschwisterchen" bestimmt nicht verkehrt.
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „NicAn“ ()

      Also ihr habt absolut recht, dass wir nochmal zum TA sollten, das werde ich nächste Woche angehen.
      Allerdings habe ich den Rat von euch befolgt und ihn gestern einfach mal zum Schmusen öfter zu mir geholt: da lag er auch absolut verschmust auf mir, ich konnte ihn am Bauch kraulen, er hat geschnurrt wie wild und sich an mich gekuschelt. Nur wenn ich ihn länger nicht mehr gestreichelt habe ist er wieder unter der Couch verschwunden und kam auch nicht mehr raus. Also gefallen hat es ihm wohl auf jeden Fall, allerdings scheint er noch sehr skeptisch zu sein und alleine kommt er auch nicht zu mir, da kann ich ihn so sehr anlocken wie ich möchte.
      Wir haben ihn von dieser "Züchterin" geholt, weil es wirklich keine näheren Kätzchen in der Umgebung gab die uns gefallen haben. Und selbst für ihn mussten wir 2 Stunden fahren. Gezahlt habe ich 400. Ihr stellt euch das jetzt alles so schrecklich vor, aber die Dame hat einen wirklich seriösen Eindruck gemacht. Alle ihr Sibirer sind sofort auf uns los und wollten gekrault werden. Die Wohnung war auch wirklich sauber und gepflegt, ich glaube also nicht, dass sein Leben vorher so schlimm war. Außerdem halte ich ihn für sogar sehr sozialisiert wenn ich ihn bei mir habe, nur eben total schüchtern. Auch ein absolut sauberer Kater. Aber das mit den Papieren ist schon sehr komisch, da habt ihr auch recht. Sie sagte nur dass sie für ihn keine hat und wir ja auch keine bräuchten. Oh man...
      Naja ich Danke euch und werde dann die Tage mal zum Tierarzt gehen.

      PhMarie schrieb:

      aber die Dame hat einen wirklich seriösen Eindruck gemacht

      Ist sie aber nicht.
      Du kannst drauf wetten, dass die Katzen dort nicht optimal aufgezogen werden, auch wenn es noch so "ordentlich" aussieht auf den ersten Blick.

      Wäre bei ihr alles okay, könnte sie ja auch problemlos in einen Verein eintreten, sich richtige Stammbäume ausstellen lassen und käme nicht in Erklärungsnot gewissenhaften Interessenten gegenüber. Die Vereinsmitgliedschaft ist ja nicht teuer, die Stammbäume auch nicht. Warum macht sie das also nicht?
      Weil sie sich halt nicht an die üblichen Vorgaben halten will oder kann. Im Verein gibt es Auflagen, zB:
      - Elterntiere müssen gesund und rassetypisch sein (Das muss auch von Richtern auf Ausstellungen bestätigt werden.)
      - Es gibt Pflichtuntersuchungen für die Elterntiere, damit Erbkrankheiten und ansteckende Krankheiten im Zaum gehalten werden
      - Es gibt Vorschriften, was Mindestansprüche an die Haltung der Elterntiere betrifft - du kannst es dir vielleicht nicht vorstellen, aber es gibt genug Vermehrer, wo die Tiere praktisch in Käfigen leben müssen und höchstens wenn Interessenten kommen in die Wohnung dürfen
      - Es gibt festgelegte Pausen für die Muttertiere zwischen den Würfen, damit sie sich erholen können
      - Es wird vorgeschrieben, in welchem Alter und mit welcher tierärztlichen Betreuung die Jungen mindestens abgegeben werden dürfen

      Du siehst vielleicht, dass es nicht in erster Linie um Eitelkeiten geht, sondern letztendlich um Tierschutz. Und letztendlich auch um Sicherheit für die Käufer.

      Ich bin für meine Katzen jeweils um die vier Stunden gefahren, und zwar mehrfach, weil ich sie vorher schon je ein bis zweimal besucht habe. Mit dem Zug übrigens. Plus Kaufpreis.
      Wenn man das nicht zahlen kann oder möchte, gibt es wie gesagt auch noch den Tierschutz. Viele Vereine vermitteln bundesweit, die Pflegestelle muss also nicht mal zwingend um die Ecke sein. Oder man wartet halt noch ein bisschen, bis es passende Katzen in der Nähe gibt.

      Aber ich finde es gut, dass ihr den Tierarzt jetzt ins Auge fasst und dass der Kleine immerhin nicht scheu zu sein scheint. :dadr:
      Ganz zu Schweigen davon, dass in jedem Fall, selbst bei einem Unfallwurf, ein Impfpass ein absolutes MUSS ist. Ohne den geht meines Erachtens nichts! Schließlich gibt es auch für Menschen und andere Tiere gefährliche Krankheiten, die nicht sofort offensichtlich sind. Ohne Impfpass sollte kein Tier abgegeben werden. Höchstens bei Fundtieren ist der nicht erforderlich aber auch da ist sofortiges Nachholen eines TA-Besuchs, den ihr glücklicherweise jetzt macht- Pflicht!
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      Still_Shining schrieb:

      Ich bin für meine Katzen jeweils um die vier Stunden gefahren,


      Und ich bin, als ich noch züchtete, für eine Deckung 2000 km gefahren und habe 400 Euro Decktaxe bezahlt. Meine Kitten kosteten bei Abgabe 600 Euro.

      Sie waren bei Abgabe natürlich 2x geimpft, mehrfach entwurmt, mit bestem Futter versorgt und wurden mit einem Starterpaket (gewohntes Futter, Leckerlies) und natürlich mit Papieren abgegeben. Sie wurden auch einmal ausgestellt und hatten eine Bewertungsurkunde im Gepäck.

      Glaub mir, einen finanziellen "Gewinn" kann man mit seriöser Zucht nicht machen. Und wenn Kitten preiswerter abgegeben werden, wurde an ihrer Versorgung gespart. (z.B. keine Impfung)

      Das alles bedeutet aber nicht, dass dein Kitten krank ist oder weniger liebenswert. Ich freu mich, dass sie bei dir gelandet ist und geliebt und verwöhnt wird.
      Gruß, Heidrun