Klickern

      OK, ich eröffne ein neues Thema zum Klickern.

      Es war sicher falsch dass ich mich in einen Thread geäußert habe, in dem es darum geht noch unerfahrenen zukünftigen Katzenbesitzern Mut zu machen. Allerdings sollte man auch nicht den Anschein erwecken, dass es ein Allheilmittel ist und alle (möglichen, aber nicht wahrscheinlichen ) Probleme damit gelöst werden können.

      Meist gibt es gar keine Probleme wenn man sich die Anschaffung der Kätzchen gut überlegt, sich informiert und Mühe gibt.

      Natürlich steht es jeden frei das Klickern auszuprobieren. Allerdings muss auch gestattet sein, dass es der Ein oder Andere überflüssig findet. ( Seit wann gibt`s das überhaupt und wie ist man vorher zurecht gekommen :? )

      Ich kommuniziere seit 1972 mit Katzen (ja, ich bin sehr alt :haha ) ganz ohne Klicker oder andere Hilfmittel.

      Auch habe ich viele viele Kitten abgegeben, Interessenten beraten und war immer bereit zu helfen, auch nach Jahren konnte man mich kontaktieren . Gravierenden Probleme gab es nie! Eine junge Frau die sich Kitten bei mir holte, hat denen beigebracht die Menschentoilette zu benutzen, ohne Klickern. ;)

      Was ich sagen möchte: Macht euch nicht verrückt, wer sich Kätzchen anschafft und sie gut versorgt und lieb hat, wird voraussichtlich nur Freude mit ihnen haben.


      Und für echte Probleme sind hier im Forum immer Gleichgesinnte die gerne mit Rat zur Seite stehen.


      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

      Da stimme ich dir zu: man muss nicht klickern.

      Wir bzw ich mache es mit den drei Maine Coons auch, aber weniger zur Erziehung als zur Bespaßung. Es macht den dreien Spaß, vor allem den Katern und man kann sicherlich auch eine Menge Alltagssituationen üben (als wir es noch regelmäßig geübt haben waren meine in ihrer Transportbehälter auch wesentlich entspannter).

      Allerdings sehe ich es auch nicht wie einige Katzenexperten (die sich zum Beispiel auf Vox tummeln...Sorry aber ich mag die Frau nicht) als Heilmittel für jedes Problem.

      Es ist eine nette Abwechslung im Katzenalltag und zum Beispiel Boxentraining bei der ein oder anderen Katze auch sinnvoll, aber es ist nicht unbedingt notwendig und DAS Allheilmittel.

      PS: So jetzt konnte ich auch noch meinen Senf ablassen ohne ein schlechtes Gewissen wegen OT-Beiträgen in anderer Leute Threads! Danke Fania ;-)
      Hundeliebhaber, sind dominant. Katzenliebhaber, sind tolerant (Unbekannt)
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      Ich hatte nicht das Gefühl, dass es als Allheilmittel dargestellt und Pflicht für Katzenbesitzer geäußert wurde. Zumindest konnte ich das nirgends rauslesen. Ja @NicAn ist überzeugt davon, aber das ist doch auch nicht verwerflich, genauso wenig wie es nicht verwerflich ist, wenn man es für totalen Blödsinn hält.
      Man braucht keinen Clicker, man kann jede Katze ohne Clicker halten, erziehen, bespaßen. Ich hab aber auch keinen Beitrag gelesen, in dem stand "Wer nicht clickert erzieht seine Katze nicht, sorgt nicht für Unterhaltung und macht sowieso alles falsch!". Man kann alles erreichen ohne einem Clicker, aber es ist auch nicht verkehrt ihn bzw. vielmehr das Prinzip dafür herzunehmen. Das Clickerprinzip verwendet man ja sowieso unterbewusst sofort, indem man bestimmte Worte immer sagt, wenn etwas gut ist oder die Katze beruhigt sein kann. Ich denke wir alle haben so ein, zwei Wörter, die für die Katzen positiv behaftet ist. Und schwups "clickert" man.
      Liebe Grüße, Düdi mit Maja, Abby und Pearl :herz-pfeil
      Für immer unvergessen :stern Horsti

      Fania schrieb:

      Seit wann gibt`s das überhaupt und wie ist man vorher zurecht gekommen

      Für Katzen gibt's das noch nicht lange, aber das Prinzip wird ja schon eine Weile zB für Hunde angewandt. Wie man das früher gemacht hat? Nun, für Hunde zum Beispiel mit Gewalt. Und Katzen waren "nicht erziehbar". ;)
      Es ist ja auch ziemlich neu, dass Katzen so viel im Haus gehalten wurden. Geht man mal hundert Jahre zurück, waren Katzen eher auf den Höfen und wurden sicher mal gestreichelt, aber man hatte nicht sooo einen engen Bezug - im Allgemeinen.

      Fania schrieb:

      Allerdings sollte man auch nicht den Anschein erwecken, dass es ein Allheilmittel ist

      Natürlich nicht, auch wenn Vox den Anschein erweckt. :haha Aber es gibt auch Katzentherapeuten (halt nicht so sehr im deutschen TV), die andere Methoden haben, oder kombinieren. Ein bisschen Klickern und viel Spielen und Einstellen auf kätzische Bedürfnisse.

      Viele Wege führen nach Rom. Klickertraining ist recht leicht zu lernen und gibt den Haltern erstmal ein Werkzeug in die Hand. Das ist besonders gut für Menschen, die von Natur aus vielleicht nicht so eindeutige Signale senden. Klickern ist ziemlich eindeutig; wenn man es richtig macht, kann die Katze die Signale als "Lob" gut zuordnen.

      Natürlich muss niemand klickern. Oder man kann diverse Abwandlungen benutzen, wie Worte statt Klicks. Manch einer hat auch von sich aus einen guten Draht zu seinen Tieren und braucht keine theoretische Stütze. ;)
      Aber es gibt hier auch genug Leute, die ihre Katzen eben nicht gut verstehen, oder wo die Katzen miteinander chaotisch sind - und da zB kann man mit Klickern Struktur rein bringen.

      Großartiges Zubehör muss man jedenfalls nicht kaufen. Ich habe einen Targetstab und zwei Klicker, das ist alles. Statt des Stabes kann man auch irgendwas anderes nehmen, Klicker kaufen muss man auch nicht zwingend - Kugelschreiber, Stimme geht auch. Von daher braucht man nicht mal Geld ausgeben, wenn man nicht möchte.
      @Fania Ich hoffe sehr, du hast nicht mich so verstanden :o :? .... @Duedi hat mich da wirklich gut vertreten :danke
      :danke auch für Deinen Ruf, ich möchte mich nämlich gerne dazu äußern, egal, ob ich gemeint war, oder nicht

      Ich empfinde Klickern nicht als Allheilmittel. Ich weiß lediglich, was es mir bei anderen Tierarten für Kommunikationsmöglichkeiten eröffnet hat. Das ist aber nur meine persönliche Erfahrung. Wenn man sieht, wie aus den für dumm verschrienen Meerschweinchen und Hamstern sehr anhängliche und menschenbezogene Tiere werden, ist das schön. Leider hat man bei Kleintieren im Gehege nicht soviele Möglichkeiten ihnen die Scheu zu nehmen oder sie zu beschäftigen, wenn man sich nichts einfallen lässt. Und wenn man bedenkt, dass Hamster so zart sind, dass sie einen Herzinfarkt bekommen können, wenn man mit ihnen nur zum TA muss, kannst du dir sicher vorstellen, dass ich ihnen die Angst irgendwie nehmen musste, allein wegen der Gesundheit. Da war für mich Klickern (auch nicht bei allen) ein Ausweg.

      Wenn ich überhaupt von etwas überzeugt bin, dann von der übergeordneten positiven Verstärkung, die ich tatsächlich für das adäquateste Mittel bei allen Tieren halte. Einfach weil diese Erziehungsmethode keinerlei Gewalt beinhaltet oder negative Folgen für die Psyche des Tieres hat (außer vielleicht den Verwöhnsturkopf :haha )
      Aber wenn jemand so gar keine Ahnung von Erziehung bei Tieren oder bestimmten Tierarten hat, halte ich Klickern für einen guten Einstieg, um eine angenehme Kommunikationsform zu lernen. Schon gar im Hinblick auf die erwähnte Wasserspritze. :o
      Für Anfänger ist es mMn ebenso leicht zu Klicken für gutes Verhalten, wie zu Spritzen bei schlechtem Verhalten.... und dabei ist Klickern nur einer von bestimmt 1000000000 Vorschlägen, wie man besser mit seinen Tieren kommunizieren kann, ohne Gewalt einzusetzen. Ich hätte ihr auch vorschlagen können, die Lehren eines anderen Biologen zu lesen, "Desmond Morris -Cat watching" Dort beschreibt er den Umgang von der Mutterkatze mit den Welpen und welche Laute wie eingesetzt werden. Auch diese Erziehungsmethode habe ich mir angeschaut, finde sie aber gerade für Anfänger (alle, auch mich) sehr schwierig beherrschbar und sie hat außerdem bei falscher Anwendung viel, viel mehr Potential in die Hose zu gehen, als das Klickern, wo im schlimmsten Fall einfach nichts passiert.

      Ich würde aber niemals jemandem vorwerfen nicht zu Klickern....der Gedanke ist für mich sogar absurd...schon gar, weil ich eben noch gar keine Erfahrung mit Katzen habe...Ich hab ja auch gesagt, sie soll es sich nur mal durchlesen, ob es was für sie ist, weil ich die Bücher und die Videos als guten Einstieg in die Katzenerziehung ansehe.

      Übrigens: das Einzige was ich bei anderen Menschen im Umgang mit ihren Tieren vorwerfen würde, wäre Gewalt. Da werde ich richtig sauer und das kann ich nicht verstehen. Ansonsten jeder wie er mag. Und mal ehrlich, du schreibst selbst, dass du eigentlich alle Vorteile der positven Konditionierung nutzt und das sogar schon, bevor sich andere darüber Gedanken gemacht haben, die Lehren von Pawlow im täglichen Leben mit Tieren einzusetzen ;)
      Übrigens, jeder ist nur so alt wie er sich fühlt :haha und mit den Jahren kommt die Weisheit und ich würde keinem hier in diesem Forum die Weisheit im Bezug auf Katzen absprechen, die muss ich mir noch sorgfältig und sicherlich mit einigen kleineren und größeren Problemen erwerben ;)

      Liebe Grüsse
      Nicole
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      Duedi schrieb:

      Ja @NicAn ist überzeugt davon, aber das ist doch auch nicht verwerflich, genauso wenig wie es nicht verwerflich ist, wenn man es für totalen Blödsinn hält.


      Natürlich ist es nicht verwerflich mit Tieren zu klickern, wenn es allen Beteiligten Freude macht. Und wenn es für die Miezen Leckerchen gibt werden sie begeistert sein und vielleicht sogar besonders gelehrig. ;)
      Für Leckereien tun sie einiges, ist klar. Mit und ohne Klick.

      Still_Shining schrieb:

      Es ist ja auch ziemlich neu, dass Katzen so viel im Haus gehalten wurden


      DAS ist ein wichtiges Argument. Darüber habe ich letzte Nacht noch nachgegrübelt.
      Wir, ich selbst und auch meine (Züchter-)Freundinnen haben Gärten in dem sich die Katzen aufhalten, auf Bäume klettern, Mäuse (und Regenwürmer :ko ) und leider auch Vögel :((
      fangen und ihre Menschen damit beglücken. Langeweile kommt da eher selten auf, nicht einmal im winterlichen Schnee.

      Die Sendungen auf VOX habe ich nie gesehen, das muss ich zugeben. Ich werde gelegentlich mal reinschauen, man lebt und lernt. :-)
      Bisher hatte ich allerdings nie das Bedürfnis und sah auch keine Notwendigkeit meine Katzen erziehen zu wollen. Manches (z.B schmerzhaftes an den Beinen hochklettern) unterbindet man natürlich, auf die sanfte Weise und mit Geduld. Anderes, z.B. Pflanzenzerstörung muss man ertragen und Gardinen braucht kein Mensch.


      Jetzt geh ich ins Bett und stelle mir beim Einschlafen vor, wie meine Freundin, in deren Haus etwa 10 Zuchtkatzen, Kastraten, viele Kitten und 4 potente Kater leben, mit ihren Tieren zu Klickern versucht..Ich kenne wahrscheinlich die verkehrten Leute. :haha
      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

      Fania schrieb:

      Jetzt geh ich ins Bett und stelle mir beim Einschlafen vor, wie meine Freundin, in deren Haus etwa 10 Zuchtkatzen, Kastraten, viele Kitten und 4 potente Kater leben, mit ihren Tieren zu Klickern versucht..Ich kenne wahrscheinlich die verkehrten Leute.

      Wahrscheinlich. Vielleicht musst du einfach bisschen kleiner denken bzw. nicht von dir auf andere schließen. Nehm die vielen vielen Haushalte mit ein, zwei, drei Katzen auf wenigen Quadratmetern, mit etwas Glück mit einem kleinen eingenetzten Balkon (ich nehm mich da nicht raus. 2-3 Katzen auf 60m² plus 9m² Balkon sind jetzt nicht grad riesig und waren zumindest mit der dritten ja auch nicht so geplant. Was bin ich froh, wenn wir nächstes Jahr ins Haus umziehen.). Clickern kann (nicht muss) da eine schöne Beschäftigung sein. Leider kann sich nicht jeder Haus mit komplett eingezäuntem Garten leisten oder überhaupt bieten (dort wo wir ein Haus bauen wollen in den kommenden Jahren sind Zäune bis zu einer Höhe von 80cm erlaubt, katzensicher einzäunen ist da seeehr schwierig, wenn man es nicht mit einem Stromzaun machen will), in dem sich die Katzen tagtäglich vergnügen können. Hätte ich das, hätte ich wohl den Clicker auch nie ausgepackt. So hatte ich aber zwei junge Katzen, die zwar viel miteinander getobt haben, aber dennoch für den Kopf ruhig noch ein bisschen mehr Anstrengung vertragen hätten. Viel denken muss eine Katze ja nicht, wenn sie einfach zum Napf geht und dort Futter auffindet, anders als jetzt deine oder Freigänger, die draußen jagen und sowohl körperlich als auch geistig beschäftigt sind. Klar ahmt man das mit Spielen nach, aber im Endeffekt macht man das für ein paar Minuten und dann wars das wieder. Kopf kann wieder abgeschalten werden und fertig.

      Clickern als Erziehungsmaßnahme, wie gesagt, hab ich selbst nie gemacht, finde ich mit Katzen auch nicht praktikabel, weil ich nicht immer mit Leckerli und Clicker in der Hand (Hosentasche reicht ja nicht, bis ich den rausgewühlt hab ist alles vorbei) durch die Gegend renne. Da hab ich genau wie du auf Geduld gesetzt. Allerdings macht es schon auch Sinn nicht nur das unerwünschte Verhalten zu unterbinden, sondern auch das gewünschte zu bestärken. Das haben wir in dem Fall aber rein mit Stimme gemacht und das hat auch gut funktioniert. Ich bin gespannt, ob @NicAn das mit dem Clicker durchziehen wird und wie ihre Erfolge sein werden. Mir war das zu blöd, immer das Teil mit mir rumzuschleppen :haha
      Liebe Grüße, Düdi mit Maja, Abby und Pearl :herz-pfeil
      Für immer unvergessen :stern Horsti
      Ich habe mir das auch noch mal durch den Kopf gehen lassen.
      Ich denke, es gibt hier teilweise ein Missverständnis: Clickern wird selbst im TV eigentlich nicht als "Erziehungsmethode" beworben. Es werden gezielt einzelne Verhaltensmuster geübt: zB das Klo wieder zu benutzen, oder in Gegenwart der neuen Katze friedlich zu bleiben, oder im Auto keine Panik zu bekommen - sowas.

      Edit: Und natürlich kann man all das auch ohne explizites "Clicker-Training" machen. Clickern ist da nur eine einfache, leicht zu lernende Methode. Aber ich hab meiner Katze als Kind auch schon "einfach so" den einen oder anderen Trick beigebracht, natürlich geht das...

      Zusätzlich wird es im Forum gern zur geistigen Beschäftigung von Wohnungskatzen empfohlen, wo kein Freigang möglich ist, denn nur Spielzeug jagen und kuscheln reicht nicht jeder Katze aus.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Still_Shining“ ()

      Still_Shining schrieb:

      Ich habe mir das auch noch mal durch den Kopf gehen lassen.
      Es werden gezielt einzelne Verhaltensmuster geübt: zB das Klo wieder zu benutzen, oder in Gegenwart der neuen Katze friedlich zu bleiben, oder im Auto keine Panik zu bekommen - sowas.

      Ich glaube da liegt der Hase im Pfeffer. Denn für mich ist genau das die Erziehung von Katzen, für aufs Kommando hören hat man Hunde :-)

      Still_Shining schrieb:


      Edit: Und natürlich kann man all das auch ohne explizites "Clicker-Training" machen. Clickern ist da nur eine einfache, leicht zu lernende Methode. Aber ich hab meiner Katze als Kind auch schon "einfach so" den einen oder anderen Trick beigebracht, natürlich geht das...

      :yes
      Sehe ich ganz genauso, wenn ich mich mit den Tieren auskenne, aber wenn es eben die erste Haltung ist, nimmt (mir zumindest) die Möglichkeit des Klickerns einen immensen Druck.

      Duedi schrieb:


      Wahrscheinlich. Vielleicht musst du einfach bisschen kleiner denken bzw. nicht von dir auf andere schließen.

      Ich glaube da ist der zweite Hase ;) Jeder schließt aus seiner Erfahrung und Situation auf den anderen.

      Duedi schrieb:


      Da hab ich genau wie du auf Geduld gesetzt.


      Die Frage ist halt für mich, wie gut ich diese Geduld den Katzen verständlich machen kann und da ich in der Katzensprache noch relativ unbewandert bin, also eigentlich nur einen Kindergartenpass habe, wenn überhaupt, macht es für mich momentan (gedanklich) Sinn, zumal viel von Erfolgen zu hören ist und das nicht im Fernsehen, dem ich eh nie glaube, sondern in vielen Büchern und im täglichen Leben. Wobei man da natürlich auch reflektiert rangehen muss.

      Duedi schrieb:


      Allerdings macht es schon auch Sinn nicht nur das unerwünschte Verhalten zu unterbinden, sondern auch das gewünschte zu bestärken. Das haben wir in dem Fall aber rein mit Stimme gemacht und das hat auch gut funktioniert.

      Muss ich ja auch, bis ich überhaupt anfangen kann. ;)

      Duedi schrieb:


      Ich bin gespannt, ob @NicAn das mit dem Clicker durchziehen wird und wie ihre Erfolge sein werden. Mir war das zu blöd, immer das Teil mit mir rumzuschleppen :haha


      Wie du ja auch schon schriebst, ist die Stimme durchaus auch als Klicker zu gebrauchen und ich werde wahrscheinlich auf ein Wort oder einen Laut fokussieren, auch wenn das nicht ganz so präzise ist. Aber ja, eine kleine Leckerchendose für die Hose, oder andere Kleidung habe ich hier (für mich und meinen Mann). Das Teil wird an die Hose geklemmt und ist somit immer dabei ;)

      Es ist ja auch noch die Frage, ob die beiden Süßen die Konditionierung überhaupt mitmachen und erst nach einer vernünftigen Eingewöhnungszeit in der sie völlig frei ihre neue Welt erkunden, kann ich überhaupt anfangen. Ich steh ja nicht an der Tür, wenn sie noch im Transportkorb sind und gehe direkt mit dem Klicker auf sie los wie ein Berserker.....das fänden weder die beiden super, noch ich...erstmal wird vorgelesen und geschaut, wie sie sich hier machen.
      Ich bin also genau so gespannt wie du und werde berichten :-) Natürlich auch wenn es komplett in die Hose geht...und das kann ich mir genauso vorstellen, wie das es gut geht. Im Unterschied zu anderen Methoden schade ich den Mäusen aber damit nicht, selbst wenn es schief läuft und das ist mir sehr wichtig.

      Liebe Grüsse
      Nicole
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      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      NicAn schrieb:

      Denn für mich ist genau das die Erziehung von Katzen

      Hm, so unterschiedlich kann man das sehen. :D Für mich ist Erziehung, dass die Katzen sich möglichst gut einfügen in das menschliche Leben: erstmal generell zutraulich sind, dann die Einrichtung nicht zerstören, nachts ruhig sind, sich generell gut händeln lassen, auf ihre Namen und "Nein" reagieren, als Freigänger ggf. halbwegs zuverlässig sind...
      Das sind so Sachen, die spielen sich ein, wenn man miteinander lebt und lernt. Manches ließe sich clickern, manches vielleicht weniger gut.
      Jaaa ich dachte auch eher an Still_Shinings Erziehung :D
      Gut, dass das jetzt aber mal geklärt ist. Erleichtert die Kommunikation :-)

      Nochmal ganz OT: Mach dir nicht so einen Stress, @NicAn . Vorher einlesen ist gut, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass du das alles brauchen wirst. Junge Katzen und ganz besonders Kitten sind in der Regel sehr unkompliziert. Man darf sich nicht verrückt machen lassen und das fällt im Internet manchmal ganz schön schwer. Ich weiß jetzt nicht auswendig, von wo deine Kitten kommen, aber ich denke dir wird es ergehen wie den meisten Kittenbesitzern: raus aus der Transportbox, Wohnung erobern, Menschen erobern und mehr oder weniger fertig :-) Vorgelesen haben wir den halbwilden Bauernhofkatzen in Pflege, die aber auch nach einer Woche alle komplett zutraulich waren und man nichts mehr von ihren ersten Lebenswochen gemerkt hat. Außer vielleicht etwas mehr Pepp als jetzt meine beiden Großen das haben :haha
      Liebe Grüße, Düdi mit Maja, Abby und Pearl :herz-pfeil
      Für immer unvergessen :stern Horsti
      @Still_Shining O.k. dann schreib ich mal ein paar meiner angedachte Erziehungsmaßnahmen auf und wofür ich vorhabe zu Klickern, dann könnt ihr mich wenigstens ohne Vermutungen und Missverständnisse auseinandernehmen :D
      Wie schon geschrieben, erstmal kommen die Mäuse an.
      Dann wird vorgelesen und sich aneinander gewöhnt. Das Essen langsam umstellen, sodass hoffentlich das Trockenfutter wegfallen kann und nur noch als Leckerchen dient. Denke an einen Zeitraum von 2-6 Wochen um sie vom Trockenfutternapf zu entwöhnen und auf Nassfutter umgestiegen zu sein.

      In diesen Wochen wird rein mit Geduld und Spucke gefährliches Verhalten für Mensch und Tier ausgebremst. Mit Nein und Runtersetzen oder viel Ablenkung.
      Falls die Mäuse frech sind, wird nun im Spiel mit dem Konditionieren Wort/Laut=Trockenfutterleckerlie begonnen.
      Falls sie schüchtern und scheu sind (was man in der neuen Umgebung nicht wissen kann) geschieht das ganze mit gebührendem Abstand. Wenn sie die Konditionierung drin haben und das kann ein paar Tage bis Wochen dauern, je nach Lust und Laune der Mäuse soll es hiermit los-bzw. weitergehen:

      Laut-Leckerchen und Loben - werden zusammen im Folgenden Klick genannt

      das Ganze immer in ähnlichen Einzelschritten, hab ich nicht bei jedem Training geschrieben, aber als Beispiel:
      Katze nähert sich neugierig dem Transportkorb - Klick
      Setzt sich davor- Klick
      Pfote rein- Klick
      Kopf rein- Klick
      Ganze Katze rein- Klick
      Wort zur Kennzeichnung: z.B. "Transit" einfügen, wenn es sitzt, muss nicht immer sein, ist aber bei größeren Dingen hilfreich.

      Situationsbeispiele, wo ich catchen möchte und welche Alternativen ich mir ausgeguckt habe:

      scheue Katze kommt in Minischritten heraus oder sogar auf mich zu - Klick
      ansonsten Blinzeln und Ignorieren, weiter Vorlesen

      Katze springt die Beine hoch -runtersetzen- Nein sagen
      Katze schaut mich an, bevor sie die Beine bespringt, bleibt aber trotz Sprungwunsch auf dem Boden - Klick

      Katze bleibt auf dem Boden in der Küche man sieht sie will springen tut es aber nicht - Klick
      Katze will auf den Herd springen (hoffentlich im Flug noch abfangen, abhalten) mit NEIN

      Katze kratzt an den dafür vorgesehen Stellen - Klick
      Sie macht dies an den anderen Stellen - Ignorieren wieder zum Kratzbaum führen

      Versucht nicht das Essen zu klauen obwohl ich sehe sie will - Klick
      Versucht das Essen zu klauen - Nein sagen, abhalten damit sich kein Erfolgserlebnis einstellen kann.

      Pinkelt neben das Klo - Nein sagen, lieb aufs Klo setzen und zum Tierarzt
      Pinkelt (anfangs) in ein neues Klo - Klick

      etc.

      Es geht mir also um den Alltagswahnsinn und dazu gehören für mich genauso die Dinge, die du beschriebst.

      Was für mich nicht dazugehört ist
      - bei Fuss gehen
      - Pfötchen geben
      - Im Kreis drehen
      - irgendwelche anderen ausgefallenen Tricks

      Die kann man als Beschäftigung klickern, wogegen ich nichts habe und was ich mir vielleicht überlege, wenn sie viel älter sind, aber anfangs ist das Klicken für mich Erziehungsmittel zum besseren Miteinander und zur besseren Kommunikation. Denn ich sage auch zu meinem Mann schon mal "Toll" "Super" oder ähnliches. Wenn das im falschen Moment bei den Schmusetigern ankäme, fänd ich das nicht so prickelnd.

      Wurde es jetzt klarer? Liege ich völlig daneben? Kann ja sein. Ich werde es versuchen. Schaden wird es nicht.

      Liebe Grüsse
      Nicole
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      NicAn schrieb:

      O.k. dann schreib ich mal ein paar meiner angedachte Erziehungsmaßnahmen auf und wofür ich vorhabe zu Klickern, dann könnt ihr mich wenigstens ohne Vermutungen und Missverständnisse auseinandernehmen

      Yay :D
      Meine Güte, was für ein Schlachtplan. Und ich dachte, ich wäre schon verkopft. :D

      Wieso weißt du eigentlich nichts Genaues über deine Kitten? Sie kommen doch aus einem TSV, oder? Also, zumindest, ob die zahm sind oder nicht, müsste doch bekannt sein? Mit zahmen Katzen brauchst du keine großartigen Eingewöhn- und Vorlesestunden veranstalten - schnapp dir eine Spielzeugangel, das ist ein super Eisbrecher. Und geh ansonsten gleich von Anfang an ganz normal mit den beiden um.
      So viel Tüdel verunsichert sie am Ende noch. ;)

      NicAn schrieb:

      Denke an einen Zeitraum von 2-6 Wochen um sie vom Trockenfutternapf zu entwöhnen und auf Nassfutter umgestiegen zu sein.

      Warum so lange? Kennen sie noch gar kein Nassfutter?
      Ich würde halt nur Nassfutter anbieten. (Vorausgesetzt, es ist bekannt.) Notfalls mit etwas TroFu garniert. Kitten haben so viel Appetit, das wird dann schon vernichtet werden.

      Im Spiel würde ich nicht mit der Konditionierung anfangen, sondern wenn sie gerade mal etwas ruhig sind und du ihre Aufmerksamkeit ein bisschen halten kannst.

      NicAn schrieb:

      als Beispiel:
      Katze nähert sich neugierig dem Transportkorb

      Okay, aber der steht sicher - wie bei den meisten Haltern - immer in Reichweite, oder? Du müsstest jedes Annähern klicken. Zu jeder Tages- und Nachtzeit.

      NicAn schrieb:

      scheue Katze kommt in Minischritten heraus oder sogar auf mich zu - Klick

      Würde ich wirklich nicht machen mit richtig scheuen Katzen. Nachher erschreckt sie sich noch. Blinzeln und leise ansprechen, vielleicht ein Leckerli hinschieben.
      Aber ich gehe davon aus, dass eure Kitten nicht scheu sind. Du brauchst also nicht mit sowas rechnen. ;)

      NicAn schrieb:

      Katze kratzt an den dafür vorgesehen Stellen - Klick

      Zu jeder Tages- und Nachtzeit. :D

      NicAn schrieb:

      Pinkelt (anfangs) in ein neues Klo - Klick

      Und dann gibst du auf dem Klo ein Leckerli? Ich glaube, einfach loben, loben, loben und ein bisschen kraulen tut's auch. Aber auch nur ganz zu Anfang; es soll ja selbstverständlich sein, dass sie das Klo benutzen.

      NicAn schrieb:

      scheue Katze kommt in Minischritten heraus oder sogar auf mich zu - Klick

      Was doch gar nicht funktionieren kann. Denn wenn sie scheu ist frag ich mich, wie du da konditionieren möchtest :sehnix Stelle mir das grad bei Taskalis MIezen vor, schwierig.

      Still_Shining schrieb:

      Mit zahmen Katzen brauchst du keine großartigen Eingewöhn- und Vorlesestunden veranstalten

      Still_Shining schrieb:

      Warum so lange? Kennen sie noch gar kein Nassfutter?
      Ich würde halt nur Nassfutter anbieten. (Vorausgesetzt, es ist bekannt.) Notfalls mit etwas TroFu garniert. Kitten haben so viel Appetit, das wird dann schon vernichtet werden.


      Sehe ich genauso. Vorbereitung ist schön und gut, aber gerade Kitten... die sind so herrlich unkompliziert. Abby hat auch größtenteils Trockenfutter gegessen. Bei mir gabs sofort nur Nassfutter, keine Sekunde Probleme gehabt. Und die Umstellung auf hochwertiges war auch ein Klacks. Mac's untergemischt und es wurde nur das rausgepickt und Whiskas übrig gelassen. Umstellung fertig :haha
      Schau dir deine Katzen an, die meisten sind total unkompliziert und benötigen keine solchen langsamen Annäherungen und Vorsichtsmaßnahmen.

      Still_Shining schrieb:

      Zu jeder Tages- und Nachtzeit.

      Das finde ich jetzt nicht unbedingt. Ich mein, wenn ich meiner Katze "Sitz" beibringe, mach ich das ja auch nicht indem ich immer klicke, egal wann und wo sie sich setzt, sondern nur in unserer Klickereinheit. Ich kann auch nicht nachts meiner Katze "Nein" sagen und sie runtersetzen, wenn sie auf die Küchenzeile springt, ich schlafe ja.
      Liebe Grüße, Düdi mit Maja, Abby und Pearl :herz-pfeil
      Für immer unvergessen :stern Horsti