Kittenerziehung

      Kittenerziehung

      Hallo,
      jetzt habe ich mich die ganze Zeit so mit unserer großen Katze Nala beschäftigt, dass die Kleine (8-10 Wochen) völlig untergegangen ist.
      Wie gesagt, wir sind Katzenanfänger und uns ein Katzenbaby zuzulegen, war eigentlich gar nicht im Plan. Die Kleine ist wirklich Zucker und wie es sich für so einen jungen Zwerg wohl gehört, auch sehr verspielt. Allerdings hat sie jetzt die Angewohnheit uns immer anzuspringen und an uns hochzuklettern, oder auf den Tisch zu springen. Speziell das Hochklettern hat anfangs für Belustigung in unserer Familie gesorgt, mittlerweile kippt aber die Einstellung dazu und speziell unsere Kleinste (2 Jahre) hat Angst vor dem kleinen schwarzen Teufel. Wie kann ich man einer Katze das abgewöhnen? Mein Katzenbesitzerumfeld vertritt ganz klar die Meinung, den Blumenspritzer einzusetzen, aber wie ich das hier mitbekommen habe, ist das wohl nicht die erstbeste Wahl der Katzenerziehung (warum eigentlich :left-right )
      Sorry, die Frage habt ihr beiehung bezenerzstimmt schon hundert mal beantwortet, allerdings konnte ich da auf Anhieb nichts darüber finden und ich habe wirklich leider keine Ahnung, was die Katzenerziehung betrifft :schaem
      Danke LG
      Naja, als erstes fällt mir dazu ein, dass eurer Kleinen ein gleichaltriger Katzenspielgefährte fehlt! Die Mama ist zwar dabei, aber das Herumbalgen und Austesten der Grenzen lernen sie in dem Alter am besten von Geschwistern, oder eben ungefähr gleichaltrigen Kitten. Darum ist es auch so wichtig, dass Kätzchen mindestens 12 Wochen bei Eltern und Geschwistern bleiben sollen.
      Aber es gibt ja auch bei Katzenwürfen immer wieder Einzelkinder. Da kann dir bestimmt @Fania als erfahrene Züchterin weiterhelfen.
      Blumenspritze bitte auf keinen Fall! Katzen lernen durch positive Bestätigung. Aber auch dazu gibt es hier Leute, die dir das einleuchtender als ich erklären können ;)
      Es gibt keine gewöhnlichen Katzen.
      (Sidonie-Gabrielle Colette)



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      In Katzen-"Erziehung" war ich nie gut. :haha und es ist auch nur bedingt möglich Kitten an der Kletterei zu hindern.

      Klar, ein Einzelkitten ist nicht ausgelastet und ein/zwei Spielgefährten wären super.
      Allerdings führt das häufig dazu dass nicht eins, sonder zwei oder mehr Kitten an den Hosenbeinen hoch flitzen und weiter bis auch die Schulter klettern.
      Wenn hier Kitten unterwegs waren hatte ich immer völlig zerkratzte Beine und Kratzer auf dem Rücken.

      Die Blumenspritze habe ich selten eingesetzt, man hat sie ohnehin nie zur Hand wenn zu einem Kletter-Überfall kommt. :roll
      Ich habe die Kleinen konsequent von den Hosenbeinen abgepflückt und runtergesetzt und abgewartet bis die Überfälle irgendwann ganz aufhörten.

      Da es wahrscheinlich bei eurem Einzelkitten bleibt, müsst ihr einfach viel mit ihr spielen, ihr Klettermöglichkeiten, z.B. einen Kratzbaum anbieten und euch in Geduld üben, denn auch diese Phase geht irgendwann vorbei. :yes
      Gruß, Heidrun

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Fania“ ()

      Hallo,
      kann zwar noch nicht aus eigener Erfahrung sprechen, aber ich habe mich mit dem Thema sehr ausführlich beschäftigt und geb dir jetzt einfach mal ein paar Googlehinweise. Such mal nach Klicker-/Clickertraining und positiver Konditionierung. Scheint am besten zu wirken.
      Die negative Konditionierung durch bsp. Blumenspritze hat dagegen kaum Befürworter, weil viele Katzen dadurch weitere Verhaltensauffälligkeiten wie Unsauberkeit, Ängste etc. entwickeln können, finde ich persönlich nicht so gut.

      Liebe Grüsse
      Nicole
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
      Beobachte die Welt der Tiere und Du lernst Dich selbst kennen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „NicAn“ ()

      Bei so jungen Kitten hat Klickern mMn noch keinen Sinn. Dafür müssten sie sich ja eine halbe Minute am Stück konzentrieren können. ;)
      Stabile Jeans für die nächsten Monate, immer wieder runtersetzen, dabei "Au" oder "Nein" oder sowas sagen, Alternativen anbieten (Kratzbäume an den Stellen, wo Kitten besonders gern nach oben möchte) - und falls sie Raufspiele mit euch macht, auf gar keinen Fall mitspielen. Im Gegensatz zum Beine-Hochklettern hört sie damit nämlich nicht irgendwann von allein auf, sondern das wird mal richtig schmerzhaft, so eine 5-kg-Katze mit allen vier Pfoten am Arm hängen zu haben.

      Auch beim Tisch: "Nein", runtersetzen. Jedes. Mal. Wieder. Und den Tisch so uninteressant wie möglich machen. Aber mach dir keine großen Hoffnungen: Maximal kannst du Katzen beibringen, nicht auf den Tisch zu springen, wenn ihr Menschen den Tisch gerade benutzt. Wenn ihr nicht dabei seid, werden sie wieder drauf sitzen - schließlich braucht ihr ihn ja dann nicht und es gibt aus ihrer Sicht keinen Grund, ihn dann nicht für sich zu nutzen. ;)
      Ich möchte Euch da nicht widersprechen, weil ich es noch nicht weiss. Im Internet auch hier bei MM sind Trainer schon ab 10 Wochen dran und darauf hatte ich jetzt geschaut. Es klang für mich logisch, schon früh anfangen zu können, da ich bei Hamstern und Meerschweinchen- mit denen ich geklickert habe- eine geringere Aufmerksamkeitsspanne als bei Kitten vermutete. Es kommt aber sicher auch immer auf das Gemüt des Tieres an :) Es sollte auch nur ein Tipp sein und die Katzen dürfen nie überfordert oder gezwungen werden. Ich werde mit dem Klickern nach Eingewöhnung und Abgewöhnung von Trockenfutter beginnen und schaue einfach, ob die zwei sich darauf einlassen :) Das muss aber jeder für sich entscheiden. Sollte auch nur eine Alternative bzw ein Denkanstoss werden :)
      Liebe Grüsse
      Nicole
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
      :love:
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      Klickern - und generell positive Verstärkung - ist ja auch eine nette Sache. :-) Aber bei Kitten in dem Alter stelle ich es mir einfach sehr schwierig vor. Wenn die nicht gerade schlafen, sind sie im Tobe-Modus. Bei meinen beiden habe ich mit ungefähr 6 Monaten mal langsam angefangen zu testen, ob schon Interesse besteht - oder ob der Target-Stab noch als Spielzeug missverstanden wird. ;)
      Klickern ist für mich einfach eine der saubersten und damit verständlichsten Kommunikationsmethoden mit Tieren. So als würden beide eine Fremdsprache lernen.
      Es funktioniert sogar bei Menschen. Als wir unter Menschen geübt haben (man sollte das Timing vorher üben, sonst kann es für beide Seiten schnell frustrierend werden) war es wirklich lustig zu sehen, ob der andere drauf kommt, was man gerade will. Aber so kann man sich auch gut in die Tiere hineinversetzen.

      @JaneBond :haha Freu mich drauf ;) Gerade das Ungewisse ist ja spannend, da ticke ich nicht anders als neugierige Wusel.

      @Still_Shining Ich bin nicht so für Targets. Kunststücke müssen nicht sein, verwende es aber gerne zur Erziehung im Alltag. Beim Training habe ich damals festgestellt, dass die Catch-Methode für mich besser funktioniert. D.h. auf das Geräusch des Klickerns konditionieren und dann sparsam als Kommunikation für gewünschtes Verhalten einsetzen. Unsere Schweine haben z.B. gelernt, wenn sie Krach machen bekommen sie kein Essen, aber wenn sie leise fiepen oder uns anstarren schon. Das war sehr angenehm für uns (besonders Nachts) und für die Schweine, die natürlicherweise nicht schreien würden. Gut unsere kleine Hamsterdame Shifu konnte rechts und links den Baumstamm hoch, aber das war mehr zur Beschäftigung, als wirklich als Trick gedacht.

      Zwar muss man bei Katzen immer Leckerchen und den Klicker mitführen (am Gehege hatte ich das griffbereit) aber ansonsten halte ich das auch für junge Tiere für eine gute Erziehungsmethode.

      Im oben beschriebenen Fall würde ich also - nach der Konditionierung - immer dann Klicken, wenn Kitten am Boden bleibt und dieses Verhalten so aktiv belohnen.

      Ich bin gespannt ob es hier klappen wird. Vielleicht sind die zwei ja auch komplett überwältigt, zu aufgedreht oder viel zu scheu, dann muss ich mir was anderes überlegen, z.B. bessere Alternativen anbieten wie @Fania gesagt hat. ;)
      Eine Wasserspritze kommt mir (außer für Blumen) aber nicht in die Hände.

      Liebe Grüsse
      Nicole
      Liebe Grüsse
      von Nicole, dem Äffchen (im) Bamboo und der Erdmännchenlady Ziva.
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    MietzMietz to go