Ankündigung Posten von Gedichten, Geschichten und Zitaten

      Posten von Gedichten, Geschichten und Zitaten

      Hallo ihr Lieben,

      ich weiß gar nicht recht wie ich anfangen soll. Im ersten Moment wollte ich von der "Problematik des Urheberrechts" schreiben - eigentlich ist es aber keine Problematik, sondern ein Recht, welches problematischer Weise oft nicht beachtet wird.

      Aus aktuellem Anlass haben wir uns entschlossen künftig Gedichte, Zitate und Geschichten welche nicht aus Eurer Feder kommen zu löschen.

      Es tut uns natürlich vor allem um die Beileidsbekundungen in der Regenbogenbrücke leid, die oft mit Gedichten bekräftigt werden.

      Wir sehen leider keine andere Möglichkeit uns und auch euch anders vor Abmahnungen und Schadensersatzzahlungen zu schützen. Vielen ist leider nicht bewusst, dass das kopieren und veröffentlichen von fremden Texten/Gedichten/Zitaten mitunter schon ein Verstoss gegen das Urheberrecht sein kann. Man liest ein Gedicht, wohlmöglich auf einer Gedichteseite auf der das kopieren gestattet ist, und kopiert es und fügt es in einem Foreneintrag ein. Viele denken darüber nicht nach und wollen einfach mit lieben (treffenden) Worten ihre Gefühle zum Ausdruck bringen. Auf der anderen Seite stehen dann die Verfasser der Texte/Gedichte/Zitate die ihre Werke dann zu Hauf im Internet verbreitet sehen ohne Verweis darauf von wem sie sind und vor allem ohne ihr Einverständnis gegeben zu haben.

      Oft bleibt dann nur noch die Abmahnung die ins Haus flattert verknüpft mit einer hohen Zahlung.

      Auch wenn der Verfasser genannt wird, bedeutet das nicht das ihr das Recht habt diesen Text zu veröffentlichen/zu verbreiten. Gleiches gilt für den Zusatz "Verfasser unbekannt". Es gibt einen Verfasser... auch wenn er momentan unbekannt sei, es gibt einen und dessen Rechte werden dann leider verletzt.

      Wir sehen leider wirklich keine andere Möglichkeit als solche Zitate, Gedichte und Geschichten künftig zu entfernen. Es tut uns wirklich leid und wir hoffen ihr habt dafür Verständnis bzw. seht auch die andere Seite der Medaille.

      Liebe Grüße,
      Jessica

      Jessica schrieb:

      Wir sehen leider wirklich keine andere Möglichkeit als solche Zitate, Gedichte und Geschichten künftig zu entfernen. Es tut uns wirklich leid und wir hoffen ihr habt dafür Verständnis bzw. seht auch die andere Seite der Medaille.

      mein Verständnis für diese Handlung habt ihr.

      Aber was ist, wenn ich meine Gedanken, Worte niederschreibe, die aus meiner Feder kommen und es hat irgend jemand so was schon mal geschrieben, weil ein gleicher Gedanke vorhanden war, was ja vorkommen kann. Muss ich jetzt beim schreiben vorher nachschauen, ob irgendjemdand anders sowas schon geschrieben hat und ich oder Ihr mit Konsequenzen zu rechnen habt.
      Demnach können meine eigenen Worte mir zum Verhängnis werden, verrückte Welt :mad
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      Nein, da musst Du Dir keine Gedanken machen. Es reicht natürlich nicht aus wenn Du zwei Sätze formuliert hast und die so schon mal jemand woanders geschrieben hat. Das ganze läuft dann über das Stichwort "geistige Schöpfungshöhe" (kann jeder mal googlen der sich dafür interessiert).

      Es betrifft wirklich vorrangig Texte und Gedichte, sowie eben bekannte Zitate.
      Doch, die Signaturen sind davon auch betroffen. Es würde uns wirklich helfen, wenn ihr einfach kurz den "Melden" Button drückt und uns den Hinweis auf Zitate, Gedichte etc. gebt.

      Die Mods sind schon ganz fleissig, aber alles können sie auch nicht immer sehen.

      Wir danken Euch :love:
      Darf man denn ein Gedicht/Zitat weiterhin verlinken, oder kann das auch schwierig werden? *grübel*
      Meinen Verein darf in meiner Signatur weiterhin verlinken?
      Schon erstaunlich, was da so alles dran hängt, worüber man oft einfach nicht nachdenkt.
      Hey, ist jetzt also alles betroffen, was nicht aus eigener Feder stammt? Kleinzitate sind ja urheberrechtlich kein problem, womit also die Signaturen ja auch nicht wirklich betroffen sein sollten, da in diesen ja nur derlei Kleinzitate eigentlich untergebracht werden können. Ich setze dazu mal ein Zitat aus Wiki

      [...]

      Das Zitatrecht (Kleinzitate) basiert auf dem Grundgedanken, dass bei kulturellen Leistungen praktisch immer auf Vorgänger aufgebaut wird. Daher wird erwartet, dass der Urheber diesen relativ geringen Eingriff in sein Verwertungsrecht hinzunehmen hat.

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Kleinzitat


      Es ist nur eine Verständnisfrage bzw. ein Hinweis, weil das ja auch nicht jeder weiß und ich selbst mich ja ständig mit dem Urheberrecht herumschlagen muss, bzw. dies zu beachten wissen muss. Falls ihr dennoch auch diese ausschließen möchtet, so sei es euer Recht und eure Entscheidung.

      Bei uns lasse ich z.B. die Kleinzitate zu, welche bei einem ganzen Buch auch durchaus zwei, drei Absätze lang sein können, aber nur mit Urheberangabe - das hat dabei aber weniger was mit der rechtlichen Absicherung zu tun, da Kleinzitate auch ohne Angabe nicht geahndet werden, als damit, dass ich es nicht mag, wenn jemand sich mit fremden Federn schmückt. Muss aber wie gesagt natürlich jeder Foreninhaber selbst wissen.
      LG
      Eure Alexandra


      ~Satzzeichen sind keine Rudeltiere~

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lady Che“ ()

      Hallo :-)

      Lady Che, ich fürchte, das stimmt so nicht ganz. Der Wiki-Artikel ist nach meinem Kenntnisstand irreführend. Entschuldige daher bitte, wenn ich deinen Aussagen hinsichtlich Kleinzitaten einige Ausführungen entgegensetze – nicht um klugzuscheissen geschweige denn zu streiten, sondern um Internetuser vor potentiellem Schaden zu bewahren.

      Es ist - gemäss meinen Quellen - ein offenbar weit verbreiteter Irrtum, dass sogenannte Kleinzitate generell erlaubt seien. Sehr anschaulich wird das hier erläutert:
      15'000 Euro für ein Zitat von Karl Valentin

      Siehe dazu auch :
      "Nun zum Mythos: Nein, (leider) ist nicht jedes Zitat erlaubt, solange es nur irgendwie kurz gehalten und eine Quelle angegeben ist. Es gibt mit dem §51 UrhG kein allgemeines Recht fremde Werke auszugsweise zu kopieren, auch wenn dies häufig so verstanden wird. Verlangt wird vielmehr zwingend, dass es einen Zitatzweck gibt. Und anhand dieses Zitatzwecks bestimmt sich dann, ob und in welchem Umfang das zitieren urheberrechtlich erlaubt ist." Quelle www.ferner-alsdorf.de: Zitatzweck


      Zitatzweck:
 "Der Zitatzweck erfordert, dass ein inhaltlicher Zusammenhang zwischen dem zitierenden eigenen Werk und dem zitierten fremden Werk besteht. Dieser Zusammenhang ist immer dann gegeben, wenn das Zitat die eigenen Ausführungen unterstreicht, erläutert oder sich die eigenen Ausführungen mit dem Zitierten auseinandersetzt." Quelle: www.e-learning.tu-darmstadt.de

      Verwendet man hingegen urheberrechtlich geschützte Worte rein nur zu Zierde (zB. in Signaturen), ist kein Zitatzweck im rechtlichen Sinne gegeben.

      Das heisst: erlaubt ist ein Zitat...
      - wenn es einem konkreten Zitatzweck dient,
      - dieser Zweck den Umfang des Zitats rechtfertigt,
      - das fremde Werk nicht verändert
      - und die Quelle korrekt angegeben wird.

      Wenn man zB. in einem Post oder auf einem Blog seine eigene Gemütslage beschreibt und zur Veranschaulichung aus einem Gedicht oder Lied zitiert, ist das zulässig, sofern man nichts am Original-Wortlaut ändert, nicht sinnentstellend kürzt, das Zitat als solches kennzeichnet und selbstverständlich den Urheber (allenfalls inkl. Verlinkung) angibt - und das Zitat "nur" dazu dient, das Eigene zu unterstützen bzw. man sich im eigenen Text mit dem Zitat auseinandersetzt.

      Der eine oder andere wundert sich jetzt vielleicht, warum dann nicht öfter juristisch gegen unerlaubtes Zitieren bzw. Kopieren (zB. in Signaturen, Online-Gedichtsammlungen etc.) vorgegangen wird. Ich erkläre es mir so: Wenn ich mir vorstelle, jemand würde ein Gedicht von mir (ich schreibe keine Gedichte, nur als Beispiel) mit Namensnennung zB. auf seinen Blog oder in ein Forum kopieren, wäre ich vermutlich geschmeichelt. Würde jemand es hingegen ohne mein Einverständnis auf Postkarten drucken und verkaufen, wäre ich wahrscheinlich ziemlich sauer. Ich vermute daher, dass es vor allem heikel wird, wenn man fremdes geistiges Eigentum in irgendeiner Form kommerziell nutzen will (Bsp. Zitat von Karl Valentin als Werbeslogan). Das ist aber nur eine Vermutung zur praktischen Anwendung des Urheberrechts. Am Recht selbst ändert das nichts.

      Und da es zB. im Foren-Alltag wohl recht mühselig wäre, in jedem Einzelfall abzuwägen, ob ein Zitat erlaubt ist oder ob es eine Kopie ist bzw. zu hoffen, der Rechteinhaber habe gerade anderes zu tun als Abmahnungen zu verschicken, ist es vermutlich wirklich der sicherste Weg, ganz auf die Nutzung fremden geistigen Eigentums zu verzichten. Auch wenn – oder gerade weil – es heutzutage schon so selbstverständlich geworden ist, Texte und Bilder anderer Leute bedenkenlos weiterzureichen bzw. für sich zu nutzen.

      Wer sich für das Thema interessiert oder sich damit befassen muss (zB. als Forenbetreiber) findet hier weitere sehr aufschlussreiche Ausführungen dazu:
      Zitieren im WWW: http://www.irights.info
      Zitieren statt Plagiieren: http://rechtsanwalt-schwenke.de
      15'000 Euro für ein Zitat von Karl Valentin: http://openpr.de

      Ps: Wer sich jetzt fragt, ob ich denn nun hier munter draufloszitieren durfte :left-right Zum Einen halte ich mich oben an die Zitatregeln, aber wichtig zu wissen auch:
      "Es mag zwar überraschen, aber das Urheberrecht schützt grundsätzlich nicht den Inhalt von Texten. Das heißt, die im Text enthaltenen Ideen und Fakten sind nicht geschützt. Geschützt wird nur die Form, also der Wortlaut, in dem sie niedergeschrieben sind. Und das auch nur dann, wenn dieser individuell und persönlich ist (man nennt das die Schöpfungshöhe). Das bedeutet, je kreativer und außergewöhnlicher ein Text geschrieben ist, desto eher wird er geschützt sein. Und je sachlicher und pragmatischer er ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Schutzes." Quelle http://rechtsanwalt-schwenke.de

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