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Unser Tierarzt-Trainings-Tagebuch

      Es geht weiter: TA-Training Schritt 1

      Murasaki schrieb:

      Felize ist aber ein besonders harter Brocken, oder?
      Verglichen mit meinen anderen (früher) harten Brocken hier, ist Felize schon besonders "schwer zu knacken" (bzw. "packen" :8). Aber wie Flecki schon schrieb, gibts "da draussen" wohl durchaus noch einige solcher Kandidaten :left-right

      Fleckenzwerg schrieb:

      winke mal richtung schwyz und setz mich ganz hinten mal still dazu... :-)
      :love: :3some:

      Das Training geht weiter:
      Nachdem Felize sich gerade vorhin seit dem TA-Kontrollbesuch nicht nur das erste Mal wieder freiwillig im selben Raum wie ich aufhielt, sondern sogar kurz aufs Sofa zum Lage checken kam :love: haben wir umgehend das TA-Training wieder aufgenommen :yes

      Zur Zeit besteht das Training ja einfach darin, Felize auf ein bestimmtes Wort zu konditionieren, das ihr in diversen Situationen des Lebens signalisiert: Das hab ich jetzt prima gemacht und gleich gibts darum ne Belohnung. Also das, was beim klassischen Clickertraining der Clicker signalisiert. Bei einer tauben Katze (Felize galt ja bislang als Täubchen - aktuell wird das TA-seitig in Zweifel gezogen) wären das alternativ dann wie Samttatze schon anmerkte zB. Licht- oder Schwingungssignale.

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      WICHTIGER HINWEIS:
      Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich hier keine Anleitungen geben will, die man das dann zu Hause für sich eins zu eins nachbaut! Tipps für andere Katzen und Situationen werde ich auch nur sehr begrenzt geben können. Frau Hauschild betont im genannten Buch, dass man beim Training in Angstsituationen furchtbar viel sehr SEHR falsch machen kann - schlimmstenfalls ist das Ergebnis dann nicht, dass das Training nicht wirkt, sondern dass man Ängste sogar verstärkt. Also bitte nicht einfach nachmachen, ohne sich fundiert mit dem Thema Angst und Training auseinanderzusetzen! :love:
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      Damit man aber überhaupt nachvollziehen kann, was wir hier treiben, und zur Beurteilung, ob einem selbst das vielleicht für die eigene Situation schlüssig scheint, beschreibe ich hier im Rahmen meiner begrenzten Möglichkeiten, was wir machen :-)

      Das oben genannte Trainingswort soll ein Wort sein, das im Alltag sonst nicht benutzt wird (um Missverständnisse zu vermeiden). Frau Hauschild schlägt darum fremdsprachige Wörter wie "si", "yes", "merci" etc vor. Ich habe für uns "yes" gewählt, da ich das im Alltag wirklich nie benutze.

      Zudem wird im Buch geraten, sich eine Liste mit diversen Belohnungsmöglichkeiten zu machen: Alles, was die betreffende Katze mag. Von diversen Leckerli über Streicheln einfach alles, was für die Katze schön ist und in einer Trainingseinheit einsetzbar ist. Zudem soll man Abstufungen machen, welche Belohnung wie toll ist, da wir verschiedene Belohnungsstufen brauchen (von "ziemlich prima" bis "Jackpot").

      Für jene, die sich dafür interessieren, wie man das mit mehreren Katzen gleichzeitig macht: Wenn wir trainieren, habe ich im Moment alle möglichen Vorliebenleckerli dabei, damit jede Katze, die dann ggf. anwesend ist, das Trainingswort positiv verknüpft. Ob das sinnig ist, weiss ich nicht, ich weiss mir nur grad anders nicht zu helfen :8 Und richtig viel schief gehen kann dabei im Moment (noch!) nicht.

      Zusammengefasst: Felize (und andere ggf. anwesende Katzis) soll das Wort "yes" als Zeichen speichern, dass alles prima ist :love: Und gleich was Schönes kommt.

      Der nächste Schritt wird sein, positive Alltagssituationen zu belohnen. Das ist im Moment noch diffizil, da hier gerade für Felize noch nicht wieder "Alltag" herrscht. Hoffen wir, dass die Zeit es richtet ;)

      Und an alle, die das Buch auch gerade lesen oder schon gelesen haben oder anderweitig mit den Katzen trainiert: Wenn ihr irgendwo etwas anders verstanden habt oder es anders seht: Bitte korrigiert mich bzw. fragt nach! Auf den ersten Blick finde ich alles im Buch (bzw. generell im Zusammenhang mit Konditionierung/positiver Verstärkung) total logisch - aber ich merke, dass ich bei der konkreten Umsetzung dann doch bisweilen alles gar nicht mehr so "einfach" finde :8 :haha Also bitte keine Scheu :3some:

      Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir hier gerade einigermassen weitermachen können - es gibt mir einfach Zuversicht, dass all diese Panik, Hilflosigkeit und Verzweiflung (bei Katz und mir) irgendwann Geschichte sein wird :dadr:

      :love:
      ich tu mir schwer bei den Abstufungen der Belohnungen... Milo mag nur Sticks und knuddeln, allen anderen ist es egal, ob da Trofu liegt oder Dreamies oder Paste oder sonstwas :ko ich könnte höchstens bei Pauline noch Bierhefe ins Spiel bringen, die mag sie gerne

      wie sehen denn bei dir die Abstufungen aus? Vielleicht fällt mir noch was ein...
      Die Erde ist rund, damit die Menschen auch dann an ihrem Ziel ankommen, wenn sie in die falsche Richtung laufen

      Betrachte immer die helle Seite der Dinge oder reibe die dunkle, bis sie glänzt (Norman Vincent Peale)

      Kreatinin-Wert bei gebarften Katzen
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      Bei Tobi hätte ich mit Abstufungen der Belohnung auch Probleme, da er einfach alles mag, Hauptsache zusätzliches Fresschen! Genauso wichtig ist ihm aber auch schmusen! So kann ich gar nicht sagen, was er llieber oder am liebsten mag! :roll
      Da wüßte ich auch nicht, wie ich es abstufen sollte! :roll
      LG von Petra und Fellnase Tobi :katze :love: Walter :katze :love: und :stern Stella :love:
      Stolze Patin von Mimi's Ice :love:

      wie-ich-zu-einer-katze-kam

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „catpetbunny“ ()

      In der heutigen Hund-Katze-Maus-Sendung machen sie gerade TA-Training mit einem Tapir :staun Der macht alles supertoll mit - vielleicht sollte ich mir Tapire anschaffen :8 :haha

      Marani und Petra: Wegen Problemen bei Abstufung der Belohnung: Ich dachte auch erst, dass alles etwa gleich beliebt ist - als ich aber genauer drauf achtete, merkte ich zB., dass ein Happen Hühnchenfleisch oder roher Thunfisch dann doch noch nen Zacken besser ankommt als Leckerlistangen. Geht mal alles durch, was in Frage kommt und notiert euch die Beobachtungen dazu. Und sonst: Wenns keine Abstufungen gibt, dann muss halt ohne gehen - daran wirds sicher nicht scheitern :-)

      Marani schrieb:

      wie sehen denn bei dir die Abstufungen aus? Vielleicht fällt mir noch was ein...
      Also bei Felize haben wir im Moment diese geplante "Rangfolge" (wobei sie das alles sehr gern hat):
      "fein gemacht" = Leckerlistangen oder Streicheln
      "sehr gut gemacht" (zB. wenn eine neue Übung das erste Mal klappt; so weit sind wir ja aber noch gar nicht) = Malzpaste/Leberpaté (kann man zB. auf einem Tellerchen parat machen)
      "Jackpot": ein Stück Hühnchenfleisch oder roher Thunfisch

      iwon schrieb:

      Geht mal alles durch, was in Frage kommt und notiert euch die Beobachtungen dazu.

      OK! ;)

      iwon schrieb:

      "fein gemacht" = Leckerlistangen oder Streicheln
      "sehr gut gemacht" (zB. wenn eine neue Übung das erste Mal klappt; so weit sind wir ja aber noch gar nicht) = Malzpaste/Leberpaté (kann man zB. auf einem Tellerchen parat machen)
      "Jackpot": ein Stück Hühnchenfleisch oder roher Thunfisch

      Diese Abstufung hört sich schon mal ganz gut an! ;) Das könnte sogar was für Tobi sein! ;) Mal in der nächsten Zeit ausprobieren und notieren! ;) :yes
      LG von Petra und Fellnase Tobi :katze :love: Walter :katze :love: und :stern Stella :love:
      Stolze Patin von Mimi's Ice :love:

      wie-ich-zu-einer-katze-kam
      ok, das ist der Nachteil vom Barf :D Rohfleisch lockt hier keinen mehr :D aber für Milo könnt ich als Jackpot Pecorino nehmen :yes (Käsepaste und -rollis mag er nicht :haha)
      Die Erde ist rund, damit die Menschen auch dann an ihrem Ziel ankommen, wenn sie in die falsche Richtung laufen

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      Kreatinin-Wert bei gebarften Katzen

      Nach langem Unterbruch geht das Tierarzttraining weiter

      Hallo :love:

      Ich wollte hier mal noch berichten bzw. auf den Bericht verlinken, wie es bei uns mit dem Tierarzttraining weiterging. Wir mussten das Training mit Felize kurz nach meinem letzten Beitrag hier im Thread leider unterbrechen, da sie aufgrund der häufigen Nachkontrollen im Tierspital und wohl auch wegen ihres wiederkehrenden Gehörs zeitweise so verängstigt war, dass an Training nicht zu denken war :(

      Falls sich jemand aber selber für ein Tierarzttraining mit seiner Katze interessiert und auf der Suche nach Infos bzw. Erfahrungsberichten evtl. auf diesen Thread stösst, soll er nicht im Unklaren bleiben, wie es weiterging bzw. denken, wir hätten aufgegeben, da ich dieses Thema sehr wichtig finde und bei Felize nun nach Wiederaufnahme des Trainings tatächlich auch wichtige erste kleine Erfolge zu verbuchen sind :yes

      Ich möchte damit jeden, der mit dem Gedanken spielt, mit seiner Katze Angstsituationen zu trainieren, ermutigen es anzugehen :love: Natürlich nur unter fachkundiger Anleitung, da man beim Tierarzttraining im Gegensatz zum "normalen Clickern" wirklich viel falsch machen kann.

      Da sowohl das intensive Training mit zwei Katzen (mit einer anderen meiner Katzen trainiere ich wegen schwieriger Zusammenführung) wie auch das Erstellen von Berichten darüber neben allem anderen, was man so zu tun hat, sehr zeitraubend ist, kann ich leider nicht hier und in meinem Blog parallel berichten. Ich hoffe es ist ok, wenn ich Interessierte darum ausnahmsweise hierher verweise, wo es künftig zum Thema weitergeht: Tierarzttraining - Fortsetzung

      :love:
      Hallo Iwon,
      ich habe Deinen Blog gelesen und es hört sich sehr interessant an und ich würde es gern mit meiner Nelly machen und vielleicht auch mit Findus. Nelly ist scheu und sehr ängstlich und kratzt und beißt, wenn sie Angst bzw. Panik hat. auf dem Arm nehmen ist sehr schwierig, in die Box tun noch schwieriger und Medikamente ins Maul geben, geht gar nicht, sie mag absolut nicht festgehalten werden. Streicheln geht allerdings, jedenfalls dann wenn sie Bock drauf hat. Auch mag sie keine fremden geräusche oder die die etwas lauter sind und ist sie auf dem boden und kommen wir vorbei gelaufen oder auf sie zugelaufen, läuft sie meist weg. Beim Tierarzt macht sie alles mit und whrt sich nicht, da ist sie eher starr vor Panik und bewegt sich nicht.
      Findus ist nicht ganz so extrem, aber auch er lässt sich sehr ungern festhalten, hochnehmen und in die Katzenbox tun ist bei ihm noch mehr ein Kampf als bei nelly. Meine hand sah einmal genaso aus wie Deine. :o

      Du hast geschrieben: Tierarzttraining soll unter fachkundiger Anleitung geschehen. Was heißt das? Ich kenne niemanden der mir das geben kann und das kostet sicherlich viel. was kann man da falsch machen?
      Ich hatte gedacht, ich hole mit das buch von Chrisitine Hauschild und einen Clicker und fange an, geht das so nicht?

      Und was ist der genaue unterschied zwischen Clickern und Tierarzttraining, warum kann man bei Clickern nicht so viel falsch machen?

      Viele fragen, aber ich hoffe, Du kannst sie mir beantworten oder jemand anderes.

      Hat jemand einen guten Link für mich um die grundsätze des clickerns und des tierarzttrainings deutlich zu machen und wie dort unterschiedlich vorgegangen wird?

      Lg Chrissie
      Viele Grüße von Chrissie mit ihren Fellnasen: Nelly, Findus, Beppo, Knubbel & Piri :love: und vier im Herzen: Timmy, Beppo, Balou und Lissy (vermisst) :love: und Stolze Patentante von Fellnasengangs Ernie und Tamino vom Katzentraum :love:

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Chrissie75“ ()

      Nur ganz kurz :D

      Fürs TA-Training habe ich dieses Buch hier..das kann ich echt nur empfehlen und weiß iwon arbeitet auch damit.Fr.Hauschild hat auch mehrere Bücher über clickern. Ich empfehle aber das TA-Buch da lernst du ohne clicker auszukommen denn den Clicker hast du nicht immer sofort zur Hand und das ist beim TA-Training ganz essentiell wichtig da du die Übungen in den Alltag einbinden sollst irgendwann ..soll ja normal werden ;)

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      :hase es grüßen Katrin, der Tigerhase und Flauschebär Sam :katze
      -> die Schubladen-WG .. der Tigerhase und sein Blaubärchen <-
      :herz stolze Patentante von Eco Schnuffone, Don Pepe & Rockerbraut Timi :herz


      Danke Princess für Deine Antwort.
      Ja das Buch meinte ich.
      Wollte es mir bestellen, lesen und nach deren Anleitung das Tierarzttaining mit nelly beginnen.
      Ich habe nur gestutzt, weil Iwon geschrieben hat, man kann da vieles falsch machen und es kann dann sogar shclimmer werden und das will ich auf keinen Fall.
      Von daher möchte ich gern wissen, was ich unter fachkundiger Anleitung zu verstehen habe? Reicht es, wenn ich mich an Das Buch halte?

      Bei Nelly ist es umso besser wenn man kein Clicker braucht für das Training, ich weiß nicht, ob sie vor dem Clicken sonst Angst haben wird.

      Lg Chrissie
      Viele Grüße von Chrissie mit ihren Fellnasen: Nelly, Findus, Beppo, Knubbel & Piri :love: und vier im Herzen: Timmy, Beppo, Balou und Lissy (vermisst) :love: und Stolze Patentante von Fellnasengangs Ernie und Tamino vom Katzentraum :love:
      Hallo Chrissie,

      Entschuldige bitte, dass ich jetzt erst antworte. Das genannte Tierarzttrainingsbuch ist wirklich sehr gut und darin beschreibt Frau Hauschild auch, was man beachten muss, damits nicht schief geht bzw. man nicht Ängste durch Ungeschick womöglich noch verstärkt. Das Buch kann in dem Sinne als "fachkundige Anleitung" verstanden werden :-) Weil meine Felize ein bisschen ein Spezialfall ist, lasse ich mich zusätzlich zum Buch direkt von Frau Hauschild beraten - das ist nicht sooo teuer (gut: 58 Euro pro Stunde) und jeden Cent wert. Felize macht wirklich grosse Fortschritte :yes Aber versuch es ruhig erstmal einfach mit dem Buch - lies es aber sehr genau :love:

      Der Unterschied zwischen Clickern und Tierarzttraining ist gewissermassen der, dass man beim TA-Training nicht "clickert" - es funktioniert aber nach demselben Prinzip der Konditionierung und positiven Verstärkung, nur halt hauptsächlich mit Worten. Ist alles auch im Buch beschrieben, warum und weshalb. Kennst du dich mit Clickern schon etwas aus bzw. eben mit Konditionierung und positiver Verstärkung? Diese Grundprinzipien verstanden zu haben, wäre wichtig fürs Training. Dieses Klicker-Tutorial beschreibt das sehr gut: Klicker-Tutorial. Diese Grundregeln sind auch lesenswert: Die Grundregeln des Shapings.

      Beim Spass-Clickern kann man insofern nicht wirklich viel "falsch" machen, als kein "Schaden" entsteht, wenns nicht klappt - schlimmstenfalls lernt die Katze halt das neue Kunststück nicht. Beim Tierarzttraining hingegen will man ja bestimmte Ziele erreichen, Ängste überwinden und abbauen. Wenn man sich da vertut, erreicht man schlimmstenfalls nicht nur die Ziele nicht, sondern hat die Ängste noch verstärkt. Aber eben: Das ist alles sehr gut erklärt, auch worauf man unbedingt achten muss. Wenn man das Buch aufmerksam liest und wirklich Schritt für Schritt die Anleitung befolgt, kann eigtl. nichts schiefgehen. Also, nur Mut :dadr:

      Ich finde es super, dass ihr das angeht, und wünsche euch viel Erfolg :yes
      Hallo Iwon,

      danke für Deine ausführliche Antwort, darauf habe ich schon gewartet. ;)
      Ich kenne mich mit Clickern noch gar nicht aus, mit positiver Verstärkung nur im Rahmen meiner Erzieherausbildung, also bezogen auf Kinder.
      Werde mir aber mal die Links sorgfältig angucken udn durchlesen.
      Da bin ich ja beuhigt, wenn das Buch als fachkundige Anleitung zählt.
      Lässt Du Dich wegen Felize persönlich von Frau Hauschild beraten oder telefonisch und wie oft? nelly ist auch ein Sepzialfall würde ich sagen, wenn auch nicht ganz so wie wohl Deine Felize.

      Für Findus wäre es auch gut, allerdings wäre dann wohl sofort auch Nelly da, die immer drin ist und dann da sein will, wo Findus ist, wie regelst Du das bei Deinen Katzen? Und wie schafft an es, dass die Katze auch aufmerksam ist und nicht durch sonst was anderes abgelenkt ist?

      Werde mir dann das Buch zum Geburtstag wünschen, ist in 11 Tagen. :D

      Danke fürs Mut machen.

      Lg Chrissie
      Viele Grüße von Chrissie mit ihren Fellnasen: Nelly, Findus, Beppo, Knubbel & Piri :love: und vier im Herzen: Timmy, Beppo, Balou und Lissy (vermisst) :love: und Stolze Patentante von Fellnasengangs Ernie und Tamino vom Katzentraum :love:
      Huhuuuu,

      das Buch von Frau Hausschild habe ich mir schon vor einiger Zeit zu Gemüte geführt. Zu Anfangs fand ich es ziemlich frustrierend. Denn dieses Training absolviere ich vom gesamten Umfang her mit meinen Katzen in diesem Leben nicht mehr. :left-right

      Nun durfte ich in der Vergangenheit schon feststellen, dass ich mich zum reinen clickern eh nicht eigne, von daher arbeite ich schon immer mit "Konditionierung und positiver Verstärkung". Für mich ist das aber wie clickern, nur ohne klick. :8

      Bei meinen zwei Oldies recht mühsam. Um ehrlich zu sein, gehen mir zwischendurch die Puste, und manchmal auch die Ideen aus. Denn es muss bei uns immer alles total easy und spielerisch passieren. Sobald meine merken, dass Frauchen irgend etwas von ihnen erwartet, ergreifen sie sofort die Flucht. :roll

      Trotzdem kann auch ich diese Buch sehr empfehlen, und wenn es nur zur Anregung dient, mit den Tieren sinnvoll zu arbeiten.
      Manchmal muss man sich im Leben halt auch mit Kleinigkeiten zufrieden geben. :D
      Liebe Grüße von Katerline

      Für immer im :herz-pfeil : Emmi, Pauline und Antonio :stern

      - aktiv beim Katzenschutzbund Köln
      Hallo :-)

      Ich bin ja hier im Forum derzeit eigtl. nicht mehr aktiv, aber ich versuche trotzdem mal deine Fragen zu beantworten ;)

      Chrissie75 schrieb:

      Lässt Du Dich wegen Felize persönlich von Frau Hauschild beraten oder telefonisch und wie oft?
      Da Frau Hauschild in Hamburg wohnt und ich in Zürich, machen wir das telefonisch ;) Bzw. auch per Mail und mit Videos, viele Situationen kann man sowieso besser per Video übermitteln, weil sie dann unverfälschter sind, als wenn jemand Fremdes in der Wohnung sitzt.

      Im Zusammenhang mit Felize habe ich mit Frau Hauschild bislang zweimal telefoniert. Beide Gespräche dauerten rund eine halbe Stunde. Allerdings arbeite ich schon lange mit ihr zusammen, daher kennt sie unsere Grundvoraussetzungen und -konstellation hier schon. Ein Erstgespräch wird schon auf mind. eine Stunde anzusetzen sein. Zwischendurch mailen wir wie gesagt auch mal - ich biete ihr immer an, ihre Zeit dafür genauso zu verrechnen, aber sie ist da sehr kulant. Allerdings geht das natürlich auch nicht, dass man dann einfach statt anzurufen ellenlange Mails schreibt - alles im Verhältnis :love:

      Chrissie75 schrieb:

      wie regelst Du das bei Deinen Katzen? Und wie schafft an es, dass die Katze auch aufmerksam ist und nicht durch sonst was anderes abgelenkt ist?
      Clickern im klassischen Sinne, bei dem man "Sessions" einberuft, könnte ich hier mit 7 Katzen wohl auch vergessen :ko Da wir schwerpunktmässig therapeutisch trainieren, läuft das alles aber etwas anders: Es werden hierfür keine "Sessions" einberufen im Sinne von: So, Katzis, nu hab ich gerade Musse, jetzt trainieren wir.

      Ich schreibe jetzt mal nur von Felize, ich trainiere auch noch sehr intensiv mit einer anderen Katze, da ist aber alles wieder ganz anders gelagert und hat auch nix mit Tierarzttraining zu tun, aber das ist ja, worum es hier geht:

      Bei Felize hätte ich nur mit Buch als Hilfe gar nicht gewusst, wo anfangen. Denn leider versäumte ich es, mit Felize in sorglosen Zeiten zu trainieren :( Erst als sie wegen eines durch eine verschleppte Mittelohrentzündung verursachtes Vestibulärsyndrom medizinisch intensiv behandelt werden musste, wurde mir sonnenklar, dass wir etwas tun müssen. Doch leider war Felize durch die verhassten medizinischen Behandlungen dermassen verstört und ängstlich mir gegenüber, dass ich gar nicht an sie herankam. Wie sollte ich also trainieren?

      Erst als Felize ganz sachte anfing, sich mir wieder freiwillig anzunähern, konnte das Training wieder aufgenommen werden. Und das machen wir in ganz alltäglichen Situationen, die sich "von selbst" ergeben - also keine Einberufung des Trainings.

      Ein Beispiel: Als Felize anfing, mir wieder Vertrauen entgegenzubringen, wurde erstmal das "belohnt". Belohnung muss hier nicht Leckerli sein, es kann einfach die bewusste Vermeidung von Verhalten sein, das Felize verängstigt (zB. dass ich aufstehe und auf sie zugehe), später kann es auch Streicheln sein oder irgendwas sonst, was sie mag und sie rückversichert, dass alles ok ist. Elementar am Ganzen ist, dass solche erwünschten Verhaltensweisen ihrerseits mit einem "Marker" deutlich gemacht werden - sonst könnte es ja Zufall sein, dass ich mich nicht bewege, wenn sie zu mir kommt. Sie soll mein Verhalten als Reaktion auf ihr Verhalten zur Kenntnis nehmen.

      Man, ist das kompliziert zu erklären - kann man mir folgen? :ko Grundprinzip ist jedenfalls: Felize macht von sich aus etwas, das ich begrüsse - dann Marker und Belohnung. So kann sie meine Reaktion mit ihrem Verhalten in Verbindung bringen.

      Als das Grundvertrauen so weit wiederhergestellt war, sollte ich sukzessive beginnen, ihre Grenzen (zB. festhalten, drücken etc.) Schritt für Schritt ganz sachte zu überschreiten. Und zwar, indem ich diese Grenzüberschreitung ankündige, sofort wieder aufhöre :pfeil-rechts Belohnung. Frau Hauschild erklärt das in ihrem Buch aber doch schon sehr viel besser und genauer :8

      Um auf deine Frage zurückzukommen: Wir integrieren das Training in den Alltag, es ergibt sich gewissermassen von selbst :-) Jede Situation, die "gut" ist, wird als Trainingseinheit genutzt. Darum wird auch ohne Clicker trainiert und in vielen Fällen auch ohne Leckerli - das wäre ja nicht händelbar sonst (und die Katze würde irgendwann platzen). Leckerli kommen eigtl. nur zum Einsatz, wenn richtig "grosse" Schritte geplant sind.

      Aber lies das Buch - ich kann das alles nicht ansatzweise so einleuchtend erklären :schaem Ich mache das hier auch schon so lange inzwischen: Es geht einem irgendwann sozusagen ins Blut über.

      Katerline schrieb:

      Denn dieses Training absolviere ich vom gesamten Umfang her mit meinen Katzen in diesem Leben nicht mehr. :left-right
      Gott bewahre! :o ALLES muss man ja auch nicht hinbekommen. Mir würde es vollauf genügen, wenn alle meine Katzen medizinisch behandelbar wären, ohne jedesmal fast zu sterben vor Angst (geschweige denn mich oder die Praxis in Einzelteile zu zerlegen :ko). Alle bis auf Felize und Tünn kann ich inzwischen denn auch ohne Weiteres einfach eintüten und in der Praxis verhalten sie sich kooperativ. Nur das - das reicht ja schon. Für den Anfang :8 :zp

      Liebe Grüsse :love: