Hallo,
es tut mir sehr leid, von Deiner Mietz zu lesen. Es scheint ihr wirklich niht gut zu gehen und Dir natürlich dann auch nicht. Fühl Dich einfach mal gedrückt.
Nun mal zu Deinen Fragen. Ich kenne mich mit Asthma jetzt nicht soo gut aus (nur das was ich im THP darüber gelernt habe), dafür aber mit den Herzgeschichten ein wenig besser.
So wie Du den Verlauf beschreibst, scheint mir eher eine Herzgeschichte dahinter zu stecken oder evtl. ein tumoröse Erkrankung. Ich denke, dass beim felinen Asthma ein Lungenödem im Krankheitsverlauf eher selten ist.
Was wurde denn nun mal untersucht und zu welchen Ergebnissen ist die Klinik gekommen?
Es ist ja nun einmal so, dass deine Kleine hustet (wie heißt sie denn eigentlich?). Katzen erkälten sich nicht so leicht wie wir Menschen. Regelmäßiges Husten gehört also in TA-Hände. Bei schwerer Atemnot ist das Ganze natürlich noch wichtiger. Die häufigsten Ursachen für schwere Atemnot sind:
- Lungenparenchymerkrankung (z. B. Lungenentzündung)
- Pleura-Erguss (Flüssigkeitsansammlung in der Pleurahöhle zwischen Lunge und Rippen)
- kardiogenes Lungenödem (Flüssigkeit in der Lunge aufgrund einer Herzschwäche)
- felines Asthma
Diverse Erkrankungen können Husten als Symptom hervorrufen, z. B. Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen, allergische Bronchitis, Parasitenbefall der Lunge, Lungentumoren, Lungenembolien, Herzerkrankungen und inhalierte Fremdkörper.
Daher muss man alle Möglichkeiten der Diagnostik ausschöpfen, um endlich herauszufinden, was den Husten bei Deiner Katze auslöst. Der Husten ist ja nur ein Symptom. Zuerst sollte eine Herzkrankheit ausgeschlossen werden. Auch wenn Katzen bei Herzkrankheiten seltener als bei felinem Asthma husten. Es sollte ein Herzultraschall gemacht werden. Ein Lungenödem mit Atemnot, was schon mit entwässernden Mitteln behandelt wird, lässt auf kongestives Herzversagen schließen und hätte dann auf jeden Fall einen Herzfehler als Ursache. Es sollte das Farbdoppler-Ultraschallverfahren angewendet werden, weil damit die Fliessrichtung und Geschwindigkeit des Blutflusses erkannt und festgestellt werden kann.
Lungenwürmer sollten auch ausgeschlossen werden, dies schafft man mit Kotprobenuntersuchung. Der Kot sollte über einen Zeitraum von mehreren Tagen hinweg gesammelt
werden. Herzwürmer (Dirofilaria inmitis) gibt es in Nordeuropa nicht (sie stellen jedoch in Südeuropa und den USA ein Problem dar). Falls Deine Katze aus einem südeuropäischen Land stammt, dann sollten eventuell auch Herzwürmer in Erwägung gezogen werden können.
Tja und dann wären da noch die Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Diese können eben auch durch die Bronchoskopie diagnostiziert werden. Gerade wenn die Katze, wie in Deinem/Eurem Fall, nicht auf Cortisonmedikamente anspricht, sollte eine Lungenspiegelung in Erwägung gezogen werden. Dabei sieht der Tierarzt auch, ob evtl. Wucherungen oder Fremdkörper in der Lunge vorhanden sind.
Ich würde an Deiner Stelle mal ganz geschwind auf die Untersuchungsergebnisse pochen, denn Du schreibst ja, dass sie Ultraschall etc gemacht haben, was ist denn da rausgekommen? Und was sagen sie dazu, dass bronchienerweiternde Medis nicht anschlagen? Bei Asthmaanfällen werden bronchienerweiternde Medis als sogenannte Notfallmedis eingesetzt. Bei Asthma wirken sie wirklich sehr schnell und auch dauerhaft. Ebenso Cortison, da dies ja die Entzündungen eindämmt.
Ein Schall ist wohl auch jetzt machbar, ebenso wie röntgen. Beim Röntgen kam auch nichts auffälliges raus, oder? Hat sich denn auch das Ödem nicht im Röntgenbild gezeigt? Wie sieht es denn mit einer Punktion aus? Wenn die entwässernden Medis nicht anschlagen, könnte man ja punktieren und das Punktat untersuchen bzw. erst einmal begutachten. Es würde evtl. auch eine Besserung eintreten und sie könnte mal aus dem Sauerstoffzelt raus.
Und was wurde Dir in der Klinik gesagt, wie es weitergeht?
Ganz lieben Gruß
Andrea