Hallo Zusammen,
ich bin neu bei Euch und mein erster Beitrag ist direkt ein sehr trauriger.
Unsere Minnie ist jetzt 6 1/2 Jahre alt und vor einer Woche wurde bei ihr Wasser im vorderen Bereich der Lunge und ein Herzbeutelerguss festgestellt. Sie hatte vor der Diagnose ganz plötzlich einen Zusammenbruch, sprich ... sie schrie auf und lag mit Schaum/Speichel vor dem Mäulchen und hecheln auf dem Boden. Wir sofort in die Tierklinik. Dort wurde eine Röntgenaufnahme vom Brustkorb gemacht und es wurde festgestellt, dass sie Wasser in der Lunge hat. Bei einer Herzultraschall-Untersuchung wurde dann die Flüssigkeit im Herzbeutel festgestellt. Heute sollte eigentlich der Kontrolltermin sein, aber sie hatte leider am Wochenende wieder einen Anfall und die Flüssigkeit (es war eine ganze Kanüle voll Blut) ist ihr dann am Sonntag aus dem Herzbeutel gezogen worden. Bei dieser Ultraschall-Untersuchung, die in einer anderen - meiner Meinung nach auch besseren - Tierklinik durchgeführt wurde, ist dann auch der Herzbasistumor diagnostiziert worden. Den hat der erste Kardiologe bei der Untersuchung nicht gesehen!!
Nun hatten wir gehofft, dass es ihr nach dem Entfernen des Blutes aus dem Herzbeutel wenigstens für eine Weile besser gehen würde. Der Tumor ist inoperabel und die Prognose liegt zwischen ein paar Wochen und mehreren Monaten. Also unsere kleine Süsse wird uns auf jeden Fall zu bald verlassen.

Nachdem sie jetzt aber kaum noch frisst und auch nicht viel trinkt, waren wir gestern wieder in der Tierklinik und sie hat etwas gegen Übelkeit bekommen. Das nimmt sie nur ungern und sie muss sich auch gleich nach dem Verabreichen wieder übergeben. Der TA meinte, das sei normal, denn das Zeug schmeckt bitter.
Es fällt schwer, darüber zu schreiben und ich sitze hier im Büro und heule vor mich hin. Nun ja, das hilft unserer Kleinen auch nicht.
Meine Frage jetzt an die vielen Katzenkundigen hier im Forum:
Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, Minnie doch noch ein bisschen Lebensfreude zu verschaffen? Sie leidet ganz offensichtlich unter einem gewissen Unwohlsein. Das hängt sicher mit dem Tumor zusammen, aber wie schon gesagt, sie hätte auf jeden Fall noch Chancen auf mehrere Monate, wenn sie nur fressen würde. Mäkelig war sie ja schon immer und vielleicht habe ich ihr bisher noch nicht das richtige Futter hingestellt. Aber langsam gehen mir auch die Ideen aus. Schwer ist natürlich auch die Verabreichung der Medis.
Es ist nicht leicht zu entscheiden, wann es Zeit ist, sie gehen zu lassen. Ach ja, der Bauch wurde gestern auch geröntgt und es war zum Glück nichts Auffälliges zu sehen.
Wir (also meine Familie und ich) haben uns auch schon gedacht, dass sie einfach nur ziemlich fertig ist von den vielen Untersuchungen. Sie war immer gesund und selten (höchstens einmal im Jahr zu Kontrolle) beim Tierarzt und jetzt seit 1 1/2 Wochen mindestens 6 x. Das schlaucht. Man wird gedrückt und gefühlt, gespritzt und gestreckt. Außerdem noch eine Nadel in den Herzbeutel.

Also wie wird uns auffallen, dass sie nicht mehr will? Noch geht sie ab und zu auf den Balkon und sitzt und schaut. Zwar nicht mehr mit großem Interesse, aber immerhin. Sie schläft ansonsten fast nur noch und insgeheim hasst sie uns sicher auch, weil wir so viel mit ihr veranstalten. Ich weiß einfach nicht weiter. Ich möchte nicht das sie leidet (mehr als jetzt schon) und ich möchte aber auch nicht, dass wir sie zu früh gehen lassen und sie eventuell doch noch leben könnte, für ein kleines Weilchen.
Na ja, Ihr habt sicher auch schon alle mal diese Erfahrung machen müssen. Und ich bin für jeden Rat dankbar.
Viele Grüße
Andrea