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1

Samstag, 10. Dezember 2011, 16:32

Felimazole lebensverkürzend?

Hallo,

unser Kater hat seit über einen Jahr SDÜ und bekommt Felimazole 2,5 mg morgens und abends. Der Schilddrüsenwert wird regelmäßig (mittlerweile halbjährlich, vorher öfter) getestet.

Wir waren jetzt wegen seiner Blase (Blut im Urin) in der Tierklinik.

Die Tierklinik hat uns nebenbei darauf hingewiesen, dass man Felimazole nur vorrübergehend nehmen sollte wegen Tumorbildung in der Schilddrüse :o
Hat das schon mal jemand gehört???

Wir sollten lieber eine Radiojodtherapie in Gießen machen lassen.

Habe unsere Tierärztin darauf angesprochen, aber die meinte wenn SDÜ Katzen verstorben wären dann eher an Nierenversagen an diesen Tabletten. Was mich auch nicht wirklich erleichtert hat.

Wie handhabt Ihr das mit SDÜ?

Welche regelmäßigen Kontrollen außer dem Schilddrüsenwert muß man noch machen, wenn Felimazole gegeben wird?

Danke für Eure Beiträge :wink
Angela

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Katzenkrauler« (10. Dezember 2011, 16:32)


Captainkatze

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2

Samstag, 10. Dezember 2011, 22:59

Hallo Angela,

leider bekommen viele Katzen und Kater altersbedingt eine SDÜ. Mir ist nichts bekannt, dass das Medi Felimazole lebensverkürzend sein soll. Mein Bube Paulchen, er ist 17 Jahre alt, bekommt das Medi seit zwei Jahren. Und wenn er stirbt, dann sicher nicht daran.

Die Radiojodtherapie bedeutet, den Kater einer Art "Chemo" auszusetzten. Stimmt, Giessen ist meines Wissens nach die einzige Klink in Deutschland, die das macht. Allerdings muß euer Kater dann für einige Wochen in Quarantäne, da er mit radioaktivem Material bestrahlt wird, welches sich erst abbauen muß.

Die Christel hier im Forum kennt sich mit dieser Therapie aus, ich glaub, sie hat es mit Raphi machen müssen. Bestimmt meldet sie sich auch zu diesem Thema und kann dir weiterhelfen.

Alles Gute
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3

Sonntag, 11. Dezember 2011, 11:44

Hallo Katja,

danke für Deine Antwort.

Unser Kater ist jetzt 14 Jahre alt und nimmt seit 8/2010 die Tabletten.

Auf der Seite von der Uni Gießen habe ich gelesen, dass die Katzen 7 bis 10 Tage dort bleiben müssen auf 1m x 2m Boxen. Danach muß er 4 Wochen von Kindern unter 16 Jahren und Schwangeren getrennt werden.

Das geht überhaupt nicht, da unsere Tochter 6 Jahre alt ist. Außerdem meinte die Ärztin in der Tierklinik auch als sie ihn gesehen hat, dass es ziemlich schwierig mit der kleinen Box mit ihm ist. Er randaliert derart in seiner Transportbox, dass er sich die Krallen einreißt und er schreit bis er wieder daheim ist. Er ist ein kleiner Tyrann :roll . Ich bin jedesmal froh, wenn wir wieder daheim sind.

Das mit den Schilddrüsentumoren habe ich vorher noch nie gehört, daher dachte ich vielleicht hat hier jemand davon schon was gehört. Ich weiß nur, dass es auf die Nieren gehen kann.

Was wird beim Paulchen getestet bei den Kontrollen?

Gruß
Angela

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4

Sonntag, 11. Dezember 2011, 16:45

Hallo Angela,

bei den Kontrollen wurde jeweils ein großes Blutbild und ein geriatrisches Profil gemacht (incl. T4 Werten wegen der SDÜ, das kennst du ja inzwischen vermutlich). Speziell auf Schilddrüsentumor wurde nie etwas untersucht und - ehrlich gesagt - ich halte das auch für eine sehr seltene Erkrankung, zumindest ist mir keine Katze bekannt, die an so etwas als Reaktion auf Felimazole verstorben ist :?

Es ist halt eine Ermessensfrage, ob man Mensch und Katze die Radiojodtherapie zumuten möchte und nur im Individualfall zu entscheiden. Ein älterer randalierender Tyrann :love: wäre sicher nicht begeistert von der Maßnahme ;)

Mein Paulchen ist mit dem Medikament gut eingestellt, SDÜ gibt es ja auch beim Menschen und kann medikamentös gut behandelt werden ohne das die Menschen an Schilddrüsen Tumoren sterben.
Habe unsere Tierärztin darauf angesprochen, aber die meinte wenn SDÜ Katzen verstorben wären dann eher an Nierenversagen an diesen Tabletten. Was mich auch nicht wirklich erleichtert hat.
Ich denke, die TÄ wollte aufzeigen, dass die meisten älteren Tiere letztlich an Dingen wie Nieren-/Organversagen sterben aber nicht an der Folge des Medis.

Alles Gute für den Kater wünsche ich euch, wie heißt er denn, der kleine Tyrann '?

Lieben Gruß
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5

Sonntag, 11. Dezember 2011, 19:01

Hi,

unser Tyrann oder auch die Rote Zora heißt normal Timmy. Und dann haben wir noch den 13 Jahre alten Balu :-)

Was ist ein geriatrisches Profil :? Meinste Untersuchung im allgemeinen?

Danke :love:
Angela

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6

Montag, 12. Dezember 2011, 19:23

Auch hi,

geriatrisches Profil ist die Untersuchung der Blutwerte speziell auf altersspezifische Krankheiten, wie Leber-, Nieren- und auch die Schilddrüsenwerte. Ist wohl detaillierter, als ein normales Blutbild einer jungen Katze ;)
Wie geht es Timmy denn? Hatte er, wegen Blut im Urin, eine Blasenentzündung :?
LG
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Dienstag, 13. Dezember 2011, 16:31

Hallöchen,

Ich hab in der Hinsicht einige Erfahrungen mit meinem Raphi sammeln können. Er bekam auch Felimazol wegen SDÜ. Davon, dass Felimazol Schilddrüsentumore auslösen soll habe ich auch noch nicht gehört. Raphi bekam vom Felimazol nach etwas über einem Jahr leider eine Eosinophilie (Blutkörperchenveränderung) und durfte das Medikament daher nicht mehr nehmen. Sonstige Nebenwirkungen hatte er in der Zeit keine. Er hatte zwar auch eine sehr leichte CNI die aber mit homöpathischen Mitteln gut in den Griff zu bekommen war. Wir hatten dann in Belgien die Radiojodtherapie machen lassen da sie dort die geringsten Quarantänezeit hatten (Mo abgegeben, Fr wieder abgeholt) im Vergleich zu Frankreich und Deutschland. Wir haben keine Kinder im Haus und sind ganztags arbeiten somit hatte ich vor der Strahlenbelastung wirklich keine Angst. Für das erste WE hatte ich mir von meinem TA eine Bleischürze ausgeliehen damit wir auch wieder kuscheln konnten aber danach habe ich das weggelassen. Menschen die die Behandlung machen müssen kommen auch eher wieder aus dem KH und die Strahlenbelastung ist in etwa die gleiche. Wir haben aber die ersten 3 Wochen nach der Behandlung den Katzenkloinhalt für 3 Monate im Keller zwischengelagert bevor wir ihn in den normalen Müll entsorgten.

Für Raphi war der Aufenthalt in der Klink natürlich das Schlimmste denn er war eigentlich nie lange von uns getrennt gewesen. Er frass daher dort sehr schlecht und sagte keinen Ton trotz der wirklich liebevollen Betreuung die er dort bekam. Die "Zellen" sind zwar nicht sonderlich gross aber haben mit einer Transportbox oder den "Entnüchterungsboxen" beim TA nix gemeinsam. Die Mietz hat also schon etwas Platz um sich zu bewegen denn sie hat ja auch "Bett", Klo, Futter und Wasser dort. Es ist eigentlich wie ein voll gefliester kleiner Raum. Allerdings ohne Fenster wegen der Radioaktivität. Da diese Behandlung ja meist an Uni-Kliniken durchgeführt wird, hat man auch "seinen" Studenten, den man (fast) jederzeit anrufen kann um zu fragen wie es dem Patienten geht. ;) Eigentlich ist gegen die Behandlung wirklich nichts zu sagen denn sie ist nicht schmerzhaft für's Tier, erfolgreich und bekannt und nicht anders wie's beim Menschen auch gemacht wird und von daher recht risikolos. Eine OP der Schilddrüse selbst wäre viel gefährlicher denn die Schilddrüse der Katze ist völlig anders gelagert als die des Menschen und es besteht viel mehr Gefahr die Katze bei der OP schwer bis tödlich zu verletzen. Wenn also Felimazol aus irgendwelchen Gründen nicht mehr geht, finde ich die Radiojodtherapie noch die beste Alternative.

Was die regelmässigen Blutkontrollen angeht, so ist's wie Captainkatze schon sagt: bei älteren Katzen wird ein vollständigeres Blutbild gemacht als bei jungen und natürlich auch im Hinblick auf die bestehende Medikamentengabe und deren eventuellen Nebenwirkungen (wie z.B. bei Felimazol die Kontrolle der Eosinophilen...).

Raphi hatte nach der Radiojodbehandlung keine Probleme mit der Schilddrüse mehr. Die Behandlung war also ein voller Erfolg. Leider mussten wir ihn dann doch 5 Monate nach der Behandlung einschläfern lassen aber aufgrund zweier Hirnschläge die er kurz hintereinander hatte die aber nix mit der SDÜ zu tun hatten. Organisch war bei ihm im Verhältnis zum Alter (17) alles in Ordnung und er hätte ohne die Hirnschlâge noch ein paar schöne Jahre vor sich haben können... :(

Viele liebe Grüsse,
Christel
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Dienstag, 13. Dezember 2011, 16:48

Danke für Eure Beiträge :love:

@ Christel Wie habt Ihr das gemerkt mit der Blutkörperchenveränderung?
Leider können wir das mit Kind so nicht machen mit einer Radiojodtherapie.

@ Captainkatze Timmy konnte Ende November abends nicht Pipi machen und hat seitdem Blut im Urin.
Warum ist nicht klar. Siehe auch: Blut im Urin

Das macht mich echt fertig.

Ich glaube ich werde ihm weiterhin das Felimazole geben und einfach regelmäßig große Blutkontrollen machen.
Das ist für ihn wohl am Besten zur Zeit.

LG
angela

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Katzenkrauler« (13. Dezember 2011, 16:50)


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9

Dienstag, 13. Dezember 2011, 17:02

Also an Raphi haben wir nichts gemerkt. Es kam eben bei den regelmässigen Blutkontrollen raus. Anzusehen war ihm eh nix.

Ich meine wenn das Felimazol nicht mehr vertragen wird, werdet Ihr eine Lösung finden müssen denn Ihr könnt ja nicht das Felimazol weiter geben wenn es Eurer Katze schadet. Kind hin Kind her, dann muss vielleicht mal einer (entweder Katze oder Kind) zur Oma oder getrennt gehalten werden. Mit 6 kann ein Kind schon verstehen was eine schwere Krankheit ist. Es ist ja auch keine Strahlung die durch zig Wände geht. Ich weiss ja nicht wie Ihr wohnt aber vielleicht könnt Ihr die Mietz in einem Raum isolieren in den dann das Kind nicht reindarf oder so. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg... ;)

Das mit dem Blut im Urin hört sich ja gar nicht gut an. :-( Nierenmässig ist schon alles untersucht worden???

Viele liebe Grüsse,
Christel
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Dienstag, 13. Dezember 2011, 18:52

Die Nieren wurde jetzt erst untersucht Blut und Ultraschall. Er hat auch keine Nebenwirkungen (toitoitoi) von den Tabletten, daher würde ich es auf diese Weise erstmal weiter machen. Er verträgt es bis jetzt gut.

Eben hat die TA angerufen der Schilddrüsenwert ist bei 9 :staun

Ich soll die Tabletten auf morgens 5mg und abends 2,5 mg erhöhen (vorher jeweils 2,5mg).

Sch....

Ich soll jetzt wegen der Blase die Clomicalm (für die Psyche) weg lassen und das Canosan weiter geben, aber sie glaubt diese Blasenentzündung kann davon kommen, dass
er wegen der Schilddrüse so gestreßt ist.

Jetzt ist erstmal wichtig, dass er richtig eingestellt wird.

Gruß
angela

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Dienstag, 13. Dezember 2011, 19:03

Hat schon jemand die Schildrüsentabletten von http://www.naturheilkunde-bei-tiere.de ausprobiert?