Hallo
also ich kann dir nur sagen, was ich machen würde, wenn es meine Katze wäre.
Also mit dem was ich hier an Infos habe, würde ich folgendes machen:
Ich würde weiterhin Cortison geben, Dies hat eine abschwellende Wirkung auf das Gehirn, ebenso unterdrückt es etwas eine entzündliche Reaktion.
Das wird ihn mit etwas Glück insoweit stabilisieren, dass man sie in eine Narkose legen kann.
Dann würde ich ein MRT (Kernspintomographie/Magnetresonanztomographie) machen lassen oder (ist billiger) ein CT anfertigen lassen. Der Vorteil bei einem MRT ist, dass man das Weichteilgewebe - in diesem Fall Gehirn - besser beurteilen kann. Es ist einfach genauer. Aber auch auf einem CT kann man viel erkennen.
Mit einer dieser beiden Untersuchungen hat man schon sehr viel gewonnen an Wissen.
Man kann sehen, ob ein Tumor vorliegt, auch würde man einen Schlaganfall erkennen am untergegangen Gewebe, eine Hirnblutung und je nach Fortschritt einer Entzündung auch dies.
Bei dem Krankheitsbild welches du beschreibst kann ich persönlich nicht mehr an eine Meningitis glauben, wenn dann eine Encephalitis (Entzündung des Gehirns). Dabei kann auch das Blutbild noch völlig normal sein. Es muss nicht unbedingt eine Leukozytenerhöhung oder ähnliches vorliegen. Bei viralen Ursachen ist dies sowieso meist nicht gegeben.
An einen Schlaganfall ursächlich eine mangelnden/fehlenden Durchblutung glaube ich persönlich nicht, wegen der Pupillendifferenz und auch, weil es nicht plötzlich von jetzt auf gleich geschehen ist, sondern sich ein wenig abzeichnete (träge, müde usw.)
Bzgl. eines epileptischen Anfalls irritiert mich bei deiner Maus, dass währenddessen sich die eine Pupille verengt...normalerweise sind beide ganz weit gestellt.
Sollte die Bildgebung ohne Befund sein (was ich kaum glauben kann, bei den neurologischen Ausfällen die gezeigt werden), erst dann und nur dann würde ich eine Punktion des Nerven- bzw. Hirnwassers (nicht Rückenmark) vornehmen lassen.
Anhand dessen kann man feststellen ob eine Entzündung des Gehirns vorliegt. Man erkennt dies beispielsweise an der Höhe der Zellzahl, des Blutzuckergehalts und der Eiweiße im Hirnwasser. Je nach Höhe der Zellzahl kann man auch darauf schließen ob es eine bakterielle oder virale Infektion ist. Auch kann man eine Kultur anlegen zur Feststellung des Erregers.
Nichts desto Trotz muss man auch einfach Risiko von Nutzen abwägen und das ist wirklich schwer zu entscheiden, schließlich fragt man sich ja, was ist ihm zumutbar in der aktuellen Situation. Man muss ja auch beachten was die Konsequenz sein kann.
Wird er neben der Cortisontherapie auch breit antibiotisch behandelt?
WIeviele Anfälle hatte er bisher und bekommt er dagegen etwas?
Ich drücke euch ganz fest die Daumen und hoffe, dass ihr eine Lösung findet